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Johann-Peter-Bölling-Platz: FDP befremdet über Aussagen der EWMG • Nicole Finger: Bonin solle unverzüglich konkrete Planung vorlegen

Hauptredaktion [ - Uhr]

[09.01.2019] Befremden bei der FDP-Fraktion erzeugte die jüngste Äußerung des EWMG-Geschäftsführers bezüglich der neuen Gestaltung des Johann-Peter-Bölling-Platzes durch Verlegung des Eingangs der Tiefgarage.

Dr. Ulrich Schückhaus hatte erklärt, die Maßnahme ließe sich aus dem Verkauf von Haus Erholung für das geplante Hotel finanzieren.

„Die Umgestaltung des Platzes vor der Erholung gehört zum Maßnahmenkatalog des IHEKs – die konkrete Beantragung der Förderung hat der Rat sogar schon auf den Weg gebracht,“ so Nicole Finger, Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion.

„Dass auch diese Maßnahme nun aber zur Argumentation für den Verkauf der Erholung herhalten muss, passt ins Bild.“

Eine Werbesendung bei Radio 90,1 und ein als Faktencheck deklariertes hochwertiges Printmedium zur einseitigen Darstellung der Verkaufsargumente seien auch bereits von den Stadttöchtern WFMG und EWMG gegen das laufende Bürgerbegehren ins Feld geführt worden.

Finger: „Von CDU und SPD hingegen hört man seit der umstrittenen Ratsentscheidung zum Verkauf der Erholung  nichts mehr – da wird wohl ganz auf den vom Steuerzahler finanzierten Marketingapparat der städtischen Gesellschaften gesetzt.“

Aus Sicht der FDP ist die Umgestaltung der Tiefgarage auch kein dringendes Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. 

„Es ist eher eins von Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin“, so Finger, „Die Maßnahme ‚Umgestaltung Johann-Peter-Boelling-Platz, obere Abteistraße und Krichelstraße‘ (M9) ist aus dem Dezernat VI neu hinzugekommen“, zitiert sie aus der Beratungsvorlage der Ratssitzung im Februar.

Die Kosten der Maßnahme werden in gleicher Vorlage mit 1.029 Millionen Euro beziffert, eine Städtebauförderung bis zu 90% in Aussicht gestellt und als Ausführungszeitraum 2022-2024 geplant.

Wohin der Eingang der Tiefgarage jedoch verlegt werden soll, muss laut Stadtverwaltung „noch untersucht werden“.

„Kein Wunder, denn Richtung Sonnenhausplatz ist die Breite der Abteistraße nicht ausreichend, um beidseitigen Autoverkehr und eine Ein- und Ausfahrt anzulegen“, meint FDP-Verkehrsfachmann Herbert Hölters, „Zu beiden Seiten kann auch nicht einfach verbreitert werden – auf der einen Seite liegt das Haus Erholung bzw. dessen Garten, die andere Seite wird durch private Bebauung begrenzt.“ 

Mit welcher Planung der Platz deutlich attraktiver werden kann, ist für die FDP ebenfalls noch nicht nachvollziehbar.

„Da auch die zu P & C gehörige Tiefgarage weiter für Autos erreichbar sein muss und das Stiftisch Humanistische Gymnasium mit rund 850 Schülern eine leistungsstarke Rettungszufahrt braucht, ist der Handlungsspielraum begrenzt “, so Finger, „Wir fordern Dr. Bonin auf, hier unverzüglich die konkrete Planung vorzulegen.“

 

2 Kommentare zu “
Johann-Peter-Bölling-Platz: FDP befremdet über Aussagen der EWMG • Nicole Finger: Bonin solle unverzüglich konkrete Planung vorlegen”
  1. @ pasarela

    Absolut richtig erkannt!

    „Unser“ Künstler Dr. Bornin schwebt in anderen Sphären gemeinsam mit Sichtachsen, für die jedes Mittel recht ist und denen vor allem störende Bäume und Sträucher weichen müssen. In dieser Stadt stören mehr Bäume aus fadenscheinigsten Gründen als für Sichtachsen sterben können. Der verbleibende, jämmerliche Rest wird sicher in nicht zu ferner Zukunft auch endlich entsorgt.

    Danke an die FDP für die Informationen!

    Tja CDU und SPD (gibt’s die überhaupt noch?) mit OB Reiners (wie früher Bude, der sich genauso wie dieser instrumentalisieren ließ) glänzen durch Schweigen. Nichts hören, sehen und erst recht nicht sprechen und hoffen, dass der Verkauf der Erhohlung schnellstens über die Bühne geht.

    Diese GröKoz hat in jahrzehntelanger Tradition von CDU und leider auch SPD nur eines im Sinn: das Tafelsilber dieser Stadt/der Bürger zu verschleudern.

    In Jahrzehnten haben es CDU und SPD geschafft diese Stadt tot zu gestalten und kaputt zu verplanen. Die sind echte Urbanitätskiller. Keine Ahnung und davon jede Menge. Allein das Minto ist der Supergau. Die Brache hinter dem Haus Westland, die nach Krieg aussieht, geht auch auf deren Konto. Dort wurden mehr Häuser abgerissen, als im Krieg zerstört. Muss man können!

    Jetzt ist denen grade auch schooooon aufgefallen, dass wir zu viel großflächigen Einzelhandel haben! Jetzt echt????

    Wären wir dummen Bürger NIEMALS drauf gekommen! Noch beim Kaufland-Jessen-Deal war das bei Bürgerversammlungen Thema Nr. 1. Und schoooon jetzt kommt diese Erkenntnis! Einfach genial! Und soooo schnell!

    Diese Stadt strotz vor Spielhallen, Discountern und mit dem Einzelhandel konkurrierendem großflächigen Einzelhandel.

    Beispiel Reydt: das megahässliche Real gegenüber dem Stadttheater.

    Den Rest bekommt die Stadt jetzt vom Künstler Bornin nebst Gattin. Die planen und basteln sich grade ihre beige-graue, blumen- und baumlose Sichtachsen-Stadt für die kommenden finanzstarken, selbstverständlich einer mindestens gehobenen Schicht angehörenden, tausenden neuen MG + – Bewohner.

  2. Hauptsache, er kann gestalten!

    Für sowas ist dann auch Geld da! Ob es den Bürgern zugute kommt oder nicht.

    Für die Feuerwehrzufahrten soll dann sicherlich der neue Grundstücksbesitzer sorgen, dafür fühlt sich die Stadt nicht zuständig
    So hört man es auch von der geplanten „Markthalle“ auf dem Kapuzinerplatz.

    Für Flucht- und Rettungswege sind die zukünftigen Veranstalter verantwortlich, nicht die Stadt.

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