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HDZ: Grüne stellen präzise Fragen zur Verträglichkeit der Arcaden für den Einzelhandel

logo-grune1Unzweifelhaft werden die „Mönchengladbach Arcaden“ Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Stadt und darüber hinaus haben. Wie stark diese prognostiziert werden, wurde in einer so genannten „Verträglichkeitsuntersuchung“ dargelegt.

Eine ähnliche Untersuchung gab es auch schon im Rahmen der ECE-Planungen.

Diese Tatsache und die aktuell vorliegenden Zahlenwerke und Schlussfolgerungen haben B90/Grüne mit ihrem Vorsitzenden Uli Laubach veranlasst, näher hinzuschauen und präzise Fragen zu stellen, zumal die „Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH in Ludwigsburg – GMA“ auch schon damals diese Untersuchung durchgeführt hatte.

Die insgesamt 20 Fragen [1]beziehen sich u.a. auf diese Themenfelder

  • Art der Datenerhebung
  • „Flächenproduktivität“
  • Umsatzverschiebungen von Rheydt in die „Arcaden“
  • „Kaufkraftkoefizient“
  • Risiken
  • Kaufkraftverlust durch die Auflösung des JHQ

Die Antworten, die auch für die umliegenden Gebiete, wie Viersen, Korschenbroich, Willich und Jüchen von Interesse sein dürften, sollen in die Beratungen der BV-Sitzungen in der kommenden Woche einfließen.

4 Kommentare (Öffnen | Schließen)

4 Kommentare Empfänger "HDZ: Grüne stellen präzise Fragen zur Verträglichkeit der Arcaden für den Einzelhandel"

#1 Kommentar von Carsten Goehlmann am 8. Juni 2011 @ 17:02

Man sollte besser die Hindenburgstrasse durch kulturelle Ansiedlungen aufwerten und den Alten Markt umgestalten, statt mit den Arcarden die Mönchengladbacher Innenstadt weiter zu verunstalten.

Diese kommende Fehlinvestition spiegelt die desaströse Stadtentwicklungspolitik der CDU wieder.

Vielleicht sollte vor 2016 die kommunale Insolvenz kommen, damit unseren Politikern ein Licht aufgeht.

#2 Kommentar von Red. Politik & Wirtschaft am 9. Juni 2011 @ 11:33

Fragen auch aus Viersen: „Unmut wegen Arcaden – die Stadt prüft, ob sie gegen das große Einkaufszentrum in Mönchengladbach vorgehen kann“.

Die Stadt Viersen hat einen eigenen Gutachter beauftragt, der das Verträglichkeitsgutachten auf Plausibilität überprüft. Kritisiert wird, dass Umsatzverteilungsverluste nicht auf das Umland berücksichtigt würden.

Link zum Artikel der WZ hier: [2]

#3 Kommentar von Ypsilon am 10. Juni 2011 @ 00:18

@ Carsten Goehlmann

Sehr richtig was Sie schreiben. Wie auch immer, es hätten sich mit absoluter Sicherheit geschmackvollere und nachhaltigere Gestaltungsmöglichkeiten ergeben und mit etwas mehr Mut, Willen, Kreativität und wirklichem städeplanerischen Können umsetzen lassen. So man dies gewollt hätte.

Hinsichtlich der desaströsen Stadtentwicklung und dem „Kaufen, kaufen, kaufen-Traum“ haben Sie allerdings die FDP vergessen, die ebenso versessen auf diesen Klotz ist. Nicht zu vergessen die FWG. Ebenso die Dollarzeichen in den Augen hat die SPD. Auch die glauben an Einkaufscenter und die Macht des Power-Shoppens, das Geld in den Kassen klingeln lassen soll.

Insgesamt haben die alle nicht wirklich verstanden was sie da anzetteln. Ein Blick in andere Städte mit ähnlichem Nonsens müsste sie alle erschauern und zurückschrecken lassen. Aber nein, Leerstände dank HDZs gibt es nur woanders. MG verwandelt der Kasten in Boomtown. Die sind querbeet regelrecht wie im Rausch und euphorisiert. Ich bau‘ mir eine Stadt …..

Bedauern kann man nur die Grünen, die sich nicht allein vor den schon fahrenden Zug stellen können, um das unvermeidliche Elend zu bremsen. Aber wenigstens sind die kritisch. Das haben sie schon bei ECE bewiesen, das sie uns erspart haben. Das wäre noch katastrophaler geworden.

#4 Kommentar von Mario Bocks am 15. Juni 2011 @ 01:14

@Ypsilon

Ich muss Sie hier leider korrigieren. Einsam vor dem Zug hat sich ganz alleine, auch wenn viele es nicht hören wollen, DIE LINKE hier in Mönchengladbach gestellt. Ob das nun in der BV-Nord, in den Ausschüssen oder im Rat der Stadt war, überall wurde u.a. auf genau das hingewiesen, was jetzt beweint wird, nämlich den Abzug von Kaufkraft in den Stadtteilkernen samt dem Innenstadtkern in Rheydt.

Das ein weiterer Konsumtempel nichts Gutes für Mönchengladbach bedeuten kann, liegt auf der Hand. Die Düsseldorf-Arcaden in Bilk und viele andere Protztempel haben es vorgemacht.

Wer einzig und allein den Konsum für die Attraktivität einer Stadt als Gradmesser benutzt, hat in meinen Augen nicht verstanden, das eine Stadt mehr bieten muss, bspw. die von Herrn Goehlmann angedachten kulturellen Möglichkeiten.

Dass die Grünen im Kommunalwahlkampf noch gegen das damalige ECE gewettert haben, um dann direkt im Anschluss nach der Wahl in der Ampel die Kröte ECE bzw. jetzt HDZ zu schlucken, kann ich nicht als Bremsen erkennen.

Es sieht eher jetzt so aus, dass man nicht mehr weiß, wie man den Bürgern das vormalige Nein jetzt erklären kann. Zugestimmt haben die Grünen einer Verkaufsfabrik mit höchstens 17.000 qm. Jetzt sieht der Entwurf allerdings schon 26.000 qm vor. Das Iduna-Hochhaus ist in diesen Berechnungen der Verkaufsfläche noch nicht enthalten. Sollten die Grünen weiter diesem Unsinn zustimmen, stimmen sie gegen ihre eigenen Beschlüsse, angetrieben von einer kleinen despotischen FDP in der Ampel.

Um in ihrem Sprachbild zu bleiben, die Grünen können sich gerne mit vor dem fahrenden Zug stellen. Wir würden uns sehr freuen. Aber ein Alleinstellungsmerkmal können sie nicht beanspruchen.