Die multimediale Mit-Mach-Zeitung für Mönchengladbach & Umland ... wirtschaftlich und politisch unabhängig ... aber nicht unpolitisch ...

Rheydter City wird „bespielbare Stadt“ • Erste von fünf Spielstationen wird aufgebaut

Hauptredaktion [ - Uhr]

Die Rheydter Innenstadt soll auch für Kinder attraktiver gestaltet und „bespielbarer“ gemacht werden.

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Rheydt“ entstehen in den kommenden Wochen im Innenstadtbereich mit der Umsetzung des Konzeptes „Bespielbare Stadt“ fünf neue Spiel- und Bewegungsfreiräume für Kinder. Für einige Stationen haben jetzt die ersten Vorarbeiten begonnen.

Drei Spielelemente aus dem Motorikbereich werden voraussichtlich ab Montag, 06.10.2014, das Spiel auf dem Marienplatz bestimmen. Auf der Terrassenebene vor der Marienkirche sind neben den Spielstationen auch neue Sitzbänke aufgestellt.

Hier können sich schon in Kürze Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Geschicklichkeit ihrer Füße üben. Die Spielelemente bestehen aus Holz und Metall und lassen aufgrund ihrer geringen Höhe den Blick auf die Marienkirche frei. Bis Ende November werden dann auch die weiteren Spielstationen folgen.

Als nächstes folgt Mitte Oktober die Spielstation im rückwärtigen Bereich der Marienkirche und Mayerschen Buchhandlung (Treppe):Auf der Fläche unterhalb der Kirchentreppe wird eine Spielstation eingerichtet, die mit einem überdimensionalen Bücherstapel, Büchertunnel und Bücherlöchern zum Durchkriechen Bewegung rund um das Thema Buch spielerischer Form ermöglicht.

Für Ende Oktober ist der Bereich am Neumarkt geplant:Die vorgesehenen neuen und unterschiedlich hohen Betonblöcke bilden eine dreizeilige Bewegungskante (Balancieren). Sie ersetzen die bisherige Betoneinfassung. An den Rändern werden durch Holzauflagen Sitzgelegenheiten geschaffen. Gleichzeitig wird die zurzeit hohe Bepflanzung durch eine dichte bodendeckende Bepflanzung ersetzt. Hier ist bereits der Unterwuchs in den Hochbeeten entfernt worden.

Vom Wildwuchs gelichtet wurden auch die Hochbeete auf der Dreiecksfläche Marktstraße: Hier wird in den nächsten Wochen für eine weitere Spielstation die Idee des Stangenwaldes zum Balancieren und Klettern umgesetzt.

Fruchtsäfte und Cocktails standen für die Gestaltung der Spielstation Pate. Stilisierte Obstscheiben aus Holz und Becher aus denen Strohhalme herausragen bestimmen das Bild dieser Spielstation.

Auf umgeknickten Strohhalmen kann balanciert, geklettert und von Scheibe zu Scheibe gehüpft werden. Der Boden wird aus Fallschutzgründen mit einem Gummigranulat belegt. Für Eltern und Zuschauer gibt es einen loungeartigen Sitzbereich ähnlich einem „Stadtsofa“ und bildet damit eine gute Ergänzung zur angrenzenden Gastronomie.

Im Anschluss an die aktuelle Baumaßnahme in der Bahnhofstraße wird die letzte der fünf Stationen errichtet: Auf den geplanten sechs wellenförmigen Randeinfassungen können Kinder laufen und balancieren. Zusätzlich bieten zwei „Schiffstelefone“ aus Edelstahltrichtern die Möglichkeit, sich auf Entfernung zu verständigen.

Die fünf Bewegungs- und Spielräume werden rund 321.000 Euro ohne Planungskosten (58.000 Euro) kosten. Die Mittel stehen aus dem Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung.

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatte die Bezirksvertretung Süd fünf Standorte ausgewählt, die als Spiel- oder Bewegungsstätten in Frage kommen.

Mit ihrem Beschluss folgte die Bezirksvertretung den Empfehlungen des beauftragten Dortmunder Planungsbüros „Stadt-Kinder“, von der das Konzept zusammen mit Kindern aus Rheydt erarbeitet wurde.

Das Büro ist das bundesweit führende Fachbüro für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Stadtentwicklungsprozessen und die Ausarbeitung passgenauer Konzepte für diese Zielgruppe.

Auf Streifzügen durch die Innenstadt wurden Lieblings- aber auch Konfliktorte identifiziert und Ideen für Veränderungen entwickelt. Die Kinder zeigten dabei den Planern ihre Sicht der Innenstadt und gaben wertvolle Hinweise für die Bestandsanalyse.

Zudem wurden auch Personen, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit Kindern zu tun haben, am Verfahren beteiligt. Die Ausführungs- und Detailplanungen für die fünf Standorte wurden von dem Paderborner Landschaftsarchitekturbüro Gasse, Schumacher, Schramm erarbeitet. Die ausführende Garten- und Landschaftsbaufirma TKL GmbH stammt aus Duisburg.

Bisher keine Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.