Offener Brief: Unzufriedenheit in Sasserath • Einige Politiker reagieren

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

Der Sasserather Dieter Engelhardt hat sich mittels eines offenen Briefes an Politik und Presse gewandt. Vor 23 Jahren zog er nach Sasserath und fühlte sich bis vor 2 – 3 Jahren dort sehr wohl.

Mit Einrichtung des neuen Gewerbeparks Güdderath habe sich sein Wohlbefinden sehr abgeschwächt. Der LKW Verkehr und der damit verbundene Lärm habe stark zugenommen.

Verkehrsberuhigungen seien bisher nicht eingerichtet worden. Als weiteres Sorgenkind sieht Dieter Engelhardt den Dorfplatz.

Zwar habe sich eine Bürgerinitiative gegründet (die auch schon einiges vorzuweisen hat), aber eine Unterstützung durch die Parteien sei ausgeblieben.

Durch den Brand der Gaststätte Sasserather Hof sei ein Kommunikationsmittelpunkt weggefallen. Die alte Schule entspreche in ihrem Bauzustand dem Standard der Nachkriegszeit.

Von der Politik wünscht sich Dieter Engelhardt Lösungsansätze für die unerträgliche Situation. CDU-Oberbürgermeisterkandidat Hans Wilhelm Reiners hat Verständnis für den Unmut.

Bereits dreimal habe die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung MG-Süd ein Verkehrskonzept für den Regiopark angemahnt.

Seitens der Stadtverwaltung sei nichts passiert. Petra Heinen-Dauber, CDU-Ratskandidatin im Wahlbezirk Kamphausener Höhe/Sasserath/Mongshof präzisiert das noch einmal:

„Die CDU hat schon früh erstmals im Herbst 2010 einen entsprechenden Antrag gestellt.“ Zwei Jahre später sagte die Verwaltung dann endlich zu, zeitnah das geforderte Verkehrskonzept vorzulegen.

Weil danach aber weiterhin nichts passiert sei, stellte die CDU im November 2013 erneut einen Antrag, der wiederum breite politische Zustimmung fand.

Hans Wilhelm Reiners, der nicht zwingend Verbote als einzige denkbare Lösung des Problems sieht: „Ich würde zunächst versuchen, in Gesprächen mit den Verantwortlichen der Unternehmen ein Bewusstsein für das Problem zu wecken und dann nach einvernehmlichen Lösungen suchen.“

DIE LINKE sieht das Problem des LKW-Verkehrs durch Sasserath ähnlich wie der Schreiber des offenen Briefes. Früher schon hat die „Linke Liste Odenkirchen – LiLO“ und auch die Partei DIE LINKE immer vor der Zunahme des Verkehrs bei Ansiedlungen von Logistikfirmen gewarnt.

DIE LINKE weiter: „Nachdem das Kind nun in den Brunnen gefallen sei, stelle sich die Frage, welche kurzfristigen verkehrstechnischen Lösungen für die Reduzierung des Verkehrs in Sasserath möglich wären.

Möglichkeiten wie Ampel, Kreisverkehr, Verkehrsinsel seien geeignet. Darüber hinaus müsse geprüft werden, ob nicht generell der LKW Verkehr aus und zum Regio Park von der Kölner Straße ferngehalten werden könnte.

Grundsätzlich müsste es möglich sein, diesen gesamten Verkehr über das Autobahnkreuz Wanlo und die Abfahrt Mönchengladbach Güdderath zu regeln.

Hier wäre kaum Wohnbebauung tangiert. Als Maßnahme könnte ein LKW Durchfahrtsverbot von der L19 rechts in Richtung Jüchen auf der Kölner Straße dienen.

Weitere Überlegungen müssten dann angestellt werden, um ein Abbiegen des LKW-Verkehrs, der zum Regio muss, am Autobahnkreuz Holz in Richtung Abfahrt Mönchengladbach Odenkirchen zu verhindern. Welche Lösungen auch immer erarbeitet werden: Die LINKE bietet den Sasserathern Unterstützung bei der Umsetzung an.“

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