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Siegerentwurf Maria Hilf Terrassen überarbeitet Verwaltung legt Vorentwurf des Bebauungsplans vor • Öffentlichkeitsbeteiligung vom 24. Oktober bis 30. November

Hauptredaktion [ - Uhr]

[13.09.2018] Die Planungen für das neue innerstädtische Quartier „Wohnen für alle“ auf dem ehemaligen Krankenhausareal im Bereich zwischen Viersener Straße und Aachener Straße nehmen weiter Gestalt an.

Nach der städtebaulichen Entwurfswerkstatt im Herbst 2017 und einer zwischenzeitlichen Überarbeitung des Siegerentwurfs „Maria Hilf Terrassen“ legt die Verwaltung nun die entsprechenden Vorentwürfe des Bebauungsplans und der erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplans vor.

Die Öffentlichkeit hat vom 24. Oktober bis 30. November Gelegenheit, zu beiden Entwürfen Stellung zu nehmen.

Zusätzlich wird die Planung der Öffentlichkeit in einer separaten Veranstaltung am Mittwoch, 24. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus Abtei vorgestellt.

Mit der Aufgabe des Krankenhausbetriebs steht das Areal „Maria Hilf“ ab Januar 2019 für eine Nachnutzung zur Verfügung.

Mit dem Ziel, an dieser Stelle ein qualitativ hochwertiges Quartier zu schaffen, hatten fünf teils internationale Expertenteams für das Areal im November 2017 in einer städtebaulichen Entwurfswerkstatt unter Mitwirkung der Öffentlichkeit Bebauungsideen erarbeitet.

Mit breiter Jurymehrheit hat sich der Entwurf „Maria Hilf Terrassen“ der Arbeitsgemeinschaft „urban agency, karres+brands und urbanization.dk“ aus Dänemark und den Niederlanden durchgesetzt.

Dieses Konzept wurde im Januar vom zuständigen Planungs- und Bauausschuss als Grundlage für die Bauleitplanung und künftige Umsetzung zur weiteren Ausarbeitung beschlossen.

Eine entsprechende Qualifizierung liegt nun vor und soll Basis aller weiteren Planungs- und Realisierungsschritte werden.

Der Entwurf verbindet über eine barrierefreie Rampe die bislang durch einen Höhenunterschied von fast zehn Metern voneinander getrennten Ebenen des Krankenhauses und der ehemaligen Hauptschule Stadtmitte an der Aachener Straße.

Er sieht einen neuen, für alle zugänglichen öffentlichen Raum vor, der durch eine terrassenartige Anordnung der geplanten Wohnblöcke besondere Sichtbeziehungen und Aufenthaltsräume schafft.

Treppenanlagen ergänzen die Erschließung und unterstreichen den besonderen Charme des Quartiers. „Maria Hilf Terrassen” ist weitgehend autofrei.

Das Parken ist in Tiefgaragen untergebracht, deren Einfahrten am Rande des Gebiets verortet sind.

Durch ergänzende zeitgemäße Angebote wie Carsharing und E-Mobilität kann die Anzahl der Fahrzeuge innerhalb des Quartiers weiter reduziert werden.

Neben zwei öffentlichen Plätzen im nördlichen und südlichen Bereich mit Raum für unterschiedliche Nutzungen wie Gastronomie, soziale Einrichtungen oder Dienstleistungen sind jeweils im östlichen und westlichen Bereich zwei „Pocket Parks“ vorgesehen.

Der ehemalige Friedhof des Krankenhauses soll als öffentliche Parkanlage neu gestaltet werden und gemeinsam mit der denkmalgeschützten Kapelle sowie dem wertvollen, erhaltenswerten Baumbestand als Identifikationspunkt inszeniert werden.

Im weiteren Verfahren erarbeitet die Stadt gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG) unter Einbindung der Politik ein Vermarktungskonzept zur Realisierung des Entwurfs.

Ziel dabei soll sein, über eine Vielzahl unterschiedlicher Vermarktungsansätze, die baufelderweise durchgeführt werden sollen, möglichst viele potenzielle Zielgruppen anzusprechen.

Dies dient nicht nur der Qualitätssicherung, sondern setzt vor allem konsequent die Leitidee des Entwurfs „Wohnen für alle“ um und sichert zudem eine heterogene Gestaltqualität des neuen Quartiers, das sich damit in geeigneter Weise in die gewachsenen Strukturen der Umgebung einfügt.

Zur Zeitachse: Die Flächen soll möglichst schon 2019 geräumt sein. Mit einem Baubeginn ist frühestens ab 2020 zu rechnen.

 


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