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Der Wickrather Wasserturm ist in Gefahr!

Red. Wickrath [ - Uhr]

wasserturm_mit_foto_katzDer Wickrather Wasserturm wurde 1912 auf dem Gelände des Wasserwerkes Wickrath errichtet. Er war 68 Meter hoch. Nach der Gebietsreform 1975 wurde der Turm weiterhin von den Kreiswerken Grevenbroich betrieben und war bis 1979 in Betrieb. Der Wasserturm war als Orientierung weithin sichtbar. 2006 wurde die Turmspitze wegen Baufälligkeit abgetragen.

Der stark reparaturbedürftige Turm soll als Wickrather Wahrzeichen erhalten bleiben, hieß es noch im Jahre 2001.

Der Gladbacher Finanzausschuß hatte bei seiner Etatberatung beschlossen, insgesamt 1,2 Mio. DM als Investitionszuschuß in den Haushaltsplan einzustellen. Das Geld sollte der Grevenbroicher Kreiswerke GmbH als Eigentümerin und Betreiberin für die Sanierung zur Verfügung gestellt werden.

„Vollständig saniert wird der Turm wohl erst ab August 2008″, hieß es noch 2007. Der Turm befindet sich in der Wasserschutzzone I, erklärte damals ein leitender Angestellter des Wasserwerkes.

„Es gibt einige Entwürfe und Ideen, die wir in Ruhe mit der Politik abklären werden, um sie dann im kommenden Jahr umzusetzen.“

Es wurde in der Vergangenheit, das heißt vor 2008, niemals von einem kompletten Abriß gesprochen. „Bis der Turm wieder vollständig ist, wird es noch dauern“, war eine Aussage der Grevenbroicher.

Auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Wickrath, im März 2009, sagte der Vorsitzende Dr. Axel Bieling (CDU), der auch im Aufsichtsrat der Kreis-Wasserwerke Grevenbroich war, zum Thema „Wiederherstellung der Kuppel des Wickrather Wasserturms“, er setze sich für die Wickrather Interessen sehr ein. Der Wasserturm läge ihm natürlich auch am Herzen.

Alle Versprechungen von Seiten des Wasserwerkes wurden als Schutzbehauptungen und Hinhaltetaktiken gewertet. Es sie nie ernsthaft in Erwägung gezogen wordem, den Wasserturm zu erhalten, meinen die Wickrather Bürger.

wasserturm_ab_foto_katzWarum mußte die Kuppel abgetragen werden? Weil das Wasserwerk den Turm hat vergammeln lassen und dadurch die Baufälligkeit inkauf genaommen hat, ist fast einhellige Meinung. Wäre dieses Wahrzeichen gepflegt worden, wäre es nie baufällig geworden.

„Wir wollen uns nicht vor der Verantwortung drücken“, las man dieser Tage in einer Tageszeitung. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir uns aber fragen, ob wir die Sanierung des Turms verantworten können“.

Und die Stadt Mönchengladbach schaut ruhig zu!

„Vielleicht kann die Stadt ja durch den Komplettabriß noch ein Loch in der Kasse stopfen“, hört man, „es wird nur noch überlegt, wie man am besten aus dieser Sache heraus kommt und die Wickrather Bürger nichts merken.“

wasserturm_ohne_foto_katzNun ist die Bezirksvertretung gefordert, Klarheit zu schaffen.

Mehr zum Wasserturm und der Baugeschichte lesen Sie bei www.der-chronist.de

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