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Enge Zusammenarbeit mit der Luftwaffe – Bundeswehr-Reservisten vom Niederrhein trainieren im Materiallager in Straelen

Red. Wickrath [ - Uhr]

Reservist_3Minensuche statt Disco, Spähtrupp im Wald statt Fernsehabend bei Chips und Bier – ungewöhnlich haben 86 Frauen und Männer aus dem ganzen Bundesgebiet, die meisten davon vom Niederrhein, ihr Wochenende verbracht.

Reservist_1Die freiwilligen Reservisten nutzten ein neues Angebot der Kreisgruppe Niederrhein im Reservistenverband: In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr und dem IV. Bataillon des Objektschutzregiments der Luftwaffe wurden drei herausfordernde Ausbildungstage angeboten.

Reservist_2Im Materiallager der Bundeswehr in Straelen, unmittelbar an der niederländischen Grenze bei Venlo, wurden die Reservisten als moderne Infanteristen geschult.

Das ist ganz im Sinne von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, der den im Rahmen der Streitkräfte vernachlässigten Heimatschutz wiederbeleben und dafür vor allem Reservisten gewinnen will.

Das richtige Orientieren im Gelände, Kartenkunde oder Taktik standen ebenso auf dem Programm wie das Verhalten bei möglichen Sprengfallen und das Durchkämmen eines Waldstücks, in dem verdächtige Personen vermutet wurden.

Das vielseitige Angebot umfaßte auch das Kennenlernen der neuen Handfeuerwaffen der Bundeswehr, darunter das Scharfschützengewehr G 22, die Maschinenpistole MP 7 und einen am Sturmgewehr G 36 montierbaren kleinen Granatwerfer.

Reservist_4„Wir wollen diese gemeinsame Ausbildungsreihe fortsetzen“, sagte Oberstleutnant Markus Guhl, der stellvertretende Bataillonskommandeur, der gemeinsam mit Hauptmann Thomas Erkens von der Reservistenkameradschaft Nettetal die Übung leitete. Das Depotgelände sei ein idealer Ausbildungsplatz, auch, weil die Öffentlichkeit nicht gestört werde.

Lediglich ein am Zaum entlang laufender Jogger blieb überrascht stehen, als er auf eine der Gruppen stieß, die sich gerade gemäß Übungsdrehbuch im Feuerkampf mit einer feindlichen Bande befand.

Der Sportler stellte jedoch schnell fest, daß nur Platzpatronen verschossen wurden und war für etliche Minuten ein interessierter „Manöver-Beobachter“.

Besonderen Grund zur Freude hatten Christian Belger und andere Reservisten, die  in einer Ausbildungspause von Oberstleutnant Guhl zu Stabsgefreiten befördert wurden.

Der Dank der Reservisten, darunter Hauptfeldwebel d.R. Thomas Schroers, der Vorsitzende der RK Nettetal, galt dem Leiter des Depots, Hauptmann Ralf Kremer, und seinen Mitarbeitern. Man habe ideale Bedingungen vorgefunden.

Vom Ausbildungserfolg überzeugte sich auch Oberstleutnant Nikolaus Kleffel, der für das Rheinland zuständige Stabsoffizier für Reservisten beim Düsseldorfer Landeskommando: „Das Engagement der Teilnehmer war vorbildlich. Es ist alles andere als selbstverständlich, sich als Staatsbürger so für sein Land einzusetzen.“

Das IV. Bataillon des Objektschutzregiments der Luftwaffe an dem Standorten Schortens in Niedersachsen und Kerpen umfaßt ausschließlich freiwillige Reservisten; die Kreisgruppe Niederrhein (Mönchengladbach, Krefeld, Kreis Viersen, Kreis Neuss) hat 760 Mitglieder.

Wer sich für die Arbeit im Reservistenverband interessiert oder einen Kontakt zum Objektschutzbataillon sucht: Kreisorganisationsleiter Stefan Thies in Mönchengladbach gibt unter 02161 / 585 20 gern Auskunft eMail: Moenchengladbach@Reservistenverband.de

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