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Die Mönchengladbacher Esel-Verschwörung • Die PARTEI bezieht Stellung

[1]Sie stehen noch nicht lange in Mönchengladbach am Sonnenhausplatz und wurden nun schon zum zweiten mal mutwillig beschädigt. Die Rede ist von den „KeinSchwanzEseln“, wie sie liebevoll von der RP betitelt werden.

Seither rückt das Thema Vandalismus in Mönchengladbach immer mehr in den Vordergrund.

Kameras am Sonnenhausplatz sollen dieses Problem lösen.

Doch ist es eine Lösung, fragen sich die Landtagskandidaten von „Die PARTEI“:

In der Sicherheitstechnik sei heutzutage viel vorstellbar.

Man denke da z.B. an GPS-Sender in den Schwänzen oder Alarmanlagen, die bei starker Erschütterung losgehen, doch sei auch davon überzeugt, dass es noch weitaus raffinierte Methoden in der modernen Sicherheitstechnik gibt, um die Kunstwerke zu schützen.

Andersherum stelle man sich eine Kamera am Sonnenhaus vor, wie sie mitten in der Nacht aus 50 Metern Entfernung eine vermummte Gestalt aufnimmt, die sich an den Eseln zu schaffen macht.

Vielleicht könne man dann sagen wie viele Personen es waren, welche Farben ihre Jacken hatten usw., aber es würde niemals ausreichen jemanden eindeutig zu identifizieren.

Also warum eine Kamera?

„Man hat schon richtig erkannt, dass es ein falsches Signal wäre die Esel in Sicherheit zu bringen, aber es wäre auch ein falsches Signal eine Kamera aufzustellen.“, so Stefan Hintzen, der für Die PARTEI Mönchengladbach zur Landtagswahl 2017, im Wahlkreis 50 – Mönchengladbach II antritt.

Weiter führt Hintzen aus: „Denn muss ich als besorgter Bürger nur noch Unsinn vor meinem Haus machen, wenn ich eine Sicherheitskamera haben möchte? Muss ein Minto nur Unsinn vorm eigenen Laden machen für mehr Sicherheit? Oder eine CDU, um die voranschreitende Überwachung im Land zu rechtfertigen?“.

„Es ist eigentlich erstaunlich wie leicht umstrittene Themen salonfähig gemacht werden können bzw. wie geltendes Recht umgangen wird.“, mahnt Christian Ibels, der ebenfalls für Die PARTEI zur Landtagswahl 2017 (Wahlkreis 49 – Mönchengladbach I) kandidiert.

Man ziele einfach immer weiter auf den offenen Nerv und wenn die Spielregeln diesen Zug verbieten, werde einfach das Spielbrett geändert.

In dem Fall seien es die peinlichen Esel, die dann auch noch Steuergelder kosten und schon heiligt der Zweck die Mittel.

Sollte die Kamera rechtlich nicht machbar sein, werde der Platz einfach kurzerhand zum touristischen Hotspot erklärt.

Ibels weiter: „Ja es mag zwar nur eine dumme Verschwörungstheorie sein und es liegt auch nicht in unserem Interesse auf jemanden bestimmtes mit dem Finger zu zeigen und an den Pranger zu stellen.“

Beide, Ibels und Hintzen machen darauf aufmerksam, dass dieser Lösungsansatz viel weitreichendere politische Folgen und Anwendungsmöglichkeiten hat als nur den Schutz der Kunstwerke im öffentlichen Raum und weiteren Verschärfungen noch Tür und Tor öffnet.

Eine Kamera biete keinen effektiven Schutz, sondern habe nur eine abschreckende Wirkung.

„Darum meinen wir, dass wir als Gesellschaft nicht unsere Überzeugungen und Prinzipien über Bord werfen sollten, um uns gegen ein klein wenig Vandalismus zu schützen,“ stellt Stefan Hintzen abschließend fest.

4 Kommentare (Öffnen | Schließen)

4 Kommentare Empfänger "
Die Mönchengladbacher Esel-Verschwörung • Die PARTEI bezieht Stellung"

#1 Kommentar von Stadtfilzer am 13. Oktober 2016 @ 21:34

Was hätte diese Stadt ohne die Esel an Gesprächs- und Nachrichtenthemen?

Klar, das volle Programm muss jetzt abegspult werden. Alarmstufe rot. Eselalarm! Totalüberwachung.

Wie wäre es, nicht mehr darüber zu berichten. Vielleicht wird es dann auch für die Eselquäler uninteressant.

Je mehr Aufmerksamkeit und öffentliche Empörung, um so besser für das Ego solcher Vollidioten, die anscheinend reichlich Langeweile haben und nicht sehr helle sein können.

Andererseits verlocken solche Eselchen sicher noch zu manchem Unsinn.

Sollte er intelligent gemacht und nicht zerstörerisch oder die Esel in irgendeiner Weise beschädigend sein, könnte es in den nächsten Jahren noch viel Gesprächssoff und Zeitungsberichte über die Kerlchen geben.

Wie z.B. in Gera:

[2]

Also: cool bleiben! Auch wenn es schwer fällt.

#2 Kommentar von Pluto am 15. Oktober 2016 @ 06:24

Ich bin dafür, die Esel wieder in ihren Stall zu bringen. Also ins Rathaus.

#3 Kommentar von Pluto am 15. Oktober 2016 @ 06:38

Was die Herren Ibels und Hintzen hier äußern ist ja total verdächtig. Da wird sich die Groko aber überlegen, ob gegenüber dem Büro der PiPa-Ratsgruppe nicht eine Überwachungskamera plus Richtmikrofon erforderlich ist.

#4 Kommentar von M. Angenendt am 16. Oktober 2016 @ 12:09

@ Pluto

Das mit dem Stall hat was.

Alternativ: Parteibüros CDU und SPD. Die können die Grautiere alle paar Monate tauschen, damit es gerecht zugeht.

Pares cum paribus facillime congregantur (gleich und gleich gesellt sich gern).