- BürgerZeitung für Mönchengladbach und Umland 1.0 - http://www.bz-mg.de -


Hoteltüranhänger jetzt auch an Mönchengladbacher Rolltonnen • GEM droht mit Nicht-Leerung von Rolltonnen • Erboster BZMG-Leser schreibt

[1][24.01.2019] Es gibt sie millionenfach, in den unterschiedlichsten Farbe und Formen und mit kreativen und weniger kreativen Sprüchen: Die Hoteltüranhänger. Viele von ihnen haben den Weg in Sammlungen gefunden.

Nun ist noch ein Exemplar hinzugekommen, und zwar der von der GEM, der selbst bei eingefleischten Sammlern kaum Enthusiasmus hervorrufen dürfte.

Auch wenn der „Anhänger“ an einer der neuen grauen Rolltonen hängend, diese etwas bunter erscheinen lässt, die Botschaft verspricht nichts Gutes:

„ACHTUNG Sie haben die Füllmenge überschritten. Bei Wiederholung sind wir beauftragt dieses Gefäß nicht zu leeren.“

So war es nach den Leerungen im Fußgängerbereich der Hauptstraße vielfach zu lesen.

[2]

Aber nicht nur da, sondern auch im Postleitzahlenbereich 41199.

Von dort aus erreichte uns dieser Brief eines erbosten BZMG-Lesers:

„Bei unserer letzten Müllentsorgung in 41199 … fand ich an meiner neuen Mülltonne einen grünen Anhänger der MAGs mit dem Wortlaut : ACHTUNG Sie haben die Füllmenge Überschritten. Bei Wiederholung sind wir beauftragt dieses Gefäß nicht zu leeren. Bei Rückfragen…..

Ich möchte meiner Verärgerung hiermit Ausdruck verleihen. Ich empfinde die Wortwahl als absolut unverschämt.

Ob die Tonne überfüllt war kann ich nicht beurteilen sie war komplett gefüllt es stand kein Müll daneben.

Gibt es nun schwarze Listen die auf den Müllfahrzeugen geführt werden, oder wie will man mich als evtl. Wiederholungstäter identifizieren??

Es geht um die Wortwahl.

Selbst wenn ich hier etwas nicht korrekt gemacht habe woher nimmt man das Recht mir zu drohen.

Man kann jemanden auf einen Fehler hinweisen, das ist korrekt, aber woher nimmt die Mags das Recht gleich zu drohen.

Es ist eine Unverschämtheit so vorzugehen.

Überall ist der Aufschrei zu hören das immer mehr Chaoten und Extreme in die Parlamente kommen, aber genau das ist der Weg dorthin, den Bürger auch wenn er vielleicht einen Fehler gemacht hat , gleich bedrohen.

Inzwischen habe ich sogar von der Stadt eine Reaktion bekommen , die meiner persönlichen Meinung nach schon etwas boshaftes hat weil man dem unartigen Bürger wieder droht.

Sehr geehrte Frau / sehr geehrter Herr …,

ich danke Ihnen, dass Sie sich mit Ihrem Problem an das Bürgerbüro gewendet haben.

Leider bin ich die falsche Ansprechpartnerin. Zuständig ist hier mags-Müll-Grün- und Straßenbetrieb AöR. Ihre E-Mail gebe ich gerne an Service@mags.de zur Kenntnisnahme weiter.

Ich würde den Satz ‚ACHTUNG Sie haben die Füllmenge Überschritten. Bei Wiederholung sind wir beauftragt dieses Gefäß nicht zu leeren. Bei Rückfragen…..‘ allerdings nicht als Drohung empfinden, sondern als Hinweis, der sich konsequenterweise auswirken könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag …“ (Zitat Ende)

 

2 Kommentare (Öffnen | Schließen)

2 Kommentare Empfänger "
Hoteltüranhänger jetzt auch an Mönchengladbacher Rolltonnen • GEM droht mit Nicht-Leerung von Rolltonnen • Erboster BZMG-Leser schreibt"

#1 Kommentar von BuergerMG am 24. Januar 2019 @ 19:30

Was erwarten denn unsere Ratsmitglieder und entsprechende Verwaltungsrat Mitglieder der mags?

Man darf seine Tonne an die Straße stellen, dort hat jeder die Möglichkeit etwas in die Tonne zu werfen auch wenn es sich hierbei nicht um den rechtmäßigen Nutzer handelt.

Dieser kann so clever wie er ist nach der Leerung wieder etwas hereinwerfen.

Das Zeitfenster zwischen bereitstellen, entleeren und wegstellen ist entsprechend groß.

#2 Kommentar von drikkes am 26. Januar 2019 @ 08:57

Auch wenn die Geschäftsführung mit der Ein- und Durchführung eines neuen Entsorgungssystems überfordert scheint, sollte man nicht übersehen, wer hierfür letztlich die Verantwortung trägt.

Der Rat der Stadt Mönchengladbach hatte ausreichend Zeit, sich auch mit den Details zu beschäftigen, z.B. damit, dass Papierkartons nicht mehr – neben der Blauen Tonne – entsorgt werden, dass große Rolltonnen in engen Mietshäusern zu Platz- und Transportproblemen führen werden, dass Füllstandsanzeigen kontrolliert werden müssten (auch gegen unbefugtes Befüllen durch Dritte), dass stark gestiegene Entsorgungskosten (Bauschutt) an den Sammelstellen u.U. wieder zu mehr wilder Müllentsorgung führen werden …

Auf diese Probleme wurde die GroKo aus SPD- und CDU Ratsherren und –frauen hingewiesen (man hätte auch selbst darauf kommen können), beschlossen hat sie das Müllkonzept dennoch.

Jetzt sollte auch die Politik für die Lösung sorgen und dies nicht alleine den Müllwerkern und mags-Führung überlassen.