„Rescue 2012“ – Wochenend-Übung von Reservistenverband und Technischem Hilfswerk

Hauptredaktion [ - Uhr]

rescue14„Explosion auf Werksgelände, sieben Personen vermisst, direktes Handeln erforderlich!“ Während am Wochenende andere feierten, trafen sich die Reservisten der Region auf dem Trainingsgelände des Technischen Hilfswerks in Mönchengladbach-Holt mit dem THW-Ortsverband Grevenbroich zur Rettungsübung „Rescue 2012“.

Wie finde ich Verschüttete unter Trümmern? Wie berge ich Verletzte aus eingestürzten Gebäuden?

Der Gesamtleitende der Übung, Jürgen Diekmann vom THW Grevenbroich, und der militärische Leitende, Hauptfeldwebel d.R. Erik Heinen, forderten die freiwilligen Helfer in blauen und tarngefleckten Uniformen vielfältig.

„Was nicht geübt wird, klappt im Ernstfall nicht. Und je besser man sich kennt, umso reibungsloser funktioniert die Hilfe“, erläuterte Heinen, Katastrophenschutzbeauftragter der Reservistenverbands-Kreisgruppe Niederrhein, den Sinn von „Rescue 2012“.

rescue01Bei größeren Unglücken und Katastrophen sei schließlich auch die Bundeswehr gefordert.

Bei der Übung waren die 50 Teilnehmer in zwei Bergungsgruppen und eine Beleuchtungsgruppe eingeteilt.

rescue04Eine besondere Herausforderung war das Bergen zweier Verletztendarsteller aus dem düsteren Kanalsystem auf dem Übungsgelände. Zum Glück nur eine Übung, gleichwohl eine besondere Herausforderung.

Trainiert wurden auch das Retten eingeklemmter Menschen mittels Hebekissen und die Koordination der Helfer nach schweren Unglücksfällen.

Das ehrenamtliche Engagement der Reservesoldaten ist ganz im Sinne von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, der im Rahmen der Bundeswehr-Neuausrichtung den vernachlässigten Heimatschutz wiederbeleben und dafür vor allem Reservisten gewinnen will.

In Nordrhein-Westfalen soll dafür unter dem Dach des Landeskommandos eine spezielle „Regionale Sicherungs- und Unterstützungseinheit“ aufgestellt werden, die ausschließlich aus Freiwilligen besteht.

rescue07bIm Alarmfall soll sie die zivilen Hilfsorganisationen bei großen Katastrophen vom Hochwasser bis zum Waldbrand unterstützen.

„Grundsätzlich sind fast alle Lehrgänge der Bundeswehr auch für Reservisten geöffnet, wenn diese auch im Interesse der Bundeswehr sind“, erläuterte Hauptfeldwebel Volker Osterburg, beim Landeskommando zuständig für die freiwillige Reservistenarbeit, der „Rescue 2012“ aufmerksam begleitete.

„Im Rahmen der Katastrophenschutzaufgaben können Interessierte zum Beispiel Selbstschutzlehrgänge machen, wenn der Bedarf da ist. Dabei geht es um die Vermittlung von Kenntnissen in Retten und Bergen bis zum Brandschutz.“

Fotos: Helmut Michelis

Die Kreisgruppe Niederrhein hat zurzeit 760 Mitglieder.

Wer sich für die Arbeit im Reservistenverband interessiert: Kreisorganisationsleiter Stefan Thies gibt unter 02161 / 585 20 gerne Auskunft (eMail: Moenchengladbach@Reservistenverband.de).

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