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AWO-Vorstand Neuwerk zurückge­treten • Diskussionen um Verände­rungen bei den AWO Begegnungs­stätten Neuwerk und Volksgarten

Red. Neuwerk [ - Uhr]

Vollkommen überraschend sei der Vorsitzende der AWO Neuwerk, Heinz Kempkens, von seinem Amt zurück getreten – und mit ihm der gesamte Vorstand.

So war es beim Neujahrsempfang des Bezirksvorstehers Ost zu hören. 

Während man auf dem Empfang noch über die Gründe rätselte, bereitete sich am gleichen Tag die AWO Volksgarten auf ihre Jahreshauptversammlung vor.

Die versprach lebhaft zu werden, denn im Vorfeld machten Veränderungsabsichten des AWO-Kreisverbandes die Runde. 

Im Kern scheint es über Fragen zur Sicherung der Gemeinnützigkeit und die damit verbundene finanzielle Neuordnung der Ortsvereine, deren Begegnungsstätten und Regelung von Zuständigkeiten zu gehen. 

Doch während in Neuwerk offenbar ein Vorstand „das Handtuch geschmissen hat“, setzt man sich im Volksgarten mit den vom AWO Kreisverband gewünschten strukturellen Veränderungen offen und unter Einbezug der Mitglieder auseinander. 

Und so verwundert es nicht, dass auch schlechtes Wetter viele Mitglieder vom Besuch ihrer Jahreshauptversammlung im Volksgarten nicht abhielt: 40 Mitglieder und 4 Gäste fanden am 11.01.2014 den Weg zur Neusser Straße 401, denn schließlich stand nicht nur die Neuwahl des Vorstandes an, erwartet wurden auch Antworten auf Fragen und Erklärungen zur Zukunft der Begegnungsstätte. 

So war es denn kein Zufall, dass sich bereits 1½ Stunden zuvor die beiden „tragenden Säulen“ des Vereins, Rainer Ossig und Josef Classen, mit dem Vorsitzenden des AWO Kreisverbandes Uwe Bohlen zu einem einführenden Gespräch über die Zukunftsaussichten des Ortsvereins getroffen hatten. 

Die umfangreiche Tagesordnung verlangte einiges an Konzentration, doch lähmte dies keineswegs das Interesse der versammelten Mitglieder.

Schließlich ging und geht es um strukturelle Veränderungen, die dieses Haus direkt betreffen könnten. Infolge dessen wurde fast drei Stunden lang lebhaft diskutiert, eingewendet und nachgefragt. 

Insbesondere missfällt den Mitgliedern der AWO Volksgarten, dass alle Einnahmen der Begegnungsstätte und des Ortsverbandes in eine einzige Kasse fließen.

Das Gebäude gehöre zwar dem AWO Kreisverband, jedoch wurden scheinbar bisher aus dieser „Mischkasse“ sämtliche anfallenden Unterhaltskosten reguliert, darunter auch Kosten, die eigentlich der Eigentümer (Kreisverband) zu zahlen hätte und nicht der Nutzer (Ortsverein), so im Kern die Kritik der Versammlung. 

Deswegen strebt der Ortsverein Volksgarten eine klare Trennung von Kosten und Einnahmen an: 

„Alles was in der Begegnungsstätte durch Verkauf erwirtschaftet wird und was aus anderen Mitteln für den Betrieb dieser Begegnungsstätte in diese Kasse einfließt, soll auch für deren Ausgaben genutzt werden“, so die Meinung des wieder gewählten Vorsitzenden des AWO-Ortsverein Volksgarten, Rainer Ossig. 

„Die Beiträge und einzelne Spenden, die gezielt durch die Aktivitäten der Mitglieder erwirtschaftet werden, sollen nun auch nur noch für den Betrieb des Ortsvereins verwendet werden“, erklärt er weiter und führt gleich ein Beispiel an. „So musste oft an Dingen gespart werden, weil für den Vorstand Schönheitsreparaturen für dieses Haus vorrangig waren…“ 

Nun möchte man mit dem Geld des Ortsvereines andere Aktivitäten finanzieren, die den Mitgliedern für deren ehrenamtliche Arbeit oder Weiterbildung bisher fehlte. 

Mit seiner Wiederwahl bestätigten die Mitglieder auch diese Auffassung Rainer Ossigs. Das Vertrauen in ihn und „seine Mannschaft“ ist groß.

Der neu gewählte Vorstand im Einzelnen: 

  • Vorsitzender: Rainer Ossig
  • Stellvertreter: Josef Classen und Annemarie Gotzens
  • Kassiererin: Dagmar Ossig
  • Schriftführerin: Gisela Schulz
  • Beisitzer: Rita Baum und A. Wilhelm Köhler

Zu Kassenprüfern wurden Anita Bäumer und Werner Bäumer gewählt.

Als Delegierte für den Kreisausschuss wurden Josef Classen und Gabi Hüsges, als stellvertretende Delegierte Dagmar Ossig und Gisela Schulz gewählt. 

Rainer Ossig und sein Vorstand werden sich weiterhin mit dem AWO-Kreisverband konstruktiv wegen der Neuordnung der Finanzen auseinandersetzen. 

Eine Auseinandersetzung, die in Neuwerk nicht mehr möglich ist.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Rainer Ossig, dass er sich nicht vorstellen kann, die Verantwortung für beide Begegnungsstätten zu übernehmen, da es seiner Meinung nach zwei in sich geschlossene Vereine mit je eigener Begegnungsstätte sind. 

So liegt nun die Verantwortung über die Zukunft der Begegnungsstätte auf der Dünnerstraße 163 nicht nur allein in den Händen des AWO Kreisverbandes, sondern auch bei den Mitgliedern des AWO Ortsvereins Neuwerk. 

„Hier stehe ich auch gerne beratend zur Verfügung“, meinte Rainer Ossig abschließend zur Situation der AWO in Neuwerk. 

„Schließlich gibt es innerhalb des AWO Kreisverbandes die unterschiedlichsten Lösungen zur Unterhaltung und Nutzung von Begegnungsstätten, da wird sich mit Hilfe der Mitglieder sicher auch eine Lösung in Neuwerk finden“, ermuntert Rainer Ossig die Neuwerker Mitglieder.

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