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Innenstadtkonzept Rheydt: Kritik an den Überlegungen zur Verkehrsführung, aber auch neue Vorschläge

Hauptredaktion [ - Uhr]

Gerd Kaumanns, Reiner Kellermann (als Gast), Manfred Lünzner und Ralf Winkels (v.l.)Am 28. August hatte die Bezirksvertretung Rheydt-Mitte mehrheitlich zugestimmt, dass das Innenstadtkonzept Rheydt als Planungsgrundlage für weitergehende Planungen gelten soll. Wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist eine neue Verkehrsführung.

Die diesbezüglichen Vorschläge des Planungsbüros Scheuven + Wachten jedoch finden nach Angaben von Gerd Kaumanns, dem Sprecher der Initiative „It’s all Rheydt“, kaum positive Resonanz bei Rheydter Geschäftsleuten und Bürgern.

Dies teilte Gerd Kaumanns anlässlich eines Pressegespräches am 15.09.2008 mit, bei dem die Überlegungen der Gruppe präsentiert wurden.

Während die Empfehlungen von Prof. Wachten darauf zielen, den Kunden nur die Möglichkeit bieten, auf kürzestem Wege zu den Parkmöglichkeiten zu fahren und auf dem selben Weg die Rheydter Innenstadt wieder zu verlassen, richten die Vorschläge der Initiative ihr Augenmerk darauf, die Kunden möglichst nah an die Geschäfte zu bringen. Denn die Rheydter Innenstadt sei ein Nahversorgungszentrum und habe keinen „Bummelstatus“.

Übereinstimmend mit dem Wachten-Konzept sieht auch die Initiative, der neben Kaumanns unter anderen auch Ralf Winkels (Juwelier Winkels), Christoph Gerads (Spielwaren Gerads) und Manfred Lünzner (Apotheke am Markt) angehören, es für unabdingbar, dass der Rheydter Ring zu einem wirklichen Ring wird, der in zwei Richtungen zu befahren ist.

Die verkehrliche AchtKeine Zustimmung findet bei ihnen jedoch die Idee, die Stresemannstraße von der Harmoniestraße einschließlich Dahlener Straße bis zum Wilhelm-Schiffer-Ring zu Fußgängerzone zu machen.

Stattdessen plädieren sie dafür, die Stresemannstraße zu einer „doppelten Einbahnstraße“ zu machen und durch die Umwandlung der Fahrtrichtung auf der Marktstraße eine verkehrliche Acht zu schaffen.

Damit würde den bisherigen täglich 1.600 „Durchfahrern“ von der Gracht über Stresemannstraße, Friedrich-Ebert-Straße und Bachstraße diese Möglichkeit genommen und dennoch die Innenstadt verkehrlich besser erschlossen.

In keinem Falle dürfe die Bachstraße – wie von Wachten vorgeschlagen – als Einfahrtstraße (ausschließlich) zum Galerie-Parkhaus geöffnet werden.

Einen wichtigen Aspekt sieht Kaumanns in der durchgehende Öffnung der Friedrich-Ebert-Straße über die Kreuzung Mühlenstraße/Wilhelm-Schiffer-Ring hinaus in Richtung Mönchengladbach. Dabei wäre es wünschenswert, diesen Knoten als Kreisverkehr und nicht als Ampelkreuzung auszubilden.

Detail-Vorstellungen für den MarienplatzDurch die vorgeschlagene Verkehrsführung am Marienplatz von der Dahlener Straße in die Friedrich-Ebert-Straße würde auch an dieser Stelle die Ampelanlage überflüssig, was zu jährlichen Kostenersparnissen führen würde.

Hauptstraße soll wieder für den Verkehr geöffnet werdenDarüber hinaus sieht „It’s all Rheydt“ die dringende Notwendigkeit, die Hauptstraße zwischen Bruckner Allee und Friedrich-Ebert-Straße für den individuellen Anliegerverkehr zu öffnen.

Lünzner bemängelte, dass heute noch nicht einmal Fahrradfahrer zu den Geschäften kommen dürften. Die würden vom Ordnungsamt sofort mit 25,00 EURO zur Kasse gebeten. Ein Zustand, der unbedingt geändert werden müsse.

Reiner Kellermann, Vorsitzender des Rheydter Citymanagements, der als Gast zum Pressegespräch geladen war, sah in den Überlegungen der Gruppe „It’s all Rheydt“, durchaus gute und umsetzbare Ideen.

Er betonte, dass das Citymanagement bereit sei, mit dieser und anderen Initiativen, wie z.B. auch den Gegnern der Öffnung der Mühlenstraße für beide Fahrtrichtung zu sprechen, um eine für Rheydt gute Verkehrslösung zu erreichen.

Wichtig sei jedoch, so Kellermann, dass endlich Tempo in die Entwicklung komme.

Alle Pläne: (c) Gerd Kaumanns

2 Kommentare zu “Innenstadtkonzept Rheydt: Kritik an den Überlegungen zur Verkehrsführung, aber auch neue Vorschläge”
  1. Also Günter, der PLZ nach kommst du zwar aus Odenkirchen, somit dürfte eine Parkplatzsuche unnötig sein, da man alles prima zu Fuß erreichen kann, aber anscheinend fährst du auch mit geschlossenen Augen durch Odenkirchen durch.

    Ich finde es gibt genügend Parkplätze in Geschäftsnähe und man muss ja nicht überall mit dem Arsch bis ganz ran fahren.

    Vielleicht sollte man ja hier auch mal an die Umwelt denken und zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, dann kommt man auch überall ran.

    Ansonsten bleiben eben nur so Geschäfts wie Aldi, Lidl, Plus und Kaisers.

  2. Der Vorschlag von ‚It’s all Rheydt‘ erscheint mir sehr vernünftig. Insbesondere sollte es mehr Parkmöglichkeiten bei den Geschäften geben. Da diese fehlen, fahre ich nur noch sehr selten nach Rheydt, und dann auch nur, wenn an dem Geschäft ein Parkhaus angeschlossen ist.

    Das gleiche Problem sehe ich allerdings auch in Odenkirchen. Auch dort gibt es m.E. viel zu wenige Parkmöglichkeiten an den Geschäften.

    Mehr Parkplätze würden m. E. auch die Schadstoffbelastungen in den Bereichen verringern, da heute viel Zeit und Aufwand für eine Parkpatzsuche verwendet werden muß. Damit verbunden ist eben auch eine größere Schadstoffbelastung der Luft.

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