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Verkehr Hindenburgstraße • Teil XIV: SPD-Fraktion reagiert auf VdK-Protest und verteidigt 12-monatigen „Testbetrieb“

Hauptredaktion [ - Uhr]

[21.04.2016] „Die Hindenburgstraße ist mit ihrer großen Steigung eine echte Barriere für mobilitätseingeschränkte Menschen. Gerade bergauf machen Busse auf der Straße Sinn, um auch für Menschen mit Behinderungen eine Erreichbarkeit der Geschäfte sicherzustellen“, betont der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv, Peter Gabor.

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv ist das Sprachrohr der Menschen mit Behinderungen innerhalb der SPD Mönchengladbach.

„Wer jetzt aber zu dem Schluss kommt, dass der einjährige Testbetrieb, die Busse in die Gegenrichtung bergab nicht mehr über die Hindenburgstraße, sondern über die Steinmetzstraße fahren zu lassen, ein Schlag gegen Menschen mit Behinderungen sei, reagiert vorschnell. Gerade Menschen mit Einschränkungen der Seh- und Hörfähigkeit wären froh, wenn gar kein motorisierter Verkehr mehr durch die Einkaufsstraße fahren würde.

Was die SPD nun mit dem Probebetrieb plant, werden wir daher aufmerksam verfolgen. Wir müssen uns anschauen, wie die Wege von den Haltestellen an der Steinmetzstraße zur Hindenburgstraße aussehen und ob die Wege zumutbar sind. Gerade die Haltestelle am MINTO wurde bereits von vorneherein barrierefrei gestaltet.

Wir müssen eine Lösung finden, die möglichst allen Nutzern gerecht wird, ohne Menschen gegeneinander auszuspielen“, so Gabor.

Felix Heinrichs, Vorsitzender der SPD-Fraktion, ergänzt: „Der Beschluss, den CDU und SPD herbeigeführt haben, richtet sich weder gegen Menschen mit Behinderungen noch gegen Geschäftsleute auf der Hindenburgstraße.

Wir wollen schlicht eine realistische Bewertung haben, wie sich eine veränderte Verkehrsführung auswirken wird. Die Diskussion um die Hindenburgstraße ist schon viele Jahre alt, ohne dass sie in der Öffentlichkeit oder der Politik zu einem Abschluss gekommen ist.

Das kann man nicht einfach ignorieren. Wir wollen durch den Testbetrieb erfahren, wie sich die Fahrgastzahl in den Bussen verändert, ob die Geschäfte etwas bemerken und wie die Steinmetzstraße auf den zusätzlichen Verkehr reagiert. Auf der anderen Seite müssen wir uns Gedanken machen, wie die Hindenburgstraße umgestaltet werden kann, sodass eine größere Aufenthaltsqualität entsteht. Letztlich werden wir uns auch darüber informieren, wie es mit der eventuellen Rückzahlung der Fördermittel für die Hindenburgstraße aussieht.

Bei aller Diskussion ist aber eins wichtig zu beachten: Wir haben 2015 beschlossen, dass die Hindenburgstraße für den Verkehr bergauf weiterhin genutzt wird.“

Der Kreisverband Mönchengladbach im Sozialverband VdK NRW hatte gegen die Herausnahme der Busse aus der Hindenburgstraße protestiert:

VdK … „Menschen mit Behinderungen sind keine Versuchskaninchen“

 

2 Kommentare zu “
Verkehr Hindenburgstraße • Teil XIV: SPD-Fraktion reagiert auf VdK-Protest und verteidigt 12-monatigen „Testbetrieb“”
  1. Was denn nu Herr Gabor. Rauf ist gut für Menschen mit Behinderung, runter nicht? Da darf es schwieriger sein?

    Bei allem Respekt für Menschen mit Einschränkungen der Seh- und Hörfähigkeit, wie machen die das auf anderen Straßen?

    Die Steinemtzstraße und Busse, das wird bestimmt ne interessante Erfahrung.

    Wie wärs mit ner Testphase von 3 oder 4 Monaten gewesen?

  2. Wenn ich die Diskussion richtig verfolgt habe, geht es doch nur um die Abwärtsfahrten der Busse und nicht um die Bergauffahrten.

    Die „Argumentation“ mit der Bergauffahrt soll doch nur von dem Quatsch ablenken, den die Große Koalition beschlossen hat.

    Das hätten sich Herr Heinrichs und Herr Gaber sparen können.

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