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Kinder erhalten fünf neue Spielbereiche in der Rheydter City: Bezirksvertretung Süd stimmt Planung zur Umsetzung des Konzeptes „Bespielbare Stadt“ zu

Hauptredaktion [ - Uhr]

Die Rheydter Innenstadt soll auch für Kinder attraktiver gestaltet und „bespielbarer“ gemacht werden.

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ entstehen im Innenstadtbereich mit der Umsetzung des Konzeptes „Bespielbare Stadt“ fünf neue Spiel- und Bewegungsfreiräume für Kinder.

Im vergangenen Jahr hatte die Bezirksvertretung Süd fünf Standorte ausgewählt, die als Spiel- oder Bewegungsstätten in Frage kommen.

Mit ihrem Beschluss folgte die Bezirksvertretung den Empfehlungen des beauftragten Dortmunder Planungsbüro „Stadt-Kinder“, von der das Konzept zusammen mit Kindern aus Rheydt erarbeitet wurde.

Das Büro ist das bundesweit führende Fachbüro für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Stadtentwicklungsprozessen und die Ausarbeitung passgenauer Konzepte für diese Zielgruppe.

Auf Streifzügen durch die Innenstadt wurden Lieblings- aber auch Konfliktorte identifiziert und Ideen für Veränderungen entwickelt.

Die Kinder zeigten dabei den Planern ihre Sicht der Innenstadt und gaben wertvolle Hinweise für die Bestandsanalyse. Zudem wurden auch Personen, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit Kindern zu tun haben, am Verfahren beteiligt.

Die gestern von der Bezirksvertretung Süd beschlossenen Ausführungs- und Detailplanungen für die fünf Standorte wurde von dem Landschaftsarchitekturbüro Schumacher, Gasse, Schramm erarbeitet.

Die einzelnen Spiel- und Bewegungsräume werden nach den in der Sitzung vorgestellten und beschlossenen Planungen wie folgt aussehen:

Rückwärtiger Bereich der Marienkirche und Mayerscher Buchhandlung (Treppe): Auf der Fläche unterhalb der Kirchentreppe im rückwärtigen Bereich der Buchhandlung wird eine Spielstation eingerichtet, die mit einem überdimensionalen Bücherstapel, Büchertunnel und Bücherlöchern zum Durchkriechen Bewegung rund um das Thema Buch spielerischer Form ermöglicht.

Neumarkt: Die vorgesehenen neuen und unterschiedlich hohen Betonblöcke bilden eine dreizeilige Bewegungskante (Balancieren).

Sie ersetzen die bisherige Betoneinfassung. An den Rändern werden durch Holzauflagen Sitzgelegenheiten geschaffen. Gleichzeitig wird die zurzeit hohe Bepflanzung durch eine dichte bodendeckende Bepflanzung ersetzt.

Marienplatz: Drei Spielstationen aus dem Motorikbereich werden zukünftig das Spiel auf dem Marienplatz bestimmen. Hier können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Geschicklichkeit ihrer Füße üben.

Die Spielelemente bestehen aus Holz und Metall und lassen aufgrund ihrer geringen Höhe den Blick auf die Marienkirche frei. Ergänzt wird der Bewegungsbereich durch drei breite Hockerbänke.

Dreiecksfläche Marktstraße: Hier soll die Idee des Stangenwaldes zum Balancieren und Klettern umgesetzt werden. Fruchtsäfte und Cocktails standen für die Gestaltung der Spielstation Pate.

Stilisierte Obstscheiben aus Holz und Becher aus denen Strohhalme herausragen bestimmen das Bild dieser Spielstation. Auf umgeknickten Strohhalmen kann balanciert, geklettert und von Scheibe zu Scheibe gehüpft werden.

Der Boden wird aus Fallschutzgründen mit einem Gummigranulat belegt. Für Eltern und Zuschauer gibt es einen loungeartigen Sitzbereich ähnlich einem „Stadtsofa“ und bildet damit eine gute Ergänzung zur angrenzenden Gastronomie.

Bahnhofstraße: Auf den geplanten sechs wellenförmigen Randeinfassungen können Kinder laufen und balancieren. Zusätzlich bieten zwei „Schiffstelefone“ aus Edelstahltrichtern die Möglichkeit sich auf Entfernung zu verständigen.

Die fünf Bewegungs- und Spielräume werden rund 321.000 Euro kosten. Die Mittel stehen aus dem Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung.

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