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Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ intensiviert Gegenwehr gegen Standorte von Windkraftanlagen in Hardt und Buchholz

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

Zweieinhalbmal so hoch, wie das höchste Mönchengladbacher Gebäude, das Rheydter Elisabeth-Krankenhaus, sollen sie jeweils werden, die vier Windkraftanlagen, die die NEW in der Nähe des Buchholzer und des Hardter Waldes plant.

Dazu werden in Kürze OB Norbert Bude (SPD) und die Ratsmitglieder Post bekommen, in der sich eine Vielzahl von Bürgern nicht nur aus Hardt und Buchholz gegen die von der NEW geplanten 4 Windkraftanlagen „in lärmunvorbelasteten Landschaftsschutz- und Naherholungsgebieten um den Buchholzer und Hardter Wald“ aussprechen.

Sie werden auch betonen, dass die 500-Meter-Abstände dieser Anlagen massiv in die Lebensqualität der hier lebenden Menschen eingreifen. Davor haben sie Angst.

„Wir sind keine Windkraftgegner, betont einer der Sprecher der Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“, Günter Heymanns, gegenüber unserer Zeitung.

Man sei für „Windkraft mit Augenmaß“ und lehne ab, dass bei diesem Zukunftsthema der Gewinn im Vordergrund steht. Es dürfe hier nicht um Profit gehen, sondern um Rücksichtnahme auf die Gesundheit und den Lebensraum der Bürger.

Die BI kritisiert, dass die NEW weder in ihrer Bürgerinformationsveranstaltung noch in ihrem Internetforum deutlich gemacht habe, mit welchen negativen Auswirkungen die Bürger zu rechnen haben.

“Das sind mindestens 1.000 Meter zu wenig,“ erklärt Heymanns, wirft der NEW mangelnde Sensibilität vor und verweist darauf, dass Windkraftanlagen durch Lärm, Schattenwurf und Infraschall die Gesundheit gefährden würden.

Folgen davon seien permanenter Stress für den Körper, der zu gesundheitlichen Problemen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Ohrgeräuschen, Migräne usw. führen könnte.

Das könne für jeden gelten, wobei Kinder, Schwangere und ältere Bürger besonders stark betroffen seien. Ärzte hätten schon vom „Wind-Turbinen-Syndrom“ gesprochen.

In einer Publikation und auf ihrer Internetseite http://www.windkraft-mg.de/ erläutert die Bürgerinitiative, dass die Lautstärke an der Nabe des Windrads 120 dB beträgt, und tagsüber sei bis zu einer Entfernung von 2.000 Metern durch permanente Bewegung der Rotorflügel mit Schattenwurf zu rechnen.

Starke Gesundheitsbeeinträchtigungen seien auch durch „Infraschall“ zu erwarten, wie ausländische Studien belegen würden. Danach sind Bürger in der Nähe von Windkraftanlagen dem Infraschall permanent ausgesetzt.

Es könne nicht Ziel einer vernünftigen Stadtentwicklung sein, so die BI, die letzten für die Bevölkerung verbleibenden Ruhezonen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu „füllen“.

Im Jahr 2003/2004 hatte der Mönchengladbacher Rat per Ratsbeschluss zwei so genannte Vorrangzonen für die Errichtung von Windkraftanlagen ausgewiesen.

Ziel war seinerzeit, die übrige Landschaft von Windkraftanlagen frei zu halten. Die neu geplanten Flächen widersprechen diesem Ziel.

Daran erinnert Heymanns Politik, Verwaltung und NEW.

Das Versorgungsgebiet der NEW sei weitreichend genug, um Flächen zu finden, wo genügend großer Abstand zu Anwohnern besteht und keine kostbaren Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiete aufgegeben werden müssten.

Heymanns tritt auch der Erklärung der NEW entgegen, die in ihrem Forum publiziert, es gebe für sie eine Verpflichtung, Windräder in ihrem Versorgungsgebiet aufzustellen.

Dass es eine solche Verpflichtung nicht gebe, habe ihm auch die Bundesnetzagentur bestätigt, erklärt Heymanns.

Unter dem Motto „Bürgerinitiative Windkraft mit Abstand! Windkraft Ja, wenn der Abstand stimmt!“, hat die Initiative eine Petition aufgelegt, die hier unterstützt werden kann.

Noch liegen der Verwaltung keine Anträge für den Bau der vier Windkraftanlagen vor. Wann diese gestellt werden, steht noch nicht fest.

Dem Vernehmen nach soll die NEW auf der Suche nach weiteren, zusätzlichen Fläche sein.

Wie dem auch sei. In jedem Fall wird der Stadtrat seine Entscheidung zu „Vorrangflächen“ zurück nehmen müssen, oder zusätzlich weitere Vorrangflächen ausweisen.

Dies dürfte bei der derzeitigen politischen Konstellation nicht ohne „Schlagschatten“, „Infraschall“ oder gar „Lautstärke“ abgehen. Zumal Genehmigungsverfahren dieser Art bis in den Kommunalwahlkampf 2014 reichen könnten.

11 Kommentare zu “Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ intensiviert Gegenwehr gegen Standorte von Windkraftanlagen in Hardt und Buchholz”
  1. @Neueenergie

    Ihre Darstellung ist richtig und steht für Ihre Ziele.

    Der Grund für meinen Kommentar waren Aussagen von @Prima Klima, wie z.B. diese:

    „Sie erzeugen dadurch im Verhältnis deutlich mehr CO2 und verschleißen schneller. Deshalb tragen Windräder auch nur ganz minimal zur CO2 Reduzierung bei.

    Alle anderen Aussagen sind unredlich, weil sie entweder fahrlässig oder bewusst falsch rechnen.

    Dänemark ist mit der Umstellung seiner Energieerzeugung auf Windenergie schon weiter als Deutschland. Heute haben diese beiden Länder die höchsten Stromkosten weltweit.“

    Das mag jeder beurteilen wie er will. Ich habe mit meinem Kommentar darauf reagiert und u.a. auch geschrieben:

    „Es ist in Ordnung und nachvollziehbar, wenn man sich gegen Windenergieanlangen wehrt, die man nicht im näheren Wohnumfeld will. Das ist Ihr gutes Recht.

    Aber bitte nicht alles in einen Topf werfen und nun einfach verkünden, dass die Erneuerbaren die Schuld an den hohen Energiekosten tragen. Das ist viel zu simpel und vor allem nicht wahr. Auch wenn es besser zu Ihrem Wunsch passt, dass keine Windenergieanlagen in Ihrer Nachbarschaft stehen sollen.“

    Die Kommentare von @Prima Klima beinhalten meiner Meinung nach mehr oder weniger indirekt zum Ausdruck gebrachte Kritik (z.B. zu verschiedenen Aspekten der Erneuerbaren, CO2-Bilanzen) und ging dann auch in immer wieder gerne genommene „übliche“ Klischees über:

    „Der Letzte macht das Licht aus“.

    Ist das gängige Totschlagargument der Ökofaschisten und eine Beleidigung von Innovationskraft und Erfindungsreichtum des menschlichen Geistes.“

    Darauf bin ich eingegangen.

    Nochmal: Dass die Initiative sich gegen zu geringe Abstandsflächen wehrt ist mehr als legitim und verständlich.

    Die Argumente (wie von Ihnen geschrieben) dazu müssen passen, sonst wird schnell ein falscher Eindruck erweckt. Sie haben das richtig erkannt und gerade gerückt.

    Wie schon bei meinem letzten Kommentar füge ich nochmals an, was ich Ihnen wünsche:

    Viel Erfolg und Glückauf!

  2. BI Windkraft mit Abstand!

    Betrifft Kommentare @ Der vom Morken

    Das Thema des Artikel sowie die Argumente der Bürgerinitiative sind, wie von Prima Klima mit dem Artikel von @ Prima Klima erwähnt, einfach keine Windkraft in bislang durch Lärm unvorbelastete Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiete, mit zu geringem Abstand zur Wohnbebauung.

    Die Diskussion geht doch nicht um Atomkraft, anstatt erneuerbare Energie. Der Atomkraftausstieg ist politisch beschlossen und somit auch Fakt.

    Die Bürgerinitiative Windkraft mit Astand, steht für Windkraft u.a. Erneuerbare Energie, mangels aktueller Alternativen.

    Als Bürgerinitiative Windkraft mit Abstand, ist unser Ziel eine Balance zwischen Mensch, Tier, Natur und erneuerbarere Energie herbei zuführen um gesundheitliche Beeinträchtigung zu vermeiden.

    Daher fordern wir, wie in anderen europäischen Ländern auch bereits praktiziert einen Mindestabstand von 1500 Metern.

    Auch bei diesem Abstand gibt es noch sowohl in Mönchengladbach, wie auch im restlichen Bundesgebiet ausreichend Flächen um genügend erneuerbare Energie zu erzeugen.

    Es werden immer mehr Flächen durch natürlich notwendige Industrieansiedlungen und Straßenbau versiegelt, in denen selbstverständlich auch Lärm produziert wird.

    Dafür muss man jedoch nicht auch nocht für die Bürger notwendige Ruhezonen zerstören, indem man bislang lärmunvorbelastete Landschaftsschutz – und Naherholungsgebiete mit Windindustrieanlagen belastet.

    Die Bürgerinitiative steht hinter dem Zitat von Reinhold Messner:

    Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will.

    Wir wünschen all‘ unseren Unterstützern und den Lesern der Bürgerzeitung ein gesundes und friedvolles neues Jahr 2013!

    www. windkraft-mg. de

  3. @ Der vom Morken

    Bei allem Respekt: jetzt verlassen Sie endgültig das an sich einfache Ursprungsthema, nämlich, dass wir lediglich „Windkraft mit Abstand“ wollen, also keine Windradriesen im Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet und nur 500 m entfernt von den nächsten Wohnhäusern.

    Ich werde deshalb hier nicht weiter antworten.

    Sie können z.B. zu Ihrem Anliegen in der BZ einen eigenständigen Artikel veröffentlichen, dessen Kommentarmöglichkeit dann die Plattform für weitere Diskussionen bietet.

  4. @Prima Klima

    Grundsätzliche Frage: Woher soll Energie künftig kommen, wenn die fossilen nun einmal unaufhaltsam zu Ende gehen? Sie sind definitiv endlich.

    Sie meinen:

    „Atomkraft
    Darüber sage ich bewusst nichts, weil ich, obwohl Elektroingenieur, von dieser Materie nicht genug verstehe, um belastbar argumentieren zu können. Das Thema wird auch unter ausgewiesenen Fachleuten uneinheitlich diskutiert.“

    Muss man ein ausgewiesener Fachmann (z.B. Atomphysiker) sein, um zu verstehen, dass Atomkraft nicht wirklich gesund und mit enormen Risiken, Problemen und Kosten behaftet ist? Wenn nur die Hälfte der Informationen stimmt, reichen diese schon, um dagegen zu sein. Zumindest für mich ist es keine Alternative oder gar Lösung.

    Eine Technologie, die noch nicht einmal die Entsorgungsfrage lösen kann und selbst dadurch neue Probleme schafft, kann es nun wirklich nicht sein.

    Warum wohl findet sich keine Versicherung der Welt ein AKW zu versichern?

    Ein nicht unkritischer Bericht aus dem Spiegel (weil die Studie vom Bundesverband Erneuerbare Energie in Auftrag gegeben wurde):

    „Um die Antwort vorwegzunehmen: Atomkraftwerke sind nicht versicherbar“, sagt Rosenbaum. Die Kosten seien so astronomisch, dass kein Versicherer sie je übernehmen würde.

    Das aber stellt die Gesellschaft vor ein Problem: Weil die Kosten für ein einzelnes Energieunternehmen viel zu hoch wären, muss im Falle eines Falles der Steuerzahler einspringen. So wie beim japanischen Kraftwerk Fukushima.“

    „Insgesamt kommen die Versicherungsprofis auf einen zu erwartenden Maximalschaden von rund 6000 Milliarden Euro. Um einen Super-GAU zu versichern, müsste dieser Betrag zunächst einmal vorhanden sein. Das Geld müsste also erst angesammelt werden, beispielsweise über Umlagen auf den Strompreis.

    AKW-Betreiber halten nur drei Milliarden Euro Rückstellungen bereit.“

    „Das Argument, dass die Kosten einer Atomkatastrophe für eine Gesellschaft nicht tragbar sind, ist aber trotzdem richtig. Denn es wäre für Versicherer bereits unrentabel, auch nur ein Bruchteil der maximalen Schadenssumme zu versichern.

    Deutschlands Energiekonzerne selbst aber haben nur Rückstellungen in Höhe von rund drei Milliarden Euro gebildet – was im Ernstfall nie reichen würde.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/risiko-atomkraft-forscher-errechnen-horrende-haftpflicht-kosten-fuer-akw-a-761826.html

    Wer es nicht wahrhaben will braucht sich nur über Hiroshima, Nagasaki, Majak, Harrisburg, Tschernobyl und seine entsetzlichen Folgen und ganz aktuell Fukushima zu informieren.

    Strahleninduzierte Krebserkrankungen, Erbschäden (u.a. massivste Missbildungen), Missbildungen durch vorgeburtliche Bestrahlung, Strahlenschäden, sind etwas, das auch durchaus für Nicht-Fachleute nachvollziehbar, weil sogar sichtbar ist.

    Wer will findet dazu genügend Informationen.

    Ausgewiesene Fachleute allein zu diesem Thema finden Sie bei IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.):

    http://www.ippnw.de/

    Mag sein, dass auch diese sich irren.

    Auch wenn ich dann als Ökofaschist angesehen werde – Atomkraft – diese Art der Energiegewinnung kann es nicht sein.

    Welche Form der Energiegewinnung würden oder könnten Sie akzeptieren und unter welchen Bedingungen?

    Dass eine Lösung gefunden werden muss ist nicht wegzudiskutieren. Was die fossilen Ressourcen anbelangt, bleibe ich bei meiner Aussage, dass wir nicht darauf warten können, bis der letzte im wahrsten Sinn des Wortes das Licht ausmacht bzw. dieses einfach nicht mehr anzuknipsen sein wird, weil schlicht nichts mehr da ist.

    Nur weil ich das evtl. nicht mehr erleben werde, bedeutet das noch lange nicht, dass ich nur das Hier und Jetzt im Blick habe.

    Insofern ist Ihre Aussage:

    „Der Letzte macht das Licht aus
    Ist das gängige Totschlagargument der Ökofaschisten und eine Beleidigung von Innovationskraft und Erfindungsreichtum des menschlichen Geistes.“

    nichts Neues, sondern das übliche Argument, das in solchen Fällen immer wieder kommt. Es ist selbstverständlich Ihr gutes Recht so zu denken und sich zu äußern.

    Ich setze dagegen, dass Innovationskraft und Erfindungsreichtum des menschlichen Geistes in der Tat viel zu erreichen/erschaffen vermag – ob es immer zum Wohle aller ist, das sei (wie bei der Atomenergie und vielen anderen Fehlentwicklungen) einmal dahin gestellt.

    Es kommt immer darauf an, wo auf diesem Planeten man das Glück oder Unglück hat leben zu dürfen oder zu müssen.

    In der Tat könnte dieser Planet ein Paradies sein:

    … and then came man:

    http://www.liveleak.com/view?i=0f0_1356636529

    Zurück zur Energiegewinnung: Wie sieht Ihr Vorschlag also aus?

    Und ich wiederhole meine Feststellung: Es ist in Ordnung und nachvollziehbar, wenn man sich gegen Windenergieanlangen wehrt, die man nicht im näheren Wohnumfeld will. Das ist Ihr gutes Recht.

    Wie immer in solchen Situationen (auch bei anderen Betroffenheiten und Betroffenen) wird man mit Problemen/Themen konfrontiert, die vorher eher abstrakt und nicht so nah im eigenen Umfeld waren.

    Kennen Sie dies?:

    http://www.youtube.com/watch?v=cVijbIB-crM

    http://www.energyautonomy.org/

    Viel Erfolg und Glückauf!

  5. @ Der vom Morken

    Zunächst einmal vielen Dank dafür, dass Sie Ihre gegensätzliche Auffassung hier so intensiv vorgetragen haben. Allerdings gehen Ihre Punkte überwiegend am Inhalt meines Kommentars vorbei, in dem ich mich bewusst auf die aktuelle Situation beschränkt habe. Das erleichtert aber die Auseinandersetzung mit Ihrem Beitrag. Im einzelnen:

    Atomkraft
    Darüber sage ich bewusst nichts, weil ich, obwohl Elektroingenieur, von dieser Materie nicht genug verstehe, um belastbar argumentieren zu können. Das Thema wird auch unter ausgewiesenen Fachleuten uneinheitlich diskutiert.

    Netzstabilisierung durch zusätzliche konventionelle, d.h. CO2 erzeugende Kraftwerke
    Unverzichtbar, bedarf keiner weiteren Begründung.

    Höhe der EEG-Umlage
    Hierzu Zahlen aus der IW Pressemitteilung 17.12.2012: Ohne jegliche Befreiung von der EEG Umlage hätte es folgende Änderungen gegeben (in ct/KWh): in 2010 1,8 statt 2,1; in 2012 3,0 statt 3,6; in 2013 4,2 statt 5,3. Hier „spielt die Musik“ also nicht. Andere Darstellungen bedienen wohl mehr das Underdog-Neidgefühl („Golfplätze“). Ich spiele nicht Golf.

    Erneuerbare als Wirtschaftsfaktor
    Jede technische Neuerung, die ohne dauerhafte Subventionen zusätzliche und im internationalen Maßstab konkurrenzfähige Arbeitsplätze schafft, ist gut für unsere Volkswirtschaft.

    Alternativen zu den jetzigen Energieträgern
    Müssen ebenfalls die Auswirkungen auf die Menschen berücksichtigen, denen sie dienen sollen. Wenn wir diesen Gesichtspunkt hinten an stellen, fallen wir zurück in die Frühzeit der Industrialisierung.

    CO2 Bilanz der Stromerzeugung aus Windkraft
    Höchst kompliziertes Thema, das aber nach meiner Überzeugung (und nur die kann ich aufbieten) gegenwärtig „schön gerechnet“ wird. Ein paar engagierte Niederländer haben sich mit Einzelaspekten beschäftigt: http://tinyurl.com/bqm2wyb zur Abschätzung der tatsächlichen CO2 Ersparnis; http://tinyurl.com/5u7cmq5 zum tatsächlichen Einfluss der Energie aus Windkraft auf die Brennstoffeinsparung in den weiterhin benötigten thermischen Kraftwerken.

    Der Letzte macht das Licht aus
    Ist das gängige Totschlagargument der Ökofaschisten und eine Beleidigung von Innovationskraft und Erfindungsreichtum des menschlichen Geistes.

  6. @Prima Klima

    Da vermischen Sie jetzt aber einiges.

    Was ist mit den wirklichen Kosten für Atomkraft, Endlager und Ewigkeitsschäden? Oder dem Braunkohletagebau plus Vernichtung von Grundwasser, bestem Ackerland, ganzen Orten, Boden- und Kulturdenkmälern und Berg- und Ewigkeitsschäden durch diesen?

    Da kommen noch Unsummen in mehrfacher Milliardenhöhe auf uns und zig Generationen zu.

    AKWs und Braunkohle werden seit Jahrzehnten in Milliardenhöhe mehr oder weniger offen subventioniert. Wer bezahlte und bezahlt das alles? Etwa die Energieversorger oder die Bürger?

    Im Fall der AKWs möchte ich über die Halbwertzeit von z.B. Jod-129 (radioaktives Gift) von 17.000.000 Jahren gar nicht nachdenken. Was kommt da noch auf nachfolgende Generationen zu?

    Was ist allein mit der EEG-Umlage von der Unternehmen, dank elastischer Gesetzgebung, pro Jahr in dreistelliger Millionenhöhe befreit werden und diese Kosten dann von den normalen Verbrauchern über den Strompreis mit bezahlt werden müssen?

    Hier:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/energiewende-regierung-befreit-1550-firmen-von-kosten-a-874321.html

    und:

    http://www.mdr.de/fakt/unternehmen-lassen-sich-von-eeg-umlage-befreien100.html
    http://www.wdr.de/tv/monitor/presse/2011/111027.php5

    oder auch hier nachzulesen:

    http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-28726/politik-beim-strompreis-ist-der-privatkunde-der-dumme-was-den-verbrauchern-noch-droht_aid_886054.html

    Davon müssten Sie zumindest schon einmal gehört haben. Ohne diese wären unser aller Energierechnungen erheblich niedriger.

    Es ist in Ordnung und nachvollziehbar, wenn man sich gegen Windenergieanlangen wehrt, die man nicht im näheren Wohnumfeld will. Das ist Ihr gutes Recht.

    Aber bitte nicht alles in einen Topf werfen und nun einfach verkünden, dass die Erneuerbaren die Schuld an den hohen Energiekosten tragen. Das ist viel zu simpel und vor allem nicht wahr. Auch wenn es besser zu Ihrem Wunsch passt, dass keine Windenergieanlagen in Ihrer Nachbarschaft stehen sollen.

    Für diesen ganzen Schlamassel dürfen wir uns bei den Energieversorgern und der Politik (dem überwiegenden Teil davon) bedanken, die jahrzehntelang keine Gedanken an erneuerbare Energien verschwenden wollten, sondern auf Atomenergie und Kohle setzten, und es am liebsten immer noch täten.

    Die Kassen klingel(te)n dabei doch so wunderbar.

    Für die Schäden und Folgen von AKWs und Braunkohletagebau zahlen schließlich die Bürger, die dann auch noch für dumm verkauft und gegen die Erneuerbaren aufgebracht werden.

    Die Big Four haben die Energiewende schlicht verschlafen, auf Dinosauriertechnologie gesetzt und laufen jetzt hinterher. Jetzt wird Greenwashing betrieben und der Verbraucher verkohlt und belogen was das Zeug hält.

    Was offensichtlich funktioniert.

    In vielerlei Hinsicht könnten wir schon weiter sein, wären neue Technologien nicht ausgebremst worden, damit RWE, Vattenfall & Co. ihre alten Braunkohle-Dreckschleudern und AKWs weiter betreiben konnten und es trotz Fukushima (weil bei uns selbst die miesesten AKWs angeblich sicher sind) auch weiterhin gerne täten.

    Das war nur dank Unterstützung der Politik möglich, genauso wie Herr Rösler mal eben die Solarbranche eingestampft hat. Da spielt dann auch der Verlust tausender Arbeitsplätze bei der FDP keine Rolle mehr. Warum wohl?

    In 2010 waren in Deutschland 367.400 im Bereich der Erneuerbaren Energien beschäftigt:

    http://www.helmholtz.de/hermann/archiv/2011/mai_2011/artikel/19/fast_370000_arbeitsplaetze_in_erneuerbaren_energien/

    2011 schon 382.000. Leider funktioniert die Seite des BMU wegen Wartungsarbeiten gerade nicht, sonst hätte ich dazu den Link angegeben.

    Gerade in Bezug auf die Erneuerbaren wird gelogen und getrickst was das Zeug hält und Lobbyagenturen sorgen für die „richtige“ Stimmung. Es funktioniert offensichtlich prächtig!

    Außerdem: Ob es uns gefällt oder nicht, die fossilen Ressourcen sind endlich, ob Gas (soll noch für 250 Jahre reichen, ob auch inklusive des Energiehungers von China, Indien und anderen, weiß ich allerdings nicht), Öl (Peak-Oil, globales Ölfördermaximum, wird zwischen 2007 und 2037 erreicht), Uran (falls irgend jemand immer noch meinen sollte, dass AKWs eine saubere Sache sind) oder auch die heimische Braunkohle. Die Bezahlbarkeit ist ein weiteres Problem.

    Es müssen also Alternativen her. Oder wollen wir bis zur letzten Sekunde warten und dann sollen die nach uns Kommenden mal sehen, wie sie zurecht kommen?

    Der letzte macht dann im wahrsten Sinn des Wortes das Licht aus? Nach uns die Sintflut? Was ist das für eine Haltung?

    CO2-Bilanz. Grundsätzlich steht wohl außer Frage und ist von Bedeutung, dass die Erneuerbaren Energien eine bessere Bilanz aufweisen als die fossilen. Denn bei letzteren müssen schließlich nicht nur die Kraftwerksbauten, vor allem deren Betrieb, der definitiv am meisten CO2 verursacht und Rückbau, sondern auch die bereits erwähnten Berg-und Ewigkeitsschäden berücksichtigt werden.

    Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat dazu 2007 einen Info-Brief verfasst:

    Auszug:

    „Netto-Energiebilanz

    Eine andere Möglichkeit, die energetischen Verluste im Vorfeld der Verbrennung bzw. der Stromerzeugung zu quantifizieren, ist das Aufstellen einer Netto-Energiebilanz. Dabei werden von der beim Betrieb eines Kraftwerks gewonnenen Energie diejenigen Energiemengen abgezogen, die für Kraftwerksbau, Rohstoffgewinnung etc. „investiert“ werden mussten.

    Netto-Energiebilanzen können vor allem dann hilfreiche Größen sein, wenn es darum geht, Thesen zu überprüfen. Beispielsweise wurde vielfach behauptet, Solarzellen ver¬brauchten für ihre Herstellung mehr Energie, als sie im Betrieb wieder einspielen könn¬ten. Von anderer Seite wurde argumentiert, die Herstellung von Uran-Brennstäben koste ähnlich viel Energie, wie später durch Kernspaltung wieder freigesetzt würde. Vorab sei bemerkt, dass beide Thesen nicht zutreffen. Netto-Energiebilanzen sind ein wichtiges Instrument, um solche Aussagen im Detail zu überprüfen.

    Energie-Rücklaufzeit

    Sowohl CO2-Bilanzen als auch Netto-Energiebilanzen sind in einer Hinsicht problematisch:

    Sie sind nur dann zuverlässig und objektiv, wenn die freigesetzte CO2-Menge bzw. die verbrauchte Energiemenge im Wesentlichen proportional zur eingesetzten Brennstoffmenge ist. Dies ist der Fall z.B. für Kohle- oder Gaskraftwerke. Zwar wird auch bei diesen z.B. für den Bau des Kraftwerks einmalig zusätzliche Energie benötigt bzw. CO2 freigesetzt, die in absoluten Mengen durchaus erheblich sein können. Im Ver¬gleich zu den Emissionen im späteren Betrieb des Kraftwerks sind diese Einmal-Effekte jedoch sekundär.

    Anders liegen die Verhältnisse teilweise schon bei der Kernkraft, vor allem jedoch bei Windenergie, Wasserkraft und Sonnenenergie. Hier werden die gesamten CO2-Emissionen zum überwiegenden Teil durch die Einmal-Aufwendungen beim Bau des Kraftwerks (bzw. der Herstellung der Solarzellen) bestimmt. Will man diese Emissio¬nen dann auf die erzeugte Strommenge umlegen, um die CO2-Bilanz (Wert in Gramm CO2 pro kWh) zu bestimmen, so kommt es dafür entscheidend auf die Lebensdauer des Kraftwerks an: Je länger das Kraftwerk läuft, desto niedriger wird der CO2-Wert liegen, da sich die einmaligen Emissionen auf eine größere Strommenge verteilen. Der CO2-Wert lässt sich also nur durch Zugrundelegen einer bestimmten Lebensdauer präzise beziffern. Diese Lebensdauer wird aber umgekehrt von vielen nur schwer prognostizierbaren Effekten (technischen Defekten, Witterungseinflüssen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen) abhängen.

    Daher sind sowohl CO2-Bilanzen als auch Netto-Energiebilanzen für diese Energieträger nur begrenzt sinnvoll.“

    Komplett hier nachzulesen:

    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=co2%20bilanz%20erneuerbare%20energien%20gegen%C3%BCber%20fossilen&source=web&cd=1&sqi=2&ved=0CD8QFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.bundestag.de%2Fdokumente%2Fanalysen%2F2007%2FCO2-Bilanzen_verschiedener_Energietraeger_im_Vergleich.pdf&ei=0ZfcUKimKuLj4QSo84G4Ag&usg=AFQjCNHYsH6BG6ZkQ5iByn9XrcAlocpoWQ

    Dass sich bei der Windenergie etwas tut können Sie hier erfahren. Der Timbertower ist die erste Windenergieanlage aus Holz:

    http://timbertower.de/

  7. Die Stadt ist an der NEW und damit auch an deren Gewinn beteiligt. Da ist die Genehmigung der geplanten Windräder natürlich verlockend.

    Die Stadt ist aber in erster Linie verantwortlich für das Wohl und damit für die Gesundheit und die Lebensqualität ihrer Bürger.

    Sie darf deshalb die Aufstellung dieser Riesen mitten im Landschaftsschutzgebiet und nur 500 m entfernt von den nächsten Häusern nicht genehmigen. Sonst wird ein von Profitstreben gesteuerter Umweltschutz zum Technikterror.

    Landschaftsschutzgebiete und Naherholungsgebiete dienen dem Schutz der Natur und der Erholung der Menschen. Windräder haben dort nichts verloren, obwohl der aktuelle NRW Windenergieerlass unseres grünen UMWELTministers dieses ausdrücklich zulässt.

    Windräder müssen in ohnehin belasteten Gebieten aufgestellt werden, z.B. am Tagebaurand, auf Abraumhalden, entlang von Autobahnen.

    Windräder halten bei weitem nicht so lange wie ein konventionelles Kraftwerk und müssen deshalb eher erneuert werden. Zum Ausgleich einer plötzlichen Flaute müssen herkömmliche Kraftwerke weiterhin mit reduzierter Leistung am Netz bleiben und nach Bedarf nachgeregelt werden.

    Sie erzeugen dadurch im Verhältnis deutlich mehr CO2 und verschleißen schneller. Deshalb tragen Windräder auch nur ganz minimal zur CO2 Reduzierung bei.

    Alle anderen Aussagen sind unredlich, weil sie entweder fahrlässig oder bewusst falsch rechnen.

    Dänemark ist mit der Umstellung seiner Energieerzeugung auf Windenergie schon weiter als Deutschland. Heute haben diese beiden Länder die höchsten Stromkosten weltweit.

  8. GUten Abend,

    gut das es die Bürgerzeitung gibt, die Abseits von Foren die Mönchengladbacher Bürger über das Geschehen in unserer Stadt informiert.

    Auch ich lese das Forum der NEW regelmäßig.

    Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen. Die NEW reagiert im Forum gar nicht mehr.

    Das Forum sollte laut NEW der Transparenz dienen. Das ich nicht lache.

    Das Forum wird von der NEW benutzt die Mitglieder und Bürger mit Unwahrheiten zu versorgen.

    Trotz berechtigter Fragen in diesem Forum weicht die NEW immer aus und spielt gesundheitliche Bedenken der Bürger herunter.

    Liebe Leserinnen und Leser, bitte unterstützen sie uns. Damit die Willkür der NEW ein Ende hat.

    Wer weiss wo die nächsten Windräder geplant sind?! Vielleicht morgen vor ihrer Haustür.

    Lassen sie uns ein Zeichen setzen. Stellen wir die politischen Vertreter unter Druck.

    Damit sie Farbe bekennen und endlich Stellung beziehen.

    MfG

    Der Mennrather

  9. Guten Abend,

    mittlerweile gibt es zu Thema Windkraft am Buchholzer- und Hardter Wald bereits 10.661 Zugriffe auf das Forum der NEW.

    Diese 10.661 Zugriffe stehen für wütende Bürger, die sich informieren wollen, obwohl die NEW seit Wochen nichts mehr zu sagen hat. Wann wird der NEW klar, dass die Bürger dieses Vorhaben nicht akzeptieren?

    Wann wird den Politikern klar, dass die Parteien, die das befürworten oder dulden nicht wählbar sind?

    Wann wird der Volksbank klar, dass „gemeinsame Sache mit der NEW“ die Bürger zu anderen Banken treiben wird?

  10. Ich lese hin und wieder das NEW Forum http://www.windkraft-in-mg.de

    dort fällt mir auf, dass die NEW anfangs noch auf Fragen geantwortet haben, meist zwar am Thema vorbei, dann kamen nur Standard Floskeln, nun scheint denen die Luft ausgegangen zu sein, denn es kommt nichts mehr.

    Es ist ja generell von der NEW eine Unverschämtheit in den wenigen Grüngürteln der Stadt, mit einem kurzem Abstand zu den Häusern und deren Bewohnern 150m hohe Windräder aufzustellen.

    Entgegen des Bürgerwillen, nach Gutsherrenmanier. So wie die NEW es in Wanlo, mit der „Biogasanlage“ auch versucht haben. Aber hier haben die sich mindestens ein blaues Auge geholt.

    Irgendwann müssen die doch begreifen, dass sie nicht die Stadt regieren und schalten und walten können wie sie wollen! Warum schiebt die Politik dem kein Riegel vor, sollte hier Klientelpolitik anstatt Gemeinwohl gefördert werden?

    Bisher scheint die Politik zu der Frage in Deckung gegangen zu sein. Das muss man sich von der NEW nicht bieten lassen, wechselt doch einfach den Stromanbieter, wenn die Kunden weg wehen, brauchen die keine Windräder mehr.

  11. Hier mal ein Link zum Kommentar von Betroffenen, falls man meint es sei ja alles nicht so schlimm.
    Tag und Nacht ein Summen und Brummen

    http://gegenwind-mudau.de/resources/Anwohnerbericht_Tag_und_Nacht_ein_Brummen_und_Summen.pdf

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