Nichtraucherschutzgesetz für NRW kommt im Mai

Red. Brauchtum [ - Uhr]

Ab dem 01.05.2013 darf in Mönchengladbacher Kneipen, Bars oder Discotheken nicht mehr geraucht werden. Dann tritt eines der deutschlandweit härtesten Rauchverbote in NRW in Kraft.

Clubbesitzer befürchten, dass es durch das neue Gesetzt verstärkt zu Beschwerden von Anwohnern kommen wird. Vor allem in Bereichen unser Stadt, wo nicht so viele Menschen unterwegs sind, etwa in der Nähe von Wohnungssiedlungen, fürchten die Gastronomen eine Flut von Anwohner-Beschwerden, die für einige Betreiber zum Aus führen könnte.

Nachdem zwei Verfassungsbeschwerden gescheitert sind und ein Volksbegehren für den Deutschen Hotel und Gaststättenverband aussichtslos erscheint, geht es jetzt um die bestmögliche Umsetzung des absoluten Rauchverbots in der Gastronomie.

Besonders verärgert sind die Wirte, die vor gar nicht langer Zeit Tausende von Euros investiert haben, um ihre Betriebe umzubauen und Raucherräume einzurichten. Aber das Gesetz sei absehbar gewesen, heißt es.

Das verschärfte Nichtraucher-Schutzgesetz macht ab dem ersten Mai auch nicht vor dem Brauchtum halt. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen, zum Beispiel von Schützenvereinen, gilt das Rauchverbot.

Teilweise befinden sich die Vereine bereits in engen Gesprächen mit dem Ordnungsamt, wie genau mit der Regelung umgegangen werden kann.

Einige Vereine befürchten unter anderem mehr Beschwerden von Nachbarn, wenn die Festzelte zum Beispiel in Wohngebieten stehen und vor dem Zelt geraucht wird.

Denkbar seien zum Beispiel abgesteckte Bereiche vor Zelten als eine Art Raucher-Vorgarten. Eigene Raucherzelte werde es nicht geben.

Der Mönchengladbacher Schützenchef Horst Thoren geht aber nicht davon aus, dass die Regelung für weniger Besucher sorgt. Wie auch in anderen Bundesländern müssten und würden sich die Gäste daran gewöhnen.

Bisher keine Kommentare

Ihr Kommentar