JHQ-Fläche für Großprojekte geeignet?

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

logo-cdu3.jpgjhq-stadtschild.jpgNorbert Post zieht das Gelände für ein Großvorhaben in Betracht. Das Gebiet des Rheindahlener Hauptquartiers (JHQ), aus dem die britischen Streitkräfte in den Jahren 2010 bis 2014 abziehen werden, ist aus Sicht des CDU-Oberbürgermeister­kandidaten Norbert Post geeignet, im neuen Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen als Angebot für flächenintensive industrielle und gewerbliche Großvorhaben ausgewiesen zu werden.

Post wies auf diese Option bei der jüngsten Sitzung der CDU-Fraktionsvorsitzenden­konferenz Niederrhein in Krefeld hin. Dort informierte Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im Landesministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, über Verfahren und Zeitplan zur Aufstellung des Landesentwicklungsplans 2025.

In diesem Plan sollen, so der derzeitige Stand der Diskussion, statt bisher dreizehn nur noch fünf oder sechs Flächen für Großvorhaben von landespolitischer Bedeutung ausgewiesen werden. „Für uns am Niederrhein und in Mönchengladbach ist es nicht akzeptabel, wenn dabei nicht eine einzige Fläche in unserer Region vorgesehen ist“, sagt Norbert Post.

Die JHQ-Fläche im Westen der Stadt hält der Landtagsabgeordnete aus mehreren Gründen für geeignet, für Großvorhaben in Betracht gezogen zu werden. „Die Größe von annähernd 400 Hektar überschreitet bei weitem die im aktuellen Landesentwicklungsplan geforderten 200 Hektar und zeigt die Dimension der Herausforderung an, vor der wir mit dem Truppenabzug stehen“, sagt er. Zudem könne möglicherweise vorhandene Infrastruktur genutzt werden. Auch eine Optimierung der Anbindung an das Autobahnnetz sei denkbar.

Norbert Post setzt zwar nicht ausschließlich auf diese Karte, will aber auf Landesebene am Ball bleiben: „Wir brauchen vor allem dringend einen Ausgleich für die wegfallenden Arbeitsplätze der Zivilbeschäftigten im JHQ.

Eine vom Land unterstützte Ansiedlung eines Großprojektes ist eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Zumindest sollte der neue Landesentwicklungsplan diese Perspektive nicht ausschließen.“

Es stellt sich allerdings die Frage, ob noch weitere Gewerbe- und Industrieflächen in Mönchengladbach benötigt werden.

Die WFMG bietet ca. 30 Objekte in Gewerbe- bzw. Industriegebieten zum Kauf an. Alleine im Regiopark bei Güdderath im Stadtteil Odenkirchen steht eine Fläche von 1.200.000 m² zur Verfügung.

Objekte wie das geplante Mega-Shopping-Center, das Haus Westland und das Fachmarktzentrum City-Ost kommen nicht von der Stelle.

Das Gelände des abgebrannten Hallenbades wird mangels fehlender Investoren nicht verkauft.

Die Mönchengladbacher Parteien sollten sich deshalb über Parteigrenzen hinweg darüber Gedanken machen, was mit dem JHQ-Gelände vernünftigerweise geschehen kann. Eine frühzeitige Einbeziehung der Bürger in die Planungen ist sicherlich mit Blick auf Giesenkirchen 2015 sinnvoll.

Ein Kommentar zu “JHQ-Fläche für Großprojekte geeignet?”
  1. Ich erinnere mich noch daran, wie Herr Post den OB Bude vor einiger Zeit angepfiffen hat, weil dieser sich dafür eingesetzt hat, im Gelände JHQ eine Hochschule aufzubauen.

    OB Bude wäre ohne Abstimmung mit den anderen Parteien vorgeprescht.

    Dank der CDU ist ja aus dem Projekt Hochschule nichts geworden.

    Jetzt prescht Herr Post vor und will aus dem Gelände eine Industriestandort machen.

    Welche Industrie angesiedelt werden soll, hat er nicht gesagt. Es soll allerdings eine sein, die einen großen Flächenbedarf hat.

    Was kommt da wohl so alles in Frage?

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