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„Arbeitslosigkeit und Folgen für die Betroffenen“ • Diskussionsrunde im ALZ am kommenden Donnerstag, 14. September, anlässlich der Bundestagswahl

Hauptredaktion [ - Uhr]

„Ständige Arbeitslosigkeit macht krank.“ Das klingt nach Binsenweisheit, doch Fachleute in Erwerbslosen-Beratungsstellen können davon ein Lied singen.

„Eine, die sich gar nicht cool anhört“, wie Karl Sasserath, Leiter des Gladbacher Arbeitslosenzentrums (ALZ), der täglich mit solchen Menschen zu tun hat, zu berichten weiß.

„Was wollen Sie für die tun, an denen der vermeintlich „gute“ Arbeitsmarkt in Gänze vorbeigeht?“ ist daher eine der Fragen an Vertreter bei der Bundestagswahl antretenden Parteien.

Die eintrittfreie Veranstaltung findet statt:

am 14. September
um 19:00 Uhr
im Mönchengladbacher Arbeitslosenzentrum (ALZ)
Lüpertzender Straße 69

An der Diskussion wollen sich beteiligen:

SPD-Bundestagskandidatin Gülistan Yüksel (SPD, MG) und Markus Kurth (Bündnis-Grüne, Dortmund; für die Gladbacher Grünen), Stefan Dahlmanns (FDP) und Sebastian Merkens (DIE LINKE).

Für den – wie er mitteilen ließ – an diesem Abend verhinderten CDU-Kandidaten Dr. Günter Krings kommt Bernhard Stein, der „integrationspolitische Sprecher“ der Gladbacher CDU-Stadtratsfraktion.

Rund zweieinhalb Millionen Arbeitslose leben laut offizieller Statistik in Deutschland (in Gladbach sind es rund 11.500).

Hinzu kommen bundesweit weitere eine Million Menschen, die zwar faktisch ohne Arbeit sind, aber aus verschiedenen Gründen nicht in der Zählung der offiziellen Statistiken auftauchen, etwa weil sie aktuell krank sind oder in einer Fortbildung stecken.

In Summe also 3,5 Millionen Menschen, die offiziell eine Arbeit oder Ausbildung suchen.

Demgegenüber stehen rund 1,1 Millionen unbesetzte Stellen.

Da stellen sich die Fragen:

„Wie kann es gleichzeitig so viele offene Stellen und so viele Arbeitslose geben?

„Wieso kommen die beiden Seiten nicht zusammen?“

Antworten darauf dürften vor allem damit zu tun haben, dass der deutsche Arbeitsmarkt nicht so gut aufgestellt zu sein scheint, wie häufig propagiert.

Zwar sind die Erwerbstätigenzahlen statistisch historisch hoch und die Arbeitslosenzahlen statistisch historisch niedrig. Jedoch profitieren von diesem „Aufschwung“ vor allem die oberen und mittleren Schichten, unten ist von Aufschwung wenig zu spüren.

„Für Ungelernte oder Niedrigqualifizierte ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch immer angespannt, für sie haben sich die Aussichten in den vergangenen Jahren kaum verändert“, sagt Alexander Kubis, Leiter der Stellenerhebung beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).“

 

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