Veröden unsere Innenstädte? CDU will dagegenhalten!

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

Mit der Verlagerung der Aldi-Filiale in Odenkirchen von der Hoemenstraße zum Stapper Weg hat sich das Einkaufsge­schehen in Odenkirchen erneut ein Stückchen weiter aus dem Innenstadt­bereich entfernt.

Grundsätzlich, so heißt es aus Kreisen der CDU, steht man dieser bereits seit langem zu beobachtenden Entwicklung mittlerweile kritisch gegenüber.

Natürlich bringt die Konzentration attraktiver Märkte an einer verkehrsgünstig gelegenen und mit Parkraum gut ausgestatteten Stelle besonders für die Konsumenten, die mobil sind und nicht auf fußläufige Erreichbarkeit der Geschäfte angewiesen sind, etliche Vorteile.

„Sorge macht uns jedoch“, so die Vorsitzende der CDU-Odenkirchen, Petra Heinen Dauber, „dass mit jedem Weggang eines leistungsstarken Marktes aus dem Innenstadtbereich zum einen vor allem für die älteren Menschen der Einkauf des täglichen Bedarfs schwieriger wird und dass zum anderen Käuferkreise nicht mehr in den Innenstadtbereich hineingezogen werden und damit die Existenzgrundlage der übrigen Einzelhändler erheblich gefährdet wird.“

Ganz davon abgesehen berge der drohende Leerstand von Ladenlokalen, z.B. auf der gerade erst neu gestalteten Burgfreiheit, Raum für eine Entwicklung, die sicher nicht der Attraktivitätssteigerung der Odenkirchener City dienlich sei.

In Odenkirchen ist man überzeugt, dass man nun über ausreichend verkehrsgünstig gelegene Einzelhandelsmärkte an peripheren Standorten verfügt.

Man ist nicht bereit, weitere Standorte am Ortsrand zuzulassen, sondern man will zukünftig das Augenmerk auf die Weiterentwicklung der bestehenden Einzelhandelsstandorte im Zentrum Odenkirchens legen.

„Es wird eine vorrangige Aufgabe der Politik, nicht nur in Odenkirchen, sein, dieser Entwicklung entschieden entgegenzutreten, Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten und tragbare Konzepte zu entwickeln, damit es auch längerfristig nicht zu einer Verödung und Entvölkerung in den Kernbereichen kommt“, so die CDU-Odenkirchen weiter

4 Kommentare zu “Veröden unsere Innenstädte? CDU will dagegenhalten!”
  1. @ M. Angenendt

    Bei Ihren Angaben fehlen, wie ich nun gelernt habe, noch die ca. 10% (oder mehr)Unterbeschäftigten.

    http://www.bz-mg.de/kommunalwahl-2014/live-duell-zwischen-bude-und-reiners-bei-bvmw-teil-iv-uber-mittelstand-zalando-arbeitslose-in-monchengladbach-sowie-den-internethandel-und-seine-folgen-%e2%80%a2-zalando.html

    Da braucht man sich über mangelnde Umsätze im Einzelhandel und Leerstände nicht zu wundern. Ob mit oder ohne Aldi.

  2. Veröden unsere Innenstädte? Ach, Frau Heinen-Dauber und CDU, auch schon gemerkt! Ging echt schnell!

    Die Frage ist schnell beantwortet.

    11,8% Arbeitslosenquote in Mönchengladbach. Das ist mehr als im Ruhrgebiet (11,5%) und Ostdeutschland (10,6%). Stand März 2014.

    Westdeutschland liegt im Schnitt bei 6,2% und das Rheinland –Arge-Bezirk- (wo MG auch drin steckt) bei 8,4%. Die miesen Zahlen Gladbachs machen den Schnitt kaputt.

    Bei unseren Nachbarn im Rhein-Kreis-Neuss liegt die Quote bei nur 6,7%.

    Warum Geschäfte Leerstand haben ist also schnell beantwortet. Neben den Auswirkungen der Demografie sorgen hohe Arbeitslosenzahlen, Geringverdiener und Aufstocker (März 2013 6.188 – leider keine aktuelle Zahl gefunden, wird wohl kaum weniger sein) bekanntlich nicht für volle Geschäfte und gute Umsätze

    Noch nebenbei die Zahl der Aufstocker ist getrickst, weil Bezieher von Kinderzuschlag da nicht mitgerechnet werden! Toll! Sind also noch mehr.

    Woher Geld zum Einkaufen nehmen, wenn die Taschen leer sind.

    Den Rest erledigt bei denen, die es sich noch leisten können, der Kauf im Internet.

    Und nun?

    Bildung, Berufsausbildung, Arbeitsplätze, die es Menschen ermöglichen von ihrem Einkommen GUT leben können und noch was darüber hinaus haben, statt aufstocken zu müssen, das ist dringendst nötig!

    Logistik ist vielleicht nett (menschlich gesehen überhaupt nicht!!), bringt aber nix. Masse statt Klasse. Klar, logo, einige fallen aus der Arbeitslosenstatistik in Sklavenarbeitsplätze und die Stadt hat weniger Sozialausgaben.

    Das reicht aber nicht um auf Einkaufstour gehen zu können. Wer kaum mehr hat als vorher aus Sozialleistungen, kann nicht mehr ausgeben. Geht einfach nicht! Logisch kann dann auch keiner was an den Leuten verdienen.

    Also Frau Heinen-Dauber und CDU. Endlich das tun, was in dieser Stadt jahrzehntelang ignoriert wurde, weil die Herrschaften aus der Politik mit sich und damit beschäftigt waren zu bauen, sich Grundstücke zuzuschanzen, Pöstchen zu besetzen, zu klüngeln und zu raffen was zu kriegen war. Dasselbe werfe ich auch der FDP und SPD vor.

    Jetzt über Leerstände lamentieren ist echt billig. Vieles, auch wo Innenstadt anfängt und aufhört und was da passieren darf oder nicht wurde von der Partei von Frau Heinen-DAuber festgelegt.

    Sollte Frau Heinen-Dauber und die CDU also noch nach einem Betätigungsfeld suchen: Bitte schön, es gibt SEHR VIEL nachzuholen und ZU TUN. Da können Sie sofort anfangen und schon mal erklären, was SIE tun wollen.

    Solches Gejammer wie in diesem Artikel können Sie sich schenken.

    Sie machen genau das, was Politik(er) immer sehr gern den Bürgern vorwerfen: Meckern, jammern, Schuld auf andere schieben aber keine Lösungen anbieten!

  3. @ Henner Steigert

    Ganz richtig was Sie schreiben.

    Zur CDU-Frage: Veröden unsere Innenstädte. Wie steht es mit den Arcaden? Wie „belebend“ werden die wirken?

    Zu Odenkirchen.

    Schon der erste Satz kann nur heftiges Headbanging verursachen.

    Und dann auch noch Aldi an der Hoemenstraße? Zumindest bisher nicht in Odenkirchen. Die Filiale war seit zig Jahren (Jahrzehnten?) an der Karlstraße und immerhin 600 – 700 schlappe Meter vom „Innenstadtbereich“ Odenkirchens (Burgfreiheit) entfernt.

    Was erzählt Frau Heinen-Dauber für einen Unsinn! Zitat aus dem Artikel:

    „Sorge macht uns jedoch“, so die Vorsitzende der CDU-Odenkirchen, Petra Heinen Dauber, „dass mit jedem Weggang eines leistungsstarken Marktes aus dem Innenstadtbereich zum einen vor allem für die älteren Menschen der Einkauf des täglichen Bedarfs schwieriger wird und dass zum anderen Käuferkreise nicht mehr in den Innenstadtbereich hineingezogen werden und damit die Existenzgrundlage der übrigen Einzelhändler erheblich gefährdet wird.“

    „Weggang eines leistungsstarken Marktes aus dem Innenstadtbereich“??

    Die Aldi-Filiale lag bisher auf gar keinen Fall im „Innenstadtbereich“! Durch die „alte“ Aldi-Filiale wurde NIEMAND in den Innenstadtbereich „hineingezogen“!

    So ein Nonsens!

    Die lag viel zu weit außerhalb der „Innenstadt“. Da ist Kaiser’s noch näher dran. Aber auch dieser Markt liegt nicht wirklich in der Innenstadt.

    War für ältere oder gehbehinderte Menschen aus der Innenstadt (Burgfreiheit) der Weg zu Aldi etwa nicht schon bisher sehr weit, gar viel zu weit?

    In der Odenkirchener Innenstadt gibt es seit Jahrzehnten einen sehr gut etablierten Rewe-Markt.

    Die Existenzgrundlage einiger Geschäfte wäre gefährdet, wenn Aldi (oder auch Lidl) noch näher an der Innenstadt wären. Das wäre eine passendere Aussage gewesen.

    Frau Heinen-Dauber sollte sich außerdem bei den CDU-Mitgliedern Bücker (Fa. Jessen/Viehof) beschweren.

    Die sind der Odenkirchener CDU offensichtlich überaus freundlich zugeneigt, wie diese Anzeige vor Weihnachten bestätigte:

    http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-sued/odenkirchen-gudderath-sasserath/wussten-wir-es-nicht-schon-immer-%e2%80%a2-passt-doch.html

    Wer hat Jessen/Viehof in dieser Stadt bisher Narrenfreiheit gewährt? Und das nicht erst seit den 5 Jahren nach der letzten Kommunalwahl?

    Jetzt von drohenden Leerständen von Ladenlokalen in der Odenkirchener Innenstadt, also des neu gestalteten Teiles der Burgfreiheit, im Zusammenhang mit Aldi zu schwadronieren ist mehr als vollkommener Unsinn!

    Wie schon eingangs erwähnt, liegen diese nur schlappe 600 – 700 Meter auseinander. Sooo riesig ist die Odenkirchener Innenstadt nun wirklich nicht!

    Wie definieren die CDU/Frau Heinen-Dauber in Odenkirchen den Umfang/Bereich Innenstadt?

    Einige Sätze weiter wird erklärt, dass es genug periphere Standtorte (Aldi bisher Karlstr., nun ca. 200 m weiter Stapper Weg, Lidl ebenfalls Stapper Weg) gibt.

    Ja, was denn nun?

    Peripher oder Innenstadt?

    Wo lag der „alte“ Aldi-Markt für die CDU/Heinen-Dauber und wo liegt/lag das Problem?

    Wer hat hier in den letzten Jahrzehnten maßgeblich die Stadtentwicklung auch in Odenkirchen (nicht immer zum Vorteil!) beeinflusst? War das nicht zufällig die CDU? Vor allem auch als der Aldimarkt an der Karlstraße entstand? Einfach mal an die eigene Nase fassen!

    Es wahlkrampft ganz schön. Wenn auch höchst eigenwillig, reichlich abstrus und krampfhaft konstruiert, gemäß der noch fragwürdigeren Argumentation von CDU/Heinen-Dauber.

    Frau Heinen-Dauber sollte sich weiter um die Verhinderung der Windenergieanlagen auf Jüchener Gebiet an der Stadtgrenze zu Rheydt-Odenkirchen kümmern.

    Da könnte sie zeigen, was sie/CDU kann, denn das kann noch richtig heftig werden. Ob sie/CDU diese verhindern können? Mal sehen, wie viel Einfluss sie auf die NEW/Gemeinde Jüchen ausüben können.

    Ist auf jeden Fall von größerer Bedeutung als sich über einen bisher schon innenstadtfernen Aldi-Markt, der nun noch innenstadtferner ist, in epischer Breite auszulassen.

  4. Wenn Frau Heinen-Dauber sich am Beispiel ALDI um die „Verödung der Innenstädte“ sorgt, dann sollte sie doch mal nach den Verursachern fragen.

    Im vorliegenden Fall und auch anderswo sind das doch wohl zuvorderst ihre CDU-Parteifreunde Gebrüder Bücker, die jedes nur erdenkliche Fleckchen in dieser Stadt versuchen, mit einem ihrer Verbrauchmärkte zu „beglücken“.

    Diese Leute kümmern sich doch keinen Deut darum, ob „Innenstädte veröden“.

    Vielleicht redet Frau Heinen-Dauber ja mal mit ihnen. Das aber vorher. Bringen tuts natürlich gar nichts, denn die beiden werden dafür nur ein müdes Lächeln übrig haben.

    Das wird auch Frau Heinen-Dauber ganz genau wissen und da frage ich mich, was die „Krokodilstränen“ sollen.

    Ist doch alles nur eine Kommunalwahl-Schau der CDU!

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