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Ein Nikolausgeschenk für OB Reiners von „Brücke Bettrather Straße“

Es war Nikolausabend. Also gaben wir wie geplant, die Abordnung der Anwohner, Gewerbetreibende und Immobilieneigentümer beiderseits der Brücke Bettrather Straße, die 1.250 unterschriebenen Unterstützer-Postkarten ab.

Mit diesem ersten Schub an Postkarten der Initiative „Neue Brücke Bettrather Straße“ wollen wir OB Reiners bestärken, sich für die Verfolgung der Lösung „Brücke Bettrather Straße als reine Fußgänger- und Fahrradbrücke“ stark zu machen.

Die Postkarten hatten wir liebevoll zu Päckchen verpackt und zusammen mit typisch niederländischen Süßigkeiten wie Pfeffernüssen, Schoko-Stiften und einem Schoko-Nikolaus zum Rathaus Abtei gebracht.

[1] Selbst das für den „pakjesavond“ traditionelle Gedicht durfte nicht fehlen.

Oben im Rathaus bereitete der Bürovorsteher des Oberbürgermeisters uns einen würdigen Empfang und nahm sich die Zeit, unsere Sinterklaas-Geschenke in Empfang zu nehmen sowie sich die Forderung: „Stets eine Brücke Bettrather Straße, zumindest für Fußgänger und Fahrradfahrer“ erklären zu lassen.

Er versprach die direkte Weiterleitung unserer Geschenke, aber auch unserer Wünsche und Grüße an Herrn Reiners.

Alles in allem ein durchaus positiver Eindruck.

 

Umso überraschender war es für uns dann auch, aus dem an diesem Nikolausabend stattfindenden Finanzausschuss zu hören, dass der Planungsdezernent die im Doppelhaushalt 2019/2020 bereitgestellten Mittel zur Sanierung der Brücke nicht vorhat dafür zu verwenden.

Nicht im geringsten! Höchstens, falls es eine Fördermöglichkeit gibt.

Gibt es sie nicht, soll für die für die Sanierung veranschlagte Summe der ersatzlose Abriss mit allen Konsequenzen betrieben werden.

 

Konsequenzen

Aus der Bettrather Straße 4-12 (Stadtseite) würde eine Sackgasse, die Entwicklung zum „Schandfleck“ mitten in der Oberstadt, direkt gegenüber dem Vorzeigeprojekt  Maria-Hilf-Terrassen, wäre vorprogrammiert.

Super Idee!

Fahrradfahrer wären gezwungen, eine indiskutable Route mit Zweirichtungsradverkehr, stellenweise bei gleichzeitigem Fuß- und Autoverkehr, zu benutzen.

Der ADFC Mönchengladbach hält eine solche Planung im Jahr 2018 für nicht menschenmöglich!

Schülerinnen und Schüler würden auf ihrem Schulweg von der Bettrather auf die Viersener Straße gelockt.

Unverantwortlich!

Einschränkung der Lebensqualität direkt an der Brücke durch täglich mehr als tausend Querende Verkehrsteilnehmer und s. o. „Schandfleck“ Sackgasse.

Und noch vieles mehr, was insbesondere das Image unserer Stadt als Einkaufsstadt gefährden würde.

Die punktet nämlich zur Zeit noch mit der direkten, fußläufigen Anbindung des Bunten Gartens an die Einkaufsstraße, was besonders im Sommer auch gerne genutzt wird.

Man kann sich bei unseren niederländischen Nachbarn übrigens noch viel mehr abschauen als die Tradition der Nikolausgeschenke.

Diverse Firmen haben sich dort auf die Herstellung von Brücken für Fußgänger und Fahrradfahrer spezialisiert und führen eine breite Palette von Modellen und Materialien, die bereits für ca. 500 Tausend Euro zu haben sind.

Dort werden marode Brücken für Radfahrer mit dem Abriss sofort ersetzt, etwas anderes wird gar nicht erst diskutiert.

 

Natürlich sammelt die Initiative Neue Brücke Bettrather Straße weiter Unterschriften in Form von Postkarten: Stets eine Brücke Bettrather Straße, zumindest für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Kontakt:

Initiative „Neue Brücke Bettrather Straße“
Infotelefon 02161 30 81 187
https://www.facebook.com/Neue.Bruecke.Bettrather/ [2]

 

 

 

 

6 Kommentare (Öffnen | Schließen)

6 Kommentare Empfänger "
Ein Nikolausgeschenk für OB Reiners von „Brücke Bettrather Straße“"

#1 Kommentar von Günter Heymanns am 11. Dezember 2018 @ 11:33

Diese Ignoranz ist unverständlich!

Man hätte besser besser Knecht Ruprecht mitgebracht, mit einem Sack voll Ruten.

Umgangsprachlich heißt es ja; leichte Schläge auf das Hinterhaupt aktivieren das Denkvermögen.

#2 Kommentar von M. Angenendt am 11. Dezember 2018 @ 22:34

Der Sichtachsen-Bornin! Was ein Wicht! Nicht Wichtel.

@ Günter Heymanns

Genau diesen Gedanken hatte ich auch sofort. Sie wissen aber auch, dass es Fälle gibt, bei denen nicht mal die bekannten Schläge auf den Hinterkopf was bringen.

Ich wünsche der Initiative zwar viel Erfolg, habe aber bei solche Nachrichten kein gutes Gefühl. Was bedeuten schon Bürger!

Bornin kann da kein Vorzeigeprojekt draus machen – also ist es dem schnurz-egal.

Unmöglich finde ich es auch, dass der OB Reiners nicht mal ein paar Minuten für die Initiative übrig hatte.

Ist schon klar. Sein Spezi Bornin ist nicht interessiert, also auch nicht OB Reiners.

Der ist übrigens eine noch größere Enttäuschung als es schon Ex-OB Bude war.

In dieser Stadt gilt wohl: schlimmer geht immer. Leider auch ignoranter den Bürgern gegenüber.

#3 Kommentar von pasarela am 16. Dezember 2018 @ 15:18

Ist das echt wahr? „…dass der Planungsdezernent die im Doppelhaushalt 2019/2020 bereitgestellten Mittel zur Sanierung der Brücke nicht vorhat dafür zu verwenden.

Nicht im geringsten! Höchstens, falls es eine Fördermöglichkeit gibt.

Gibt es sie nicht, soll für die für die Sanierung veranschlagte Summe der ersatzlose Abriss mit allen Konsequenzen betrieben werden.“

Das wäre ja wohl der Gipfel! Hier erhebt sich die Stadtverwaltung über die Politik. Unfaßbar!

Funktionieren tut das hier in MG allerdings nur, weil die Politik ihrer Aufgabe nicht nachkommt, nämlich die Verwaltung zu beauftragen und zu kontrollieren. Es kommt noch soweit, daß die Verwaltung Mönchengladbach regiert.

#4 Kommentar von Brummbär am 18. Dezember 2018 @ 21:07

@ pasarela

Sie haben vollkommen Recht!

Es kommt aber eine Besonderheit dazu: Dr. Bonin hat in dieser Stadt Narrenfreiheit, denn er ist ein dicker OB-Freund und CDU-Mitglied.

Was der sagt, hat bei OB und CDU Gewicht und ist nahezu unantastbar.

OB und CDU mit Unterstützung der SPD, haben den von Düsseldorf nach MG geholt bzw. eigentlich gerettet, weil er dort nicht mehr gewollt war.

Nun haben wir den Salat, äh Bonin. Nun geistert das Unwort „Sichtachse“ durch MG, das längst fast jedes Kind kennt. Meist ermöglicht eine solche einen von Bäumen und Sträuchern „befreiten“, ungehinderten Blick auf Steine und Straßen.

Die Brücke hat schlicht Pech und die Bürger ebenso, denn für einen Künstler wie Dr. Bonin, der sich offensichtlich in unserer Stadt nicht nur nach Herzenslust austoben, sondern auch verewigen will und darf, zählt die nun mal nix!

Der braucht und will die nicht. So einfach wie ignorant den betroffenen Bürgern gegenüber ist das.

Wäre dieselbe Brücke für das Hirngespinst „Seestadt“ samt teurem, künstlichen See auch nur von Interesse, wäre klar, was passieren würde: eine Brücke würde gebaut.

Tja, liebe Bürger, sie sind nicht wichtig genug und viel zu wenige, als dass es Dr. Bonin, den OB (dessen Nicht-Auftritt echt peinlich war – hatte der Angst vor den Bürgern?) die CDU nebst Anhängsel SPD, interessiert. Auch bei Wahlen stellen Sie keine Menge dar, die diese Herrschaften überhaupt interessiert.

Ist zwar ein Armutszeugnis aber das interessiert die Aufgezälten ganz offensichtlich nicht die Bohne. 🙁

#5 Kommentar von Rademacher am 22. Dezember 2018 @ 11:32

Irre Nummer!

OB? Leute, den können wir voll knicken und vergessen!

Heißt immer: was besseres kommt nicht nach.

Stimmt. Bartsch, Bude, REiners – alles echtes „Spitzenpersonal“. 🙁

Sieht man an dieser Pleitestadt.

#6 Kommentar von M. Angenendt am 22. Dezember 2018 @ 23:18

@ pasarela

Sie schreiben:

„Hier erhebt sich die Stadtverwaltung über die Politik. Unfaßbar!“

In diesem Fall ist Stadtverwaltung = Dr. Bonin. Der darf das 🙁

Politik? Die „Fachleute“ erhalten ihr „Wissen“ von Dr. Bonin und von seiner Ehefrau (Sprecherin der CDU im Ausschuss für Planung und Bauen). Frau Bonin ist vollkommen neutral. Logisch.