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Giesenkirchen 2015 war in der WDR-Lokalzeit – Jetzt auch zu sehen in der WDR-Mediathek

logo-gbi1.jpgLeider ist es der BZMG aus Copyright-Gründen nicht erlaubt, den Fernsehbeitrag zum Betrachten zur Verfügung zu stellen. Auch der WDR selbst bietet  bedauerlicherweise diesen Beitrag nicht auf einer öffentlichen Internet-Seite an (z.B. MEDIATHEK). Das war am 13.12.2008 …

bzmg-wdr-start.jpg [1]AKTUALISIERUNG vom 16.12.2008:
 
In der Zwischenzeit ist der Beitrag in der WDR-Mediathek zu sehen. Zum Ansehen bitte auf das Bild klicken.

13.12.2008: Deshalb hier ein Versuch, der Leserschaft der BZMG zumindest den Originaltext des Beitrages vom 6. Dezember 2008 zur Verfügung zu stellen:

Einleitung: (die Moderatorin des WDR-Fernsehens, Annika Wichmann)

„Den Köl´schen Klüngel kennen wir alle, aber offenbar gibt´s den auch in Mönchengladbach, im Stadtteil Giesenkirchen. Die Menschen dort sind sauer auf einige Lokalpolitiker, sie fühlen sich betrogen weil über ihre Köpfe hinweg beschlossen wurde das dort, wo das Sportgelände jetzt ist, Wohnblocks gebaut werden sollen. Es geht um Millionen.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

„Sie sind richtig wütend, mit Transparenten und T-Shirts demonstrieren die Mitglieder der Giesenkirchener Bürgerinitiative, es geht um die Sportanlage Puffkohlen mitten im Ort.

Hier, wo normalerweise Fußballer und Freizeitsportler trainieren soll künftig ein Wohngebiet entstehen, das sei der Wille der politischen Mehrheit im Bezirk.“

Andrea Hoeveler: (Sprecherin der Bürgerinitiative)

„Seitens der CDU-FDP-Ratsfraktion wären diese Anlagen stark sanierungsbedürftig und es wäre zum Wohle der Sportler ja besser dort zwei Neuanlagen, zwei neue Plätze zu bauen, das würde ja auch für die Bevölkerung bedeuten, daß sie ´ne bessere Möglichkeit des Sportes haben und man könnte durch die neuen Wohngebiete die Einwohnerzahl etwas stabilisieren und somit die Auslastung der Kindergärten; was wir überhaupt nicht so sehen.

Es gibt wie gesagt 3 Neubaugebiete die sind längstens nicht verkauft und es ist auch kein Zustrom zu erwarten in der momentanen Situation.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

„Ein weiteres Argument der Gegner: die Anlage sei gar nicht sanierungsbedürftig.

Für etwa 170.000 Euro könnte sie ausgebessert werden.“

Herr Hoeveler: (Mitglied der Bürgerinitiative)

„Ich denke, es kann nicht sein, daß man einen Sportplatz kaputtredet und da ist überhaupt kein Bedarf zu da den Sportplatz kaputt zu machen und ich persönlich finde das eine große Sauerei.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

„Die neue Sportanlage hingegen kostet schätzungsweise 2,7 Mill. € .

Die Bürgerinitiative vermutet ein abgesprochenes Spiel zwischen Politik und Wirtschaft und zu allem Ãœbel sei alles über die Köpfe der Menschen hinweg beschlossen und bekanntgegeben worden.“

weibl. Mitglied der BI:

„Es stand in der Zeitung sowas zu lesen, die Anwohner wären befragt worden und es wäre beschlossene Sache, nur, also ich kenne hier keinen auf Puffkohlen der jemals befragt worden ist ob ihm das recht ist, ob ihm das gefällt, also es wurde einfach was geschrieben was nicht stimmt.“

männl. Mitglied der BI:

„Wenn sie in ganz Giesenkirchen und auch in der Stadt herumhören, dann werden sie eine Bestätigung finden, das alle gegen diese Art von Politik und diese Art von Machenschaften sauer sind.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

Gegen ihn richtet sich der Protest:

boss-frank.jpgSein Stiefvater ist im Vorstand der Wohnbaugesellschaft. Im Bezirksausschuß hat Boss für die neue Wohnanlage gestimmt, mit 1 Stimme Mehrheit wurde das Projekt genehmigt.“

Andrea Hoeveler: (Sprecherin der Bürgerinitiative)

„Und im Rat, als es schlußendlich zum Beschluß kam, da hat er sich vorsorglich als Befangen erklären lassen. Was man den Bürgern mal erklären soll: bin ich befangen oder  bin ich nicht befangen. Nur, im Rat, da sind die Mehrheiten ganz klar bestimmt. Da brauchte man seine Stimme nicht mehr dafür und das ist eine riesige Sauerei die wir da sehen.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

„Wir befragten Frank Boss zu den Vorwürfen, vor der Kamera will er sich nicht äußern.

Per Fax erhalten wir diese Auskunft:“

Text des Faxes: (vom Kommentator vorgelesen)

„(…) es gibt zur Zeit wohl eine Prüfung seitens der Stadt bzw. der Bezirksregierung zum Thema ´Giesenkirchen 2015´(…), die sich auch mit der Frage einer möglichen Befangenheit´ meiner Person beschäftigt.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

„Aus Kreisen der Stadtverwaltung erfahren wir , daß die Angelegenheit auch dort mit einem faden Beigeschmack betrachtet wird.

Die Bürgerinitiative will das Bauvorhaben jetzt auch vom Landtag prüfen lassen, ein entsprechender Antrag wurde bereits eingereicht.

Derweil wollen sie mit einer Unterschriftensammlung das Projekt erneut in den Gladbacher Rat einbringen, doch von irgendeiner Seite wird die Unterschriftenaktion wohl sabotiert.“

Andrea Hoeveler: (Sprecherin der Bürgerinitiative)

„Im Moment ist es so, daß massiv jemand wieder durch das Örtchen läuft und versucht die Listen einzuziehen mit der Begründung die Aktion wäre abgelaufen, man müßte diese Listen einsammeln, man bräuchte keine mehr auslegen, was natürlich überhaupt nicht stimmt.

Die Aktion läuft bis zum 23.12.“

Kommentator: (des WDR-Fernsehens)

„Genau 8.240 Unterschriften braucht die Bürgerinitiative und die Verantwortlichen sind sicher, daß sie die trotz der verschwundenen Listen zusammenbekommen.“

Abspann:  (die Moderatorin des WDR-Fernsehens, Annika Wichmann)

„Wir sind gespannt wie es weitergeht und wir bleiben natürlich an dem Thema dran.“

1 Kommentar (Öffnen | Schließen)

1 Kommentar Empfänger "Giesenkirchen 2015 war in der WDR-Lokalzeit – Jetzt auch zu sehen in der WDR-Mediathek"

#1 Kommentar von Kritiker am 13. Dezember 2008 @ 18:27

Liegt der BZMG bereits eine offizielle Stellungnahme zu dieser Behauptung vor, er, der WDR, biete dieses Video nicht auf der WDR-Homepage an?

Warum hat der WDR dann dieses Video produziert, bezahlt und gesendet?

Eine Antwort von offizieller Seite des Senders wird wohl viele WDR-Zuschauer interessieren.