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Wahlaufruf der CSD-Organisierenden Deutschlands: „Wir sind unverhandelbar #btw17aktionstagcsd“ • Kundgebung am 14. September auf dem Sonnenhausplatz

Hauptredaktion [ - Uhr]

Mit einem bundesweiten Aktionstag am 16. September wollen die CSD-Organisierenden Deutschlands an die eigene Szene und alle Wahlberechtigten in diesem Land appellieren: „Informiert Euch über die Programme! Geht zur Wahl! Bringt Eure Stimme ein!“

Dazu erklärt der CSD Mönchengladbach:

„Seit mittlerweile über 15 Jahren ist die Gleichberechtigung von Homo- und Transsexuellen Bestandteil des Wahlprogramms der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“.

Ebenso schreibt sich die SPD seit vielen Jahren dieses Thema auf die Fahne.

Der Slogan ‚100 % Gleichstellung nur mit uns‘ dominierte den Wahlkampf der SPD innerhalb der Community in den letzten 2 Legislaturperioden.

Die Realität sah dann jeweils so aus, dass wir im Koalitionsvertrag kaum noch vorkamen.

Konkrete Ziele, wie zuletzt die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtlicher Paare, wurden in den Vereinbarungen vermieden. Unsere Rechte wurden heraus verhandelt.

Maßgeblich war dabei jeweils die CDU/CSU als bremsende Partei.

CDU/CSU und die AfD lehnen eine vollständige Gleichstellung und ein Bemühen um gesellschaftliche Akzeptanz ab.

In den Wahlkampf 2017 ziehen neben SPD und Bündnis 90/Die Grünen, auch FDP und Die Linke mit einem umfassenden Gleichstellungsversprechen.

Da mindestens eine dieser Parteien in der zukünftigen Regierung vertreten sein wird, fordern wir ausdrücklich, dass die Rechte von Homo- und Transsexuellen, Bestandteil des Koalitionsvertrages sein müssen.

Aus diesem Grunde, lädt der CSD Mönchengladbach alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Kundgebung ein:

16. September 2017,

11.55 Uhr

Sonnenhausplatz, in Mönchengladbach

Vorsitzende Nadine John-Reuen wird hier deutliche Worte zur Bundestagswahl 2017 finden.

Nach der Kundgebung besteht bis ca. 13:30 Uhr die Möglichkeit mit Vertretern des Vereines an einem kleinen Infostand ins Gespräch zu kommen.

Gerade die in letzter Minute errungene Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zeigt deutlich, dass innerhalb von CDU und CSU weiterhin eine breite Ablehnung und teilweise erschreckende Haltungen und Einstellungen in Bezug auf homo-, bi- und transsexuelle Menschen an der Tagesordnung sind.

Selbst von Mitgliedern des Präsidiums der Union kommen Aussagen wie: „ungutes Gefühl“, „traditionell Mann und Frau“ „Bedrohung für die Gesellschaft“ und ähnliches.“ (Zitat Ende)

Die Vorsitzende des CSD Mönchengladbach Nadine John-Reuen: „Mit der Öffnung der Ehe haben wir einen großen Meilenstein in unserer kämpferischen Arbeit erreicht, doch ist dies noch lange nicht das Ende von Diskriminierung und Ausgrenzung in Deutschland und der Welt.“

CSD-Vorsitzender und Mitglied des Vorstands des CSD Deutschland e. V., Markus Schnorrenberg ergänzt: „Am 24. September 2017 entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des neuen Bundestages.

Wir rufen alle dazu auf, sich die Programme der Parteien anzuschauen und dabei auch auf die Rechte und Vorhaben für die Menschen aus der queeren Community zu achten.

Besonders müssen wir eine Roll Back-Bewegung unserer Rechte durch „braune“ Parteien verhindern!“

U.a. darauf soll der Aktionstag aufmerksam machen:

Der CSD möchte die Parteien daran erinnern, dass die Schwulen und Lesben keine „Verhandlungsmasse“ sind.

Weiter erklärt der CDU Mönchengladbach:

„Dass es noch viel zu tun gibt und wir bundesweit Aktionspläne und Kampagnen benötigen, um Homo- und Transphobie zu begegnen. Wir möchten die Gesellschaft darauf hinweisen, wie wichtig wählen ist und das jede Stimme zählt und Auswirkungen hat. In welcher Gesellschaft jede und jeder Einzelne von uns leben wird, können wir aktiv beeinflussen.“

und zitiert Gustav Heinemann, der einst sagte: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder umgeht.“

Dazu gehören Minderheiten, dazu gehören nach Auffassung des CSD auch homo-, trans-, bi- und intersexuelle Menschen.

Vorsitzende Nadine John-Reuen appelliert: „Kommen Sie am 16. September auf den Sonnenhausplatz und demonstrieren Sie gemeinsam mit uns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von homo-, bi-, trans- und intersexuellen Menschen. Geben Sie rechtsextremen Parteien keine Chance über die Politik in der Bundesrepublik mitzuentscheiden, so dass die queere Community wieder um ihre erlangten Rechte bangen muss. Stehen Sie an unserer Seite.“

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