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Der amerikanische (Alb-)Traum • Teil II: Staatliche deutsche Einrichtungen scheinen von anderen Mächten geradezu „gekapert“ worden zu sein

Willy Wimmer [ - Uhr]

Es ist kein Wunder, dass die Menschen gegen diese Entwicklung aufbegehren. Eine Regierung, die nicht mehr weiß, welche Verantwortung sie dem deutschen Volk gegenüber hat, sollte sich nicht künstlich darüber aufregen, dass mit Begrifflichkeiten herumhantiert wird, die es auch nicht besser machen:

Zwischen Forderungen nach einem Friedensvertrag über bewusste Hinweise auf die Fortgeltung des Deutschen Reiches und Forderungen nach Austritt aus der NATO ist auf dem Markt so alles vertreten, was man sich denken kann.

Wundert das jemanden?

Selbst die „Wahrheitsmedien“ können nicht verschweigen, dass in Zusammenhang mit der gewaltigen Abhörkaskade, die Deutschland und Europa ergriffen hat, der Begriff „ohnmächtig“ mit Blick auf die Bundesregierung gewaltig untertrieben ist.

Diese Dimension wird nur noch dadurch übertroffen, wie sich unser Innenminister in Anbetracht der gewaltig dimensionierten Migrationswelle verhält: Seit Monaten ist er wie von der Bildfläche verschwunden.

Man muss sich geradezu fragen, ob die Bundesregierung überhaupt noch so etwas wie einen Innenminister in ihren Reihen hat.

Staatspolitisch verhängnisvoll ist allerdings, dass durch die Einbindung des BND in die angelsächsische Spionage (im Sinne der weltweiten Abhörallianz „five eyes“) ein folgenschwerer Eindruck entstanden ist:

Staatliche deutsche Einrichtungen scheinen von anderen Mächten geradezu „gekapert“ worden zu sein und die eigene Regierung wollte es nicht wissen.

Dieses Modell kennen wir auch von Drohnenmorden in anderen Teilen der Welt.

Ramstein und Wiesbaden sind dabei im Visier derjenigen, die sich mit diesem hinterhältigen Töten von unserem Boden aus generell nicht abfinden wollen und werden.

Es ist wie mit dem „US Africa Command“ in Stuttgart: Deutsches Territorium wird in einer Weise genutzt, dass bei unserer Regierung in Berlin jeden Tag der Internationale Strafgerichtshof auf der Matte stehen würde, sofern die USA dem Statut desselben beigetreten wären.

In diesen Beispielen manifestiert sich, was die Menschen als Besatzung oder Übernahme der vollziehenden Gewalt nach einer fortlaufenden bedingungslosen Kapitulation empfinden.

Das wird in wenigen Wochen so deutlich werden, dass uns noch Hören und Sehen vergeht.

Dann nämlich, wenn über das tatsächliche Aufgeben des sogenannten Parlamentsvorbehalts die Soldatinnen, Soldaten sowie die zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr de facto an die NATO und damit an den amerikanischen Präsidenten für seine weltumspannenden Kriegseinsätze abgetreten werden.

Es hat Deutschland bislang ausgezeichnet, die Einsätze unserer Truppen vorher einer Entscheidung im Deutschen Bundestag zuzuführen. Jetzt haben sich jahrzehntelange Bemühungen, das zu ändern, für die Transatlantiker gelohnt.

Alles wird anders werden. In welchem Maße?

Das haben wir schon im letzten Jahr in der Ukraine gesehen, als deutsche Soldaten dort tätig waren und seither immer wieder dort eingesetzt sind.

Die Sorge um diese Bundeswehrangehörigen bestand im Wesentlichen darin, dass sie als Ziele für „friendly fire“ oder „False-flag-Operationen“ genutzt werden könnten, um Deutschland endlich zum Losschlagen gegen die ungeliebte Russische Föderation bewegen zu können.

 

Die weiteren Teile:

Teil I:      Von der Rolle der NATO über Drohnen bis hin zu TTIP

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Teil III:   Aus einem reinen Verteidigungsbündnis sollte die weltbeste Angriffsformation werden, die der Globus seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen hatte

Teil IV:    Im derzeitigen Zustand sind die USA nicht in der Lage, mit befreundeten Staaten freundschaftlich umzugehen

Teil V:     Die Deutschen unten, die Russen raus und die Amerikaner vollends rein

Ein Kommentar zu “Der amerikanische (Alb-)Traum • Teil II: Staatliche deutsche Einrichtungen scheinen von anderen Mächten geradezu „gekapert“ worden zu sein”
  1. Mal sehen, wie lange diese CDU/CSU-Aussage noch Bestand hat:

    „Wir alle wollen den Parlamentsvorbehalt“ (14.03.2014)

    https://www.cducsu.de/themen/aussen-europa-und-verteidigung/wir-alle-wollen-den-parlamentsvorbehalt

    Gut, dass wir eine stramm an Amerika ausgerichtet Verteidigungsministerin haben.

    21.03.2015: Der Tagesspiegel: „Ursula von der Leyen stellt Parlamentsvorbehalt bei Auslandseinsätzen in Frage

    Noch muss der Bundestag bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr zustimmen. Eine Europäische Armee könnte das ändern. „Es kann sein, dass wir das deutsche Recht ändern müssen“, sagt die Verteidigungsministerin.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/bundeswehr-ursula-von-der-leyen-stellt-parlamentsvorbehalt-bei-auslandseinsaetzen-in-frage/11537352.html

    Von der Leyens Rede in USA beim Atlantic Council – mehr Anbiederung ist kaum noch möglich, dies anzusehen ist schon nahezu unerträglich, dazu diese Aussage:

    Jugendliche sollten zu einem Aufenthalt in die USA geschickt werden, dann seien diese „believer“ … !

    https://www.youtube.com/watch?v=FNKdKI-c9qA

    Zum erwähnten „US Africa Command“ in Stuttgart kann man bei Wikipedia z.B. auch sowas lesen:

    „Das Kommando soll vorrangig mit humanitären Hilfsoperationen, Katastrophenbewältigung und Krisenreaktionsoperationen betraut werden.“

    Klingt gut. Nur blöd, dass Recherchen (wie es ja auch Herr Wimmer formuliert) eine ganz andere Sprache sprechen:

    „Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung und des NDR werden vom Africom-Hauptsitz in Stuttgart aus Drohnenangriffe in Afrika befehligt.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Africa_Command

    Vom Sudan und den rd. 2 Millionen Toten spricht schon lange niemand mehr. Auch dort wurde destabilisiert, der Norden gegen den Süden aufgehetzt und das Land dann in zwei Staaten geteilt. Unabhängigkeit nennt man sowas. Teile und herrsche.

    Hauptsache man bekommt den Zugriff auf das Öl, das es dort „zufällig“ mehr als reichlich gibt. Um das zanken und zerren dort die USA und China, das in Afrika sehr aktiv ist.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/sudan-gegen-suedsudan-krieg-um-oel-in-afrika-bricht-aus-a-827574.html

    Nach der Unabhängigkeit (2011) verfügt der Südsudan über rund 80 Prozent der bekannten Ölvorkommen des Gesamtsudan:

    https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdsudan

    Aber es geht nicht um Öl! Nein, niemals, ist purer Zufall, dass auch hier wieder riesige Vorkommen existieren Es geht nur um humanitäre Hilfe.

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