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Spatenstich und Baustart für Hugo-Junkers Hangar am Flughafen Mönchengladbach

[1]In Anwesenheit von Ministerialdirigent Karl-Uwe Bütof vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen fand am 15.04.2014 der erste Spatenstich für den Hugo Junkers Hangar statt.

Zum Baustart konnte eine prominente Besucherin am Flughafen Düsseldorf-Mönchengladbach begrüßt werden: Der Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge e.V. (VFL) hatte eine „Tante Ju“ aus dem schweizerischen Dübendorf einfliegen lassen.

Für die Bewirtung der Gäste sorgte der künftige Betreiber des Hugo Junkers Hangars, der Mönchengladbacher Event-Caterer noi!

Der Spatenstich lieferte einen ersten Vorgeschmack auf das, was ab Frühjahr 2015 im Hugo Junkers Hangar zu erwarten ist: Ein legendäres Flugzeug, eine lichtdurchflutete Multifunktionshalle, ein attraktives Empfangsgebäude und großzügige Außenflächen.

[2]Ein flexibles Raumkonzept soll Veranstaltungen unterschiedlichster Art – von der Tagung über Familien- und Jubiläumsfeiern, Produktpräsentationen bis hin zum Gala-Dinner ermöglichen.

Mittel- und Anziehungspunkt der neuen Attraktion wird die legendäre Ju 52, die im Hangar ihr neues Zuhause findet.

Die Ju 52 mit der Kennung HB-HOY wird von der Schweizer JU AIR und den Mitgliedern des VFL als eines der wenigen flugfähigen Junkers-Flugzeuge weltweit unterhalten und an ausgewählten Tagen vom Mönchengladbacher Flughafen aus zu Rundflügen starten.

Der Hugo Junkers Hangar wird auf einem 4.000 qm großen Grundstück unmittelbar neben dem Terminal des Mönchengladbacher Flughafens mit direktem Anschluss an das Vorfeld gebaut.

Die Silhouette des Gebäudes greift die gebogene Form eines typischen Hangars auf und überspannt einen lichtdurchfluteten Hallenbereich mit einem seitlichen Gebäuderiegel.

[3]Auf ca. 1.100 qm Fläche dient die Halle gleichzeitig als Unterkunft für die Ju 52 und als flexibel nutzbare Veranstaltungsfläche.

Im seitlichen Gebäuderiegel befinden sich im ersten Obergeschoss drei weitere Veranstaltungsräume, zum Teil mit Blick auf das Flughafenvorfeld sowie in die Halle.

Von der modernen Küche im Erdgeschoss aus wird der künftige Betreiber noi! Die Gäste kulinarisch verwöhnen, aber dort z. B. auch Kochkurse anbieten.

Das Mönchengladbacher Event- und Cateringunternehmen betreibt bereits seit 2013 die Veranstaltungslocation sowie das Restaurant „Kette & Schuss“ im hochschulnahen Monforts-Quartier in Mönchengladbach.

Mit der Idee, eine Ju 52 des Vereins der Freunde historischer Luftfahrzeuge in der Heimatstadt von Hugo Junkers zu präsentieren, hatte die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) 2010 erfolgreich beim NRW-EU Ziel 2-Programm (Wettbewerb „Erlebnis.NRW“) teilgenommen.

Das eigens zur Durchführung des Projekts gegründete städtische Tochterunternehmen, die Event-Hangar Mönchengladbach GmbH (100 Prozent-Tochterunternehmen der EWMG-Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach GmbH), erhielt im Jahr 2013 die Zusage für die öffentliche Förderung mit EU- und Landesmitteln.

Durch den Bau des Hangars soll Hugo Junkers, Ehrenbürger der Stadt Rheydt, in Mönchengladbach eine besondere Würdigung erfahren.

Die Stadt ehrt, verbunden mit einer erfolgreichen, wirtschaftlich nachhaltigen Nutzung, einen ihrer größten Söhne und präsentiert im Hugo Junkers Hangar lebendige Flugzeug- und Technikgeschichte.

Von den weltweit acht flugfähigen Ju 52-Flugzeugen, sind neben der HB-HOY lediglich vier weitere (von denen drei der JU AIR gehören und eine der Lufthansa Berlin Stiftung) für kommerzielle Rundflüge zugelassen.

Die HB-HOY ist eine CASA 352 (ein spanischer Lizenzbau der Ju 52) aus dem Jahre 1949. Sie wurde vom VFL restauriert, sodass sie seit 1997 wieder fliegt.

Fotos: Event-Hangar Mönchengladbach GmbH und RIMOWA

1 Kommentar (Öffnen | Schließen)

1 Kommentar Empfänger "Spatenstich und Baustart für Hugo-Junkers Hangar am Flughafen Mönchengladbach"

#1 Kommentar von Stadtfilzer am 22. April 2014 @ 18:59

Aus dem Artikel:

„ … und präsentiert im Hugo Junkers Hangar lebendige Flugzeug- und Technikgeschichte.“

Lebendige Flugzeuggeschichte. Deshalb ist die Ju 52 auch ständig unterwegs, statt wie vorgesehen dumm im Museum rum zu stehen. Geschieht sicher nur, um diese Lebendigkeit unter Beweis zu stellen. Wer rastet rostet angeblich.

Na ja, ist heutzutage üblich, dass Rentner wie die alte Tante Ju, noch dazu verdienen müssen. In diesem Fall vor allem, weil der VFL das Geld will/braucht.

Nen Hangar bekommen die ja schon mal für umme. Die Steuerzahler und diese total bankrotte Stadt, in der nicht mal Geld für Grünpflege und sprudelnde Brunnen vorhanden ist, machen’s möglich!

Eigentlich sollte die Ju auch mal hier (genauso wie in MG) für immer grounden:

[4]

Das scheiterte, weil die Ju 52 noch Geld einfliegen muss. Die in Köln wollten sie partout ständig dort stehen haben und waren in dem Punkt unerbittlich.

Gut, dass Gladbach wesentlich toleranter und großzügiger in der Auslegung ist, und der Verein über beste Verbindungen verfügt.