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Gaskugeln: Wahrzeichen verschwinden

Red. Rheydt [ - Uhr]

DSC05188In den 1950er und 1960er Jahren installierten die Stadtwerke Mönchengladbach und die damalige Rheydter NLK (Niederrheinische Licht- und Kraftwerke) Gas­kugeln, die als Gasspeicher dem Spitzenlast-Ausgleich dienten.

Solche Speicher waren einen Druck von 8 bis 16 bar ausgelegt und wurden mit ca. 6 bis 14 bar betrieben.

Beide Gaskugeln wurden im Mai 2011 von der NVV außer Betrieb genommen, weil ihre Funktion als Speicher nicht mehr benötigt werden. Die dadurch freiwerdenden Flächen werden von der NEW unter anderem als Lagerfläche genutzt werden.

Die erste Kugel wurde bereits entfernt, die zweite an der Gasstraße wird derzeit demontiert. Das soll voraussichtlich bis Ende Juni erledigt sein.

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Dabei wird der dicke Stahl, aus dem die Gaskugel besteht, mit Spezialgerät zerschnitten und abgetragen. Der Stahl wird anschließend recycelt.

Die Funktion der Gaskugeln haben sogenannte „Kavernen-Speichern“ übernommen, in dene das Gas gelagert wird. Das sind in Salzstöcken ausgespülte Hohlräume.

Das Gas wird dort bei hohem Druck gespeichert. Die Kavernen-Speicher werden von Ferngas-Netzbetreibern wie Ruhrgas, EON und Thyssengas betrieben.

Die derzeit 46 unterirdischen Erdgasspeicher der verschiedenen Erdgasvorlieferanten  sind über ganz Deutschland verteilt. Die nächstgelegenen betreibt die EON in der Nähe von Gronau im Kreis Borken.

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