Bläck Fööss in der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke [mit Video & O-Tönen]

Red. Schule, Studium & Arbeitswelt [ - Uhr]

Das Lehrerteam der Gemein­schafts­haupt­schule (GHS) Kirschhecke macht immer wieder positiv von sich reden. So gelang es ihm, am 10.07.2013 die Bläck Fööss in die Schule zu holen.

Dass die Kölner Kultband nach Odenkirchen kam, ist Lehrerin Anja Stiebitz und ihren guten Kontakten in die Domstadt zu verdanken.

Sie, ihre Kollege Rainer Kebeck und weitere Hauptschullehrer bereiteten die Schüler der 5a, 5b und 5c auf den Besuch von Hartmut Pries, „Kaffi“ Bierman und „Bömmel“ Lückerath vor und richteten den Speisesaal der Schule her.

Den drei Akteuren der Bläck Fööss ist es bei ihrem Schulprojekt, das sie durch Kölner, Düsseldorfer und auch eine Mönchengladbacher Schule führte, ein Anliegen, in lockerer Atmosphäre Kinder in Schulen zum Mitsingen zu animieren, ihnen aber auch auf die ihnen eigene Art die Kölsche Mundart nahezubringen.

Daran, dass dies auch an der Kirschhecke gelang, hatte Anja Stiebitz einen großen Anteil. Über mehrere Wochen übte sie mit den Kindern Lieder aus dem Repertoir der Bläck Fööss ein, machte sie textsicher und stattete sie mit Texten und sogar mit CDs aus, so dass die Kinder sich auch zuhause „einstimmen“ konnten.

Dass dies kein einfaches Unterfangen war, wird daran deutlich, dass neben den deutschen Hauptschülern eine nicht geringe Zahl von ausländischen Kindern an der GHS unterrichtet wird.

Wie die Bläck Fööss in Gesprächen mit den Kindern erfuhren, kommen die Eltern einiger Kinder aus dem Kosovo, Iran, Türkei, Syrien, Ghana, Rußland und einigen anderen Ländern. Nur einfach von Kindern mit „Migrationshintergrund“ zu sprechen, trifft nicht den Kern. Die GHS Kirchhecke ist eher eine „internationale“ Schule.

Darüber und auch über das Thema „Inklusion“ sprach der Senior der Kölner Kultband, Hartmut Pries (70) mit Schulleiter Jack Onkelbach vor der Veranstaltung – und das keineswegs oberflächlich.

Vor und während der mehr als einstündigen Aufführung verstand es „Bömmel“ Lückerath die Kinder immer wieder mit einzubinden und mehr von ihnen zu erfahren. Die „Ohrwürmer“ taten ihr übriges.

Zumindest ein wenig der persischen Sprache mächtig zeigte sich „Kaffi“ Biermann, als eine iranische Schülerin fragte, was „21“ auf persisch heißen würde. Die Antwort kam prompt: „bisdu jek“, was natürlich zur allgemeinen Erheiterung beitrug.

 

Vor dem letzten Lied – es war das erste, das die Bläck Fööss vor mehr als 40 Jahren aufgenommen hatten und ihnen zum Durchbruch verhalf („Drenk doch eene mit …“) – hatten die Schüler zahlreiche Fragen an Hartmut, „Kaffi“ und „Bömmel“, die sie bereitwillig beantworteten.

[audio:13-07-10-kirchhecke-fragen.mp3][ca. 12 Min.]

Nach der Veranstaltung kam dann der Wunsch vieler Schüler nach Autogrammen, die die Bläck Fööss ebenfalls bereitwillig gaben. Bemerkenswert war, dass sie keine Autogrammkarten verteilten, sondern sich auf den Blättern „verewigten“ die ihnen die Schüler anreichten.

Schließlich waren die drei nicht in Sachen PR unterwegs, sondern sozusagen „privat“ im Sinne ihres Schulprojektes.

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