Perspektiven für Mönchengladbach – Teil VII: Interview mit Andreas Wurff [mit O-Ton]

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

baudezernent-018-1Seit etwa 12 Wochen ist Dipl.-Ing. Andreas Wurff Technischer Beigeordneter der Stadt Mönchengladbach. In Dresden war er Chefstadtplaner und bringt nicht nur aus dieser Funktion eine Menge Erfahrungen für seinen neuen Verantwortungsbereich mit.

Andreas Wurff gab uns dazu und zu Einzelthemen ein Interview. Einen Zusammenschnitt des gesamten Interviews können Sie am Ende dieses Artikels hören.

Insgesamt ist festzustellen, dass Wurff einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Stadtentwicklung – über rein bauliche Aspekte hinaus – sieht, wodurch seine ganzheitliche Betrachtungsweise der Mönchengladbacher Probleme und die darin liegenden Chancen  deutlich wird.

Insgesamt lassen Wurffs Aussagen erkennen, dass er städtebauliche Entwicklung und die Entwicklung des Stadtverkehrs als Einheit sieht. Dies war in Mönchengladbach bisher meist nicht der Fall. Es wurde Straßenplanung betrieben, ohne dass eine Abstimmung mit der Ausweisung von Baugebieten erkennbar war … und umgekehrt.

Einige Passagen des Interviews haben wir herausgelöst. Lesen und Hören Sie dazu auch in gesonderten Artikeln.

Zu Beginn des Interviews ging Wurff auf seine ersten Eindrücke von Mönchengladbach und eine seiner ersten Aufgaben ein.

Mit dem Problemfeld „Ansiedlung eines ALDI-Marktes an der Hofstraße“, das letztendlich in einem neuen Marktplatz für Hardterbroich münden soll, war er schnell im „Tagesgeschäft“ angekommen und fand auch hier seine ersten Eindrücke, die er vor seinem Amtsantritt von Teilen Mönchengladbachs hatte, bestätigt.

Das Ergebnis in Hardterbroich.  und dass ALDI nun dort vernünftigerweise platziert wird, sieht Wurff als beispielhafte Chance, für das Generieren eines „Mehrwertes“ für die Mönchengladbacher Bevölkerung.

Der Wunsch nach einem Hardterbroicher Markt bestehe schon lange und in dieser Kombination entstehe hier eine echte Win-Win-Situation.

[audio:10-07-22-interview-wurff-00.mp3] [Dauer ca. 3 Min]

Weitere Teile diese interessanten Interviews erscheinen – jeweils auch mit O-Ton – nach und nach in der Themenreihe „Wurffs Perspektiven für Mönchengladbach“. Darin geht es um diese Schwerpunkte bzw. aktuelle „Mönchengladbacher Baustellen“:

Hier das gesamte Interview [ca. 71 Min]:

[audio:10-07-22-interview-wurff-gesamt.mp3]
4 Kommentare zu “Perspektiven für Mönchengladbach – Teil VII: Interview mit Andreas Wurff [mit O-Ton]”
  1. @flintstone

    Ja, ich muss gestehen, dass mir ähnliche Gedanken an „Hinterzimmer“ und die altbekannte Art der Politik in MG kamen. Wir sind hier ja ordentlich verfilzt.

    Was Herr Wurff erläutert klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Vor allem für Gladbaccher Ohren. Sind wir doch, was Stadt- und Verkehrsplanung anbelangt nicht wirklich verwöhnt worden.

    Das liegt mitnichten nur an den Planern in der Verwaltung. Das wissen wir auch alle. Leider war dem bisher so, dass da ganz andere das „Sagen“ hatten.

    Auch insofern bin ich wirklich gespannt, wie es Herrn Wurff in unserer Stadt ergehen wird. Ohne unken zu wollen: Leicht wird es mit Sicherheit nicht sein.

    Andererseits wirkt Herr Wurff sehr souverän, sachlich und erfahren. Und er scheint keine politischen Präferenzen zu haben. Zumindest nicht solche, die wir in MG bisher zur Kenntnis nehmen mussten.

    Was er sagt klingt so klar, selbstverständlich und auch für uns Bürger nachvollziehbar, dass es schon fast Freude macht, bei Themen, die zumindest für mich oft eher nervig daher kamen, wieder hinzuhören/zu lesen.

    Ja, er macht uns Bürgern Mut. Hoffen wir, dass man ihn seinen Job machen lässt. Davon scheint er, sorry, bin zwar nur Laie, ist mein Eindruck, wirklich etwas zu verstehen.

    Ich gleiche das mit dem ab, was man so in der Vergangenheit „erzählt“ bekam oder erfuhr.

    Also viel Erfolg für Herrn Wurff und seine Arbeit!

    Wir lassen uns gerne einmal positiv überraschen. In unserer Stadt leider nichts Selbstverständliches.

  2. Das scheint ja wirklich interessant zu werden, was der „Neue“ so an Ideen mitbringt.

    Ich habe zwar nur in das Interview hineingehört (war mit momentan einfach zu lang), aber irgendwie scheinen sich Chancen aufzutun, auf die bisher unsere Politiker und manche Verwaltungsleute entweder noch nicht gekommen sind, oder die nicht in deren persönliche (?) „Konzepte“ passen.

    Mönchengladbach wäre nicht Mönchengladbach, wenn sich nicht schon jetzt „in Hinterzimmern“ unsere „allwissenden“ Politiker zusammenfinden, um nicht zu sagen „zusammenrotten“, um herauszufinden, warum was nicht geht.

    Auch ich bin gespannt, welche Erfahrungen Herr Wurff noch mit nach Mönchengladbach gebracht hat.

  3. Sollte es sich noch herausstellen, dass es im Falle des Herrn Wurff einmal heissen wird: nomen est omen?

    Wird er für die Stadt endlich der „große Wurf(f)“, den sie so dringend nötig hat?

    Die Signale sind überaus positiv. Was man hier liest, z.B. auch in dem weiteren Artikel über Bürgerbeteiligung, der auch aus dem Interview resultiert, lässt aufhorchen.

    Man kann es kaum glauben. Sollte der schon von Herrn Rother zitierte „frische Wind“ endlich, endlich auch in und durch MGs Straßen wehen? Es wäre unserer arg gebeutelten und leider viel zu oft verschandelten Stadt und ihren Bürgern nur zu wünschen!

    Auf die weiteren Ausführungen von Herrn Wurff bin ich (und vermutlich auch andere Leser) schon sehr gespannt. Geht es doch bei allen um Themen, die zu den „Dauerbrennern“ in unserer Stadt zählen.

    Willkommen in Mönchengladbach Herr Wurff!

  4. Das Interview macht Mut.

    Herr Wurff deutet seine (Denk-) Richtung an, ein frischer Wind könnte unsere Stadt und unsere Strassen durchpusten.

    Eine ganz einfache Verbesserung ist sofort für und durch Wurff machbar:

    Auf dem Konstantin-Platz in Giesenkirchen können leicht weitere Bäume gepflanzt werden und damit eine erhebliche klimatische Verbesserung erreicht werden.

    Die Platz-Esthetik wäre schlagartig stark verbessert. Ein Wohlfühl-Faktor für die Bürger.

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