Odenkirchen: Bezirksvorsteherin Renate Zimmermanns (CDU) gegen Schließung des Odenkirchener Hallenbads

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

wappen-odenkirchen-thb2.jpgWenn das Stadtbad in Rheydt (Pahlkebad) saniert ist, sollen die Hallenbäder in Odenkirchen, Hard und Morr geschlossen werden. Nach den derzeitigen Planungen dürfte das 2013 der Fall sein.

Für die Bürger des Stadtteils Odenkirchen wäre das ein großer Verlust. Die Redaktion Odenkirchen der BZMG stellte der Odenkirchener Bezirksvorsteherin und Gründerin des Vereins Hallenschwimmbad Odenkirchen e.V., Renate Zimmermanns (CDU), einige Fragen und erhielt umgehend die Antworten:

BZMG: Wie stehen Sie als Bezirksvorsteherin von Odenkirchen zu der Schließung des Odenkirchener Hallenbades?

Renate Zimmermanns: „Ich bin gegen die Schließung des Odenkirchener Hallenbades.“

BZMG: CDU und FDP wollen in der Ratssitzung am 17.12.2008 die Schließung des Bades beantragen. Ist dieser Beschluss im Sinne Odenkirchens und kann er von Ihnen mitgetragen werden?

Zimmermanns: „Die beabsichtigte Schließung des Hallenbades ist natürlich nicht in meinem Sinne.

Bedauerlicherweise darf ich sowohl im Hauptausschuss als auch im Rat nicht an Beratung und Beschlussfassung teilnehmen da ich als befangen gelte.

Begründung: Ich habe persönlich im Jahr 2000 den Verein Hallenschwimmbad Odenkirchen e.V. gegründet, mit dem Ziel den Schwimmsport für die Bevölkerung in Odenkirchen aufrecht zu erhalten. Seit dieser Zeit bin ich ehrenamtlich aktiv mit meinem Verein verbunden, sei es Dienst an der Kasse, Betreuung der Ãœbungsleiter usw. Darüber hinaus bin ich Geschäftsführerin des Vereins.

BZMG: Es besteht die Möglichkeit, dass die Bezirksregierung die Schließung des Odenkirchener Bades schon vor Sanierung des Pahlkebades in Rheydt fordert. Sehen Sie eine Möglichkeit, das Odenkirchener Bad trotzdem noch bis 2013 offen halten zu können?

Zimmermanns: „Laut Beratungsvorlage wäre zumindest bis zum Jahr 2014 das Hallenbad gesichert, das heißt bis zum Bau des Pahlkebades und anschließender Sanierung des Rheindahlener Bades.“

BZMG: Odenkirchen hatte bereits zu Gunsten von Giesenkirchen auf das Freibad Beller Mühle verzichten müssen. Jetzt soll das Odenkirchener Hallenbad geschlossen werden, Giesenkirchen wird sein Hallenbad behalten, obwohl es im Rödl-Gutachten auch zur Schließung vorgeschlagen wurde. Ist das aus Odenkirchener Sicht gerechtfertigt?

Zimmermanns: „Das Giesenkirchener Bad ist nur deshalb aus der Diskussion außen vor, weil es umfangreich saniert wurde.“

BZMG: Sollte das Pahlkebad nicht saniert werden können, weil die Bezirksregierung wegen der Finanzlage der Stadt Mönchengladbach dem nicht zustimmt, würde es spätestens ab 2013 im neuen Stadtbezirk Süd, zu dem Odenkirchen gehört, kein Hallenbad mehr geben. Der Stadtbezirk West dagegen würde mit Wickrath und Rheindahlen gleich zwei Hallenbäder zur Verfügung haben. Ist das dann nicht eine Benachteiligung für den Stadtbezirk Süd?

Zimmermanns: „Das wäre sicherlich eine Benachteiligung für den Bezirk Süd gegen die ich mich auch wehren würde. Aber ich gehe nicht davon aus, dass es so weit kommt.“

BZMG: Können Sie uns abschließend noch Ihren Wunsch zur Bädersituation in Odenkirchen und in Mönchengladbach sagen?

Zimmermanns: „Bei unserer desolaten Haushaltslage ist das mit dem Wünschen so eine Sache. Aber dennoch wäre mein Wunsch: Der Erhalt und die Sanierung des Odenkirchener Hallenbades.

Wir haben sechs Schulen in unmittelbarer Nähe. Die meisten Schüler könnten sogar zu Fuß zum Schulschwimmen kommen. Die Fahrkosten und Fahrzeit zu anderen Schwimmstätten könnte man einsparen.

Die Nachmittage sollen für das öffentliche Schwimmen vorgehalten bleiben. So wie zur Zeit, können hier Kinder das Schwimmen erlernen und für viele ältere Menschen die das Hallenbad nutzen, ist das die beste Möglichkeit etwas für die Gesundheit zu tun.

Außerdem übt hier eine Tauchgruppe und eine türkische Frauengruppe, die nirgendwo untergekommen ist, hat hier Schwimmstunden.

Wenn ich die Bädersituation in Gänze betrachte, hätte ich mir gewünscht, dass neben dem Sportschwimmen auch der Spaßfaktor in den Bädern mehr berücksichtigt würde.“

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