Aus für das „Kasino Narrenburg“ • KG Ruet-Wiss Okerke zieht die Reißleine • Vorsitzender Dr. Helmut Deden erklärt

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

Seit dem 01.06.2015 ist die KG Ruet-Wiss Okerke nicht mehr Mieterin der ehemaligen Stadtteilbücherei (heute: Kasino Narrenburg). KG-Vorsitzender Dr. Helmut Deden erläutert, wie es dazu kam:

„Wir haben fristgerecht zum Ende des vergangenen Jahres gekündigt und in der Folge versucht, mit der Stadt zu verhandeln, mit dem Ziel, dass wir uns das Kasino wieder leisten können.“

Dazu gehörte: Die Senkung des Mietzinses. Das war aber nicht möglich, da die Miete mit Euro 2,50 / m² bereits sehr günstig ist. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen (nur interne Veranstaltungen / keine Schankerlaubnis, die aber auch nicht angestrebt wurde / keine Konzession für die Küche, aufgrund fehlender baulicher Voraussetzungen der ehemaligen Staddteilbücherei) war klar: Das Kasino konnte sich nicht  oder nur schwer tragen.

Man habe auch nie Mitbewerber der hiesigen Gastronomie sein wollen. „Ich persönlich finde es schade, dass wir keinen Weg gefunden haben. Ich habe mit der Stadt eine Betriebsbeschreibung diskutiert, bei der wir uns bereits angenähert hatten.

Da wir aber keine Möglichkeit der Kostendeckung fanden, war das Ziehen der Reißleine unvermeidlich. Jetzt müssen wir überlegen, wie wir damit umgehen.

Es gibt durchaus Initiativen in Odenkirchen, die Location im weitesten Sinne zu erhalten. Ob speziell für Ruet-Wiss Okerke oder insgesamt für alle Vereine – das wird derweil diskutiert.

Wie sich das ausgestalten könnte … das ist noch offen. Es könnte sein, dass die Stadt sagt ‚Wir brauchen so etwas in Odenkirchen‘ und das intakte Kasino wird ‚betreut‘.

Es könnte auch sein, dass ein Förderverein sagt: ‚Wir wollen das Kasino behalten.‘

Dieser Förderverein könnte nicht gemeinnützig sein, da er einen Wirtschaftsbetrieb führt.“

Wie es weitergeht? Wir werden aktuell berichten.

Trotz schwieriger Gesamtlage gibt es zwei gute Meldungen: Dr. Helmut Deden, auch schwierigen Situationen durchaus gewachsen, steht unmittelbar vor dem Wechsel in den beruflichen Ruhestand.

Er gewinnt dadurch mehr Zeitsouveränität. Das kommt auch der KG zugute.

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