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Internetverbindungen im Mönchengladbacher Süden: „Randbevölkerung“ will mehr! • Antwort von OB Bude steht noch aus • Online-Petition gestartet

[1]„Zufällig“ trifft das für die Mönchenglad­bacher Politik leidige Thema der langsamen und wenig zuverlässigen Internetverbindung in Randbereichen der Stadt mit der anstehenden Kommunalwahl zusammen.

Während große Teile der Innerstädtischen Bevölkerung bereits mit Downloadraten von bis zu 150.000 KBits/s versorgt werden, erhalten die Bürger in den Randbereichen teilweise gerade mal bis zu 384 KBits/s.

Die nutzbaren Möglichkeiten des Internet (Downloads, Video, Audio, Spielen…) sind dort kaum nutzbar. Obwohl deren Leistung ca. 390-mal langsamer ist, zahlen sie dafür teilweise mehr als in der Innenstadt.

In diesen oft ländlichen Bereichen wohnen nicht nur alte Menschen, die mit dem Internet nichts zu tun haben wollen. Dort leben erstaunlich viele junge Menschen, die das Internet für einen erfolgreichen Schulabschluss, das Studium oder die Berufsausbildung dringend benötigen.

Zudem befinden sich in diesen Gebieten auch viele Firmen, Berufstätige mit Heimarbeitsplätzen und Selbstständige die durch eine instabile und langsame Internetverbindung  erhebliche Wettbewerbsnachteile, Probleme und zusätzliche Kosten haben.

Die Steuereinnahmen der dort Wohnenden sind der Stadt natürlich willkommen.

Die mehrfach thematisierten Internetprobleme eher weniger.

In den letzten Jahren hat sich die Situation nicht verbessert.

Es erfolgt lediglich der Hinweis auf die schuldigen Netzbetreiber oder die politischen Gegner und der ewige Hinweis, dass die Stadt kein Geld hat.

Die finanziellen Experimente und Fehlschläge der Vergangenheit durften die Betroffenen aber gerne mittragen.

Private und öffentliche Anfragen an den Oberbürgermeister zum Thema werden einfach nicht beantwortet, obwohl diese Art der Kommunikation „werbewirksam“ eingefordert wird.

Volksvertreter sehen in den Augen einiger Anwohner anders aus.

Eine vernünftige Breitbandversorgung sollte heute zur Infrastruktur genauso gehören wie Strom, Wasser, Radio und Fernsehen.

Dies hat auch bereits der Europäische Gerichtshof in einem Urteil festgestellt.

Mönchengladbach ist doch eine Großstadt und kein Dorf in den Bergen.

Da einige Betroffene nicht weiter Mönchengladbacher Bürger / Steuerzahler 2. Klasse sein wollen, haben sie eine Online-Petition gestartet, die bereits über 600 Unterstützer gefunden hat.

Online-Petition unter www.netzausbau-mg.de [2]

 

2 Kommentare (Öffnen | Schließen)

2 Kommentare Empfänger "Internetverbindungen im Mönchengladbacher Süden: „Randbevölkerung“ will mehr! • Antwort von OB Bude steht noch aus • Online-Petition gestartet"

#1 Kommentar von D. Pardon am 13. Mai 2014 @ 21:34

Spätestens bei Erschließung von Gewerbegebieten oder neuen Wohngebieten in Randlagen gehört das Thema „Internetverbindung“ in die Planungsvorlagen.

Genauso wie die Klärung der Infrastruktur, Verkehrszunahme und Lenkungsmaßnahmen.

Aber bitte ohne „demnächst-„Versprechungen, die dann wegen fehlender finanzieller Mittel auf Sankt-Nimmerlein verschoben werden.

Was zählt sind Fakten in Form von verläßlichen Zahlen, in den Haushalt fest eingestellten Finanz- und zugesagten Fördermitteln.

#2 Kommentar von Klaus Heimbucher am 14. Mai 2014 @ 11:32

Ein umfassender Ausbau von schnellem Internet gehört zu den Grundbedürfnissen einer modernen Gesellschaft. Gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Entwicklung sind ohne Internet heute nicht mehr denkbar. Dafür stehe ich und mit mir die Piratenpartei in Mönchengladbach.