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Grundschulen schrumpfen

Red. Schule, Studium & Arbeitswelt [ - Uhr]

Mit schulorganisatorischen Maßnahmen im Grundschulbereich wird sich der Schul- und Bildungsausschuss auf Basis der Anmeldeergebnisse in den kommenden Sitzungen befassen. So müsste der Rat der Stadt Mönchengladbach die auslaufende Auflösung der Katholischen Grundschule Waldhausener Höhe beschließen, falls hier eine Eingangsklasse nicht gebildet werden kann. 

Für die Grundschule Am Ringerberg regt die Verwaltung weiterhin einen Grundschulverbund an, ebenso für die Grundschule Damm.

Das Anmeldeergebnis der Grundschulen für das Schuljahr 2010/11 wurde im Schul- und Bildungsausschuss am 17.02.10 bekanntgegeben. Insgesamt haben sich bisher stadtweit 2.266 Kinder angemeldet.

Da nur noch wenige Kinder, die schulpflichtig werden, bisher keine Anmeldung abgegeben haben, wird mit keinen großen Verschiebungen mehr gerechnet.

Besonders problematisch ist die Situation an der Katholischen Grundschule Waldhausener Höhe, weil hier bisher lediglich 17 Anmeldungen vorliegen. Für die Bildung einer Eingangsklasse sind aber mindestens 18 Schüler vorgeschrieben.

Sollten sich bis zum 28.02. keine weiteren Anmeldungen an dieser Schule ergeben, dann werden die Eltern der bereits angemeldeten Kinder entsprechend angeschrieben.

Sollte es doch noch zu einer Klassenbildung kommen, dann bedeutet das allerdings immer noch nicht die endgültige Rettung, erläuterte Dr. Fischer in der Sitzung.

Wenn nämlich Kinder wieder z.B. wegen Umzug abgemeldet würden und die Zahl der verbleibenen Einschüler sinkt wieder unter 18, dann käme es letztlich doch nicht zur Bildung einer Eingangsklasse. Die Eltern müßten sich dann auch in diesem Falle doch noch nach einer anderen Schule umorientieren.

Zur Grundschule Am Ringerberg wurden 21 Kinder bis dato angemeldet. Ausreichend für eine Klasse und zur Sicherung des Fortbestands dieser Schule.

Grundschulen sollen gemäßt Schulrecht als Teilstandort geführt werden, wenn der Schulträger deren Fortführung für erforderlich hält. Die Verwaltung regt daher weiterhin an, diese Schule in einen Grundschulverbund mit der GGS Windberg als Stammschule einzubringen.

Vor dem Hintergrund der seit dem 01.02.09 unbesetzen Schulleiterstelle an der GGS Am Ringerberg bietet sich dies aus Sicht der Verwaltung an, der Beschluss müßte im Juli 2010 dann aber auch fallen.

Vor dem Hintergrund des Sparzwanges der Stadt dürften auch Politiker nicht abgeneigt sein, dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen.

Bleibt allerdings zu hoffen, dass mit Lehrern und Eltern beider Schulen auch persönliche Gespräche geführt werden.

Jede Grundschule verfügt nun mal über eine eigene Identität, Einbindungen und Konzeptionen, die bewahrenswert sind.

Auch an folgenden Schulen kommt es nach dem jetzigen Stand der Dinge nur zur Bildung einer Eingangsklasse:

  • GGS Rheindahlen 28
  • KGS Günhoven 22
  • KGS Hehn 24
  • GGS Regentenstraße 31
  • GGS Friesenstraße 29

Auch für diese Schulen wird die Verwaltung vstl. im Juni 2010 berichten, ob schulorganisatorische Maßnahmen angezeigt sind.

An der Katholischen Grundschule Damm reicht es zwar mit 37 Kindern für zwei Eingangsklassen, jedoch verweißt die Verwaltung auf die demografische Entwicklung und geht davon aus, dass es künftig – wie in früheren Jahren – nur noch für eine Eingangsklasse reichen wird. Auch hier wird wieder über einen Grundschulverbund nachgedacht.

Solch ein Verbund wurde vor einigen Jahren bereits den Politikern mit der KGS Bettrath als Stammschule vorgeschlagen, was jedoch damals abgelehnt wurde.

Die weitere Entwicklung dieser Schule bestätigt allerdings, dass durch die Aufhebung der Grundschulbezirke verläßliche Prognosen letztlich nicht mehr möglich sind.

Vollkommen anders die Lage in Beckrath. Hier wurden 71 Kinder angemeldet, die GGS Beckrath wird vstl. für das kommende Schuljahr eine Überlast fahren.

Dr. Fischer betonte, dass diese ersten Aussagen der Verwaltung derzeit nur Überlegungen seien und sagte den Politikern umfangreiche und präzise Vorlagen für die schwierigen anstehenden Entscheidungen zu.

Zur Montessori-Grundschule wollen 113 Kinder.

Die weiteren Anmeldeergebnisse: 

  • KGS Will-Sommer 58
  • Grundschule in Broich 25
  • KGS Günhoven 22
  • KGS Hehn 24
  • KGS Holt 55
  • GGS Hardt 43
  • KGS Venn 70
  • GGS Am Ringerberg 21
  • GGS Windberg 89
  • KGS Annaschule 60
  • GGS Alsstraße 46
  • GGS Regentenstraße 31
  • KGS Untereicken 54
  • GGS Carl-Sonnenschein 39
  • KGS Anton-Heinen 39
  • KGS Waldhausener Höhe 17
  • GGS Franz-Wamich 39
  • KGS Ohler 52
  • GGS Pesch 50
  • GGS Schulstraße 87
  • KGS Zeppelinstraße 53
  • GGS Neuwerk 54
  • KGS Bettrath-Hoven 49
  • KGS Uedding 37
  • GGS Hermann-Gmeiner 68
  • GGS Hockstein 57
  • KGS Nordstraße 41
  • KGS Waisenhausstraße 71
  • EGS Pahlkestraße 66
  • GGS Erich-Kästner 55
  • GGS Heyden 74
  • GGS Mülfort-Dohr 55
  • GGS Steinsstraße 47
  • GGS Astrid-Lindgren 66
  • Schule im Burgbongert 57
  • KGS Bell 37
  • GGS Friesenstraße 29
  • KGS Giesenkirchen 56
  • KGS Meerkamp 46
  • GGS Wickrath 78
4 Kommentare zu “Grundschulen schrumpfen”
  1. Sehr geehrter Herr Goehlmann,

    leider haben Ihre Zeilen nichts klären können ausser der Neuigkeit für mich persönlich, dass Sie Mitglied bei den Grünen waren, also sehr tiefe Kenntnis der Partei besitzen.

    Dann haben Sie doch sicher tatsächlich eine Meinung und auch eine Antwort auf meine wiederholte Frage:

    Welchen Maßnahmen möchte Sie denn als Vater ergriffen sehen, um die Schulen in Mönchengladbach erhalten?

    Welche “Lenkungen” möchten Sie denn einbauen oder durch die Politik eingebaut sehen?

    Das sollten Sie schon mal sagen, nicht nur polemisieren.

    Marktschreierei wie in Ihrem Kommentar hilft am wenigsten den Kindern.

  2. Sehr geehrte Frau Brainder.

    Zur Richtigstellung!

    Ich war selber bis zum 31.01.2010 Mitglied bei den Grünen in MG.

    Mit meinem Kommentar vertrete ich nicht die Meinung einer Partei, sondern meine persönliche Ansicht als Vater von vier schulpflichtigen Kindern!

    Desweiteren polemisiere ich nicht, sondern die Realität der Schulpolitik der Ampelkoalition sieht so aus, dass diese unter dem fadenscheinigen Grund der Umsetzung von Vorgaben der Bezirksregierung einzügige Grundschulen zu Verbundschulen umzuwandeln, langfristig betriebswirtschaftliche Gedanken pflegt.

    Das heißt, wird eine GGS Am Ringerberg Verbundschule der GGS Windberg, so wird die Grundschule in Waldhausen perspektivisch geschlossen.

    Leer stehende Gebäude können veräußert werden, so werden Verkaufserlöse erzielt, und die insolvente Kommune MG verbucht Einnahmen.

    Diese Schule ist eines der letzten wichtigen sozialen Bindeglieder im Ortsteil Waldhausen, was die FDP gesteuerte Ampel einfach übersieht.

    Die Elternschaft und die Schulleitung ist gegen eine Verbundschule, aber aus meiner politischen Mitgliedschaft weiß ich, dass solche Aspekte bei schulpolitischen Entscheidungen übergangen werden!

    Deshalb werde ich als Privatperson alles dafür tun, dies zu verhindern.

  3. Irgendetwas ist an Ihren Argumenten nicht nachvollziehbar, Herr Goehlmann.

    Niemand in diesem Land möchte Schulen abschaffen, weil er etwa gegen Bildung ist.

    Mit welchen Maßnahmen möchte denn ihre Partei die Schulen in Mönchengladbach erhalten?

    Welche „Lenkungen“ möchten Sie denn einbauen?

    Das sollten Sie schon mal sagen, nicht nur polemisieren.

    Marktschreierei wie in Ihrem Kommentar hilft am wenigsten den Kindern.

    Kein erwachsener Wähler wird aufgrund solcher Wortwahl eine Stimme zugunsten irgendeiner Partei abgeben.

  4. Folgende Richtigstellung!

    Die aktuelle Anmeldezahl der GGS Am Ringerberg beträgt 22 Schüler,die der Waldhausener Höhe 16!

    Die Schulpolitik der Ampel zielt auf Verkaufserlöse einzügiger Grundschulen, soziale Aspekte werden hierbei nicht berücksichtigt!
    Die GGS Am Ringerberg hat tendenziell eine ansteigende Schülerzahl.

    Sowohl die Schulleitungen der als Verbundschule geplanten Grundschulen,wie auch die Eltern sind gegen diese betriebswirtschaftliche Schulpolitik,der Elternwille wird übergangen.

    Die CDU-Fraktion unterstützt den Erhalt von Schulen wie die GGS Am Ringerberg, ebenso die Fraktion der Linken, während sich die Pseudsozialoökologen der Grünen vor Angst des Machtverlustes der kleinen FDP unterwerfen.

    Eine Perversion der Schulpolitik!!!

    Es schreit alles nach Bildungsgleichheit,die Realität zeigt Polemiker wie Westerwelle und Konsortium, die unmenschlich und unsozial Machtbesessenheit demonstrieren.

    Gute Nacht Mönchengladbach, gute Nacht Deutschland!

    Aber wir Bürger sind ja mündig und die nächsten Wahlen kommen bestimmt!

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