Neu-Anbau für den Städtischen Kindergarten Hoemenstraße in Odenkirchen

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

logo-mg-odenkirchen41Große Aufregung herrschte in den vergangenen Tagen im städtischen Kindergarten Hoemenstraße in Odenkirchen. Die Stadt genehmigt unseren Anbau nicht. Dabei war alles schon beschlossen, empörten sich Eltern. Als Spielverderber hatten sie das städtische Bauordnungsamt ausgemacht.

Doch es kam die Entwarnung, die Stadt hat einen Alternativplan für den Anbau. Der wird vermutlich genehmigt, so dass schnell mit dem Bau begonnen werden kann, teilte die Stadt auf Anfrage mit.

Insgesamt 1,64 Millionen Euro

Das war geschehen: Der Kindergarten Hoemenstraße in Odenkirchen ist einer von 22 Familienzentren in der Stadt. Diese haben eine besondere Struktur und bieten für Mütter und Väter Vorträge, Kurse, Sprechstunden und Hilfe an.

13 davon wurden sogar mit dem Gütesiegel (Familienzentrum NRW) zertifiziert, darunter der Odenkirchener Kindergarten an der Hoemenstraße. Damit er das Zusatzangebot machen kann, benötigt er zusätzliche Räume.

Die mit mehr als 1,2 Milliarden Euro verschuldete Stadt fand eine gute Möglichkeit, das Projekt zu finanzieren. Aus Mitteln des Konjunkturpakets stehen für den Ausbau von sieben Familienzentren rund 1,64 Millionen Euro zur Verfügung. Genügend Platz schien vorhanden: Neben dem Kindergarten ist eine städtische Grünfläche, die Meinung aller teilweise genutzt werden könnte.

Doch als es zum Schwur kam, verweigerte das städtische Bauordnungsamt die Genehmigung. Wenn wir als Bauordnungsamt von privaten Bauherren verlangen, dass sie bei ihren Vorhaben öffentliche Grünflächen beachten, können wir selbst nicht gegen diesen Grundsatz handeln, hieß es.

Die Eltern waren empört und sahen vor ihrem geistigen Auge die Anbaupläne bereits wieder in der Schublade verschwinden. Das hätte Konsequenzen für die Arbeit in der Einrichtung gehabt, die bereits seit Monaten das neue Konzept zugrunde legt. aber mit großer Raumnot zu kämpfen hat.

In diesem Fall scheint aber die Sorge unbegründet zu sein. Es gab intensive Gespräche zwischen der städtischen Bauverwaltung und dem Jugendamt. Danach stand eine neue Lösung auf dem Papier. Sie sieht vor, den Anbau auf der anderen Seite der Grünfläche zu errichten. Da ist genügend Platz.

Das funktioniert ohne größere Probleme. Die Genehmigung kann bereits dafür erteilt werden, teilte Stadtsprecher Wolfgang Speen auf Anfrage mit.kindergarten-1

Der Anbau, der unmittelbar an das bestehende Gebäude andockt, sieht einen eingeschossigen Baukörper mit zwei Multifunktionsräumen, Sanitärbereich und Foyer vor. Insgesamt umfasst der Anbau eine Nutzungsfläche von rund 90 Quadratmetern. Die Kosten belaufen sich auf rund 230 000 Euro.

Durch den Neubau werden Spiel- und Grünflächen im Außenbereich nicht beeinträchtigt.kindergarten-2

Es bleibt also abzuwarten wie nun letztlich beim Neubau vorgegangen wird. Weitere Verhandlungen zwischen dem Kindergarten und der Stadt laufen bereits.

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