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Ein „Bürgerpark“ für alle Bürger – „Grüne Lunge“ von Rheydt im neuen Gewand – Eröffnung des Hugo-Junkers-Parks [mit Slideshow]

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

Nach rund zehnmonatiger Bauphase wurde am Freitag, 05.07.2013 der neu gestaltete und weitestgehend fertig gestellte Hugo-Junkers-Park im Rahmen eines Bürgerfestes und in Verbindung mit dem Schulfest des Hugo-Junkers-Gymnasiums der Öffentlichkeit übergeben.

In den letzten drei Wochen standen lediglich noch einige Restarbeiten an. Dazu gehörte auch der Einbau der neuen Beleuchtungsanlage in der Unterführung Gartenstraße.

Die Eröffnung der rund fünf Hektar großen Parkanlage in der Rheydter Innenstadt erfolgte durch Oberbürgermeister Norbert Bude, Bezirksvorsteher Karl Sasserath und Ehrengäste – und war eng mit dem Tag der offenen Tür und dem Schulfest des benachbarten Hugo-Junkers-Gymnasiums verknüpft, auch Siegerehrungen wurden durchgeführt.

„Ich würde mir wünschen, dass der Park von allen Altersgruppen so angenommen wird, wie es die Planer vorgesehen haben. Er soll Ort der Begegnung für alle Anwohner und Stätte der Erholung werden“, betonte Oberbürgermeister Norbert Bude.

Bunte Feuervögel in farbenprächtigen und fantasievollen Kostümen auf Stelzen und das Musikensemble der Städtischen Musikschule umrahmten das Festprogramm.

Aus der einst verwilderten und wenig genutzten Grünanlage ist nach den Plänen des Berliner Büros Mettler, Fachbüro für Landschaftsarchitektur, das als Sieger aus einem Wettbewerb hervorgegangen ist, eine völlig neu gegliederte, offene und lichte Parkanlage mit klaren Sichtachsen und „Nutzungsinseln“ für jede Altersgruppe geworden.

Rund 1,5 Millionen Euro wurden dank der Kofinanzierung durch EU, Bund und Land in die „grüne Lunge“ von Rheydt investiert.

Während früher die verwilderte Anlage von der Öffentlichkeit nicht zuletzt wegen der vorhandenen Angsträume und Unübersichtlichkeit gemieden wurde, soll zukünftig die Parkanlage in der Rheydter Innenstadt als Erholungs- und Aufenthaltsraum eine wichtige Rolle spielen.

Dazu dienen vor allem die neu angelegten Rasenflächen, der neue Kinderspielplatz in direkter Nähe zur Kita-Außenfläche für die neue Kindertagesstätte im Pahlkebad und der Treffpunkt für Jugendliche mit Sitzelementen und Tischtennisplatten.

Charakteristisch für die Parkanlage sind die neu entstandenen Sichtachsen, die den Blick auf die von Baum- und Buschwerk frei gelegte Villa an der Brucknerallee und auf das Pahlkebad mit seiner besonderen Architektur frei legen.

Vom Wildwuchs befreit wurde auch die alte Villa (Haus St. Stephanus), die dadurch stärker in den Park integriert wird. Hervorgehoben wurden die Sichtachsen auch durch das neue Wegesystem.

Stärker in die Anlage integriert sind auch die unmittelbar am Park gelegene Grundschule, der eine neue Spielfläche mit Pflanzinseln erhalten hat, und das Hugo-Junkers-Gymnasium, dessen Schulhof mit dem neuen Basketball-Spielfeld direkt an den Park angrenzt.

Insgesamt wurden im Rahmen der Neugestaltung 14.800 Quadratmeter Rasen geschaffen und 1.750 Quadratmeter neue Sträucher sowie 270 Meter Hecke gepflanzt. Darüber hinaus hat die Stadt über 90 neue Bäume gepflanzt.

Die Neu- und Umgestaltung des Hugo-Junkers-Park ist wie die bereits erfolgte Sanierung des Pahlkebades und die Neugestaltung des Rheydter Marktplatzes ein zentraler Baustein im Projekt Soziale Stadt Rheydt und im Innenstadtprojekt Rheydt.

Grundsätzliches Ziel ist eine spürbare städtebauliche Aufwertung der Rheydter Innenstadt, die Stärkung des Einzelhandelsstandortes und des Wohnstandortes sowie eine Verbesserung der kulturellen und sozialen Situation.

Mit Blick auf den Bunten Garten, der seit Jahren einen rûhrigen Förderverein hat, regte Oberbürgermeister Norbert Bude eine ähnliche Idee für den Hugo-Junkers-Park an.

„Es wäre schön, wenn sich auch für diesen Park eine Initiative gründen würde, die sich als Kümmerer einsetzt, ihn bespielt und für Aktivitäten sorgt“, ergänzte er.

Der für rund 1,6 Millionen Euro mit Mitteln der Eu, des Bundes und des Landes sowie mit Mitteln der Stadt neu gestaltete Bürgerpark solle von vielen Bürgern „getragen“ werden.

Bereits der Planungsprozess war durch eine breites bürgerschaftliche Beteiligung geprägt. In Workshops und Begehungen vor Ort haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ihre unterschiedlichsten Ideen zu Nutzung und Gestaltung des Parks einbringen können.

Fotos: M. Bösche und K. Vollenbroich

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