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Rheydt: Geschützte Bäume „irrtümlich“ gefällt

[1]Auf dem Gelände des ehemaligen real-SB-Warenhauses an der Düsseldorfer Straße, der derzeit abgerissen wird, sind zur Vorbereitung der Baustelle für ein geplantes Mischgebiet von Wohnen und nichtstörendem Gewerbe, zehn von insgesamt rund 40 Bäumen gefällt worden, von denen acht Bäume als schützenswert einzustufen sind.

[2]Bei den Bäumen, die nicht hätten gefällt werden dürfen, handelt es sich unter anderem um Linden, Ahorn-Bäume und eine Eiche. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, hat ein Mitarbeiter der Abteilung Grünflächen und Unterhaltung irrtümlich eine mündliche Fällgenehmigung erteilt, obwohl die Bäume, die sich in einem Grünstreifen zwischen dem Areal des früheren Warenhauses und der angrenzenden Wohnbebauung an der Bylandtstraße befinden, laut Bebauungsplanentwurf als erhaltenswert angesehen werden und auf keiner Fällliste stehen.

Um den Schaden in Grenzen zu halten, hat die Verwaltung nach Bekanntwerden der Fällaktion die Rodungsarbeiten sofort gestoppt. Die Verwaltung, die den durch einen Irrtum bei einem Mitarbeiter ausgelösten Vorfall bedauert, sieht als Ersatz für die gefällten Bäume großkronige Neupflanzungen vor.

Der Bebauungsplanentwurf für das Gebiet südlich der Düsseldorfer Straße und östlich der Bylandtstraße soll im Sommer in die Offenlage gehen.

Der vom Planungs- und Bauausschuss im Mai vergangenen Jahres zur Kenntnis genommene Vorentwurf weist als Planungsziel des vorgesehenen Mischgebietes unter anderem die Entwicklung eines attraktiven Neubaugebietes mit Integration des Baumbestandes hin, wie er in der Öffentlichkeitsbeteiligung von den angrenzenden Nachbarn wiederholt gefordert wurde.

2 Kommentare (Öffnen | Schließen)

2 Kommentare Empfänger "Rheydt: Geschützte Bäume „irrtümlich“ gefällt"

#1 Kommentar von herbert am 11. März 2009 @ 23:21

von welchen schwachköpfen sind wir hier in mönchengladbach eigentlich umgeben?

da gibt es einen bebauungsplan-„entwurf“, der die wohl eindeutig den schutz der bäume vorsieht und sogar auf drängen der nachbarschaft die integration dieser bäume in die neue bebauung festschreibt.

da gibt es dummköpfe, die eine säge ansetzen (lassen) und nichts gemerkt haben wollen.

das kann doch kein zufall sein.

kein mensch glaubt an einen „irrtum“.

besonders nicht, wenn man mal nachforscht und feststellt, wem das grundstück gehört: der firma jessen mit deren geschäftsführer-brüder bücker (cdu) und die wohl den neuen aldimarkt baut.

besonders nicht, wenn man aufmerksam die zeitung liest und dann sieht, dass die vermarktung von einem markler names michael schroeren (ebenfalls cdu und außerdem auch noch cdu-landtagsabgeordneter).

kann es sein, dass diese und auch weitere bäume irgendwelchen vermarktungszielen im wege standen oder stehen?

und jetzt sollen neue „grosskronige“ gesetzt werden. und wer bezahlt die?

wir – die bürger dieser stadt?

oder etwa der, der die säge in der hand hatte?

da muss man doch mal fragen dürfen, ob es da nicht irgendeinen straftatbestand gibt, den staatsanwaltschaft verfolgen muss.

was geschieht, wenn dann irgendwann der bebauungsplan durch bauausschuss und rat geht? werden dann die betreffenden cdu-mitglieder sich auch mit diesem unsäglichen vorgang befassen wollen?

wird sich dann ein michael schroeren für befangen erklären und ganz stickum seinen parteifreunden zusehen?

#2 Kommentar von h.krager am 13. März 2009 @ 10:32

Hi Herbert,

wundert es Dich denn nicht das es niemanden zu wundern scheint?

Das mit Schroeren (CDU) meine ich, als Makler muß er doch Geld verdienen dürfen, oder?

In Giesenkirchen hat er doch auch mal Häuser verkauft die von der Kreisbau (CDU-Hochburg) gebaut wurden und anschließend wurde und wird die 4-spurige L19 daneben geplant und wohl auch gebaut werden.

Nur mal so bemerkt.

Schroeren ist nun mal auch Bürgermeister dieser Stadt und dies und das… alles seriös.