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Ratsmitglied zu sein wird sicherer und „angenehmer“

Glossi [ - Uhr]

Hallo Leute, da bin ich mal wieder.
 
Wenn die Ratsmitglieder das nächste Mal im Rheydter Ratssaal Platz nehmen, können sie „swingen“. Nein, nicht was Ihr meint.

Vorbei ist die Zeit der harten, dünn „gepolsterten“ (genauer gesagt dessen, was von der im Laufe der Jahrzehnte platt gesessenen einstigen Polsterung übrig geblieben ist) Kunststoffschalen mit dem Charme der 50er Jahre.

Und Füßen, die mit ihren vier „Armen“ schon seit Jahren (oder sind es gar Jahrzehnte?) keine Arbeitsschutzprüfung mehr überstanden hätten.

Vorbei auch die Zeit der dunkeln, abgewetzten Holztische an deren „Unterplatte“ sich  manch einer schon die Kniescheiben lädiert hat.

Der Ratssaal im Rheydter Rathaus bekommt eine neue Möblierung, also neue Tische und Stühle, die eher den Eindruck von Besucherstühlen haben und soll so heller und moderner erscheinen.

Der Tresen, hinter dem bislang die Verwaltungsspitze „residierte“ ist mittlerweile auf dem Sperrmüll gelandet. Auch diese soll zukünftig an neuen Tischen auf neuen Stühlen sitzen.

Vorgesehen ist für diese Tische eine Verkleidung. Es könnte ja sein, dass einmal Damen dort Platz nehmen, und dann müssen selbstverständlich nicht nur Sitte und Anstand gewahrt, sondern auch jede Ablenkung vom Wesentlichen verhindert werden.

Eigentlich schade, es soll ja auch recht attraktive … ähem, aber das ist ein anderes Thema.

Auf jeden Fall wurde an alles gedacht. Diese Stühle und somit nun auch die Ratsmitglieder, können schwingen (was der Bequemlichkeit förderlich sein soll) und bis zu 160 kg tragen.

Sind also auch für politische Schwergewichte bestens geeignet.

Die meisten wird es nicht besonders stören, einige werden aber Schwierigkeiten haben, sich „mal eben“ zu erheben. Denn besonders viel Platz zwischen den Armlehnen gibt es nicht.

Vorbei ist es mit dem Stühlerücken, dass die Ratsmitglieder nach dem Motto „wer zuerst kommt, sitzt am besten“ Stühle austauschen.

Vorbei ist es aber dann hoffentlich auch damit, dass sich manche von ihnen „mal eben“ zu Hintermann (oder Hinterfrau) umdrehen, um mit ihm/ihr während der Sitzung ein störendes Schwätzchen zu halten.

Drehen war gestern. Fällt nun aus wegen „ist nicht mehr möglich“.

Auch das Rumlümmeln wird außerordentlich erschwert. Ab jetzt ist „Haltung“ angesagt.

Wann (wenn überhaupt) auch die Bürger auf der Tribüne bessere Sitzgelegenheiten vorfinden, steht wohl noch „in den Sternen“. Schließlich haben wir ja „HSP“.

Andererseits sind die harten Bänke und Stühle dort oben gar nicht so dumm, weil wenig bis gar nicht einladend.

Da macht es sich kein Bürger freiwillig „bequem“, um dem Treiben unten im Ratssaal zu und den Ratsmitgliedern, sozusagen aus höherer Warte, auf die Finger zu schauen. Das meine ich wörtlich.

All die schönen, modernen elektronischen Spielzeuge müssen schließlich bedient und hin und wieder auch mal ein Blick in einen Katalog oder in ein Journal geworfen werden.

Aber echt und zur Klarstellung: Die „Arbeitsbedingungen“ der Ratsmitglieder waren bisher wirklich „unter aller Kanone“.

Der Zahn der Zeit hatte an der Einrichtung schon ordentlich genagt.

So mancher Tisch wirkte tatsächlich so, als habe sich der/die eine oder andere daran schon mal aus Verzweiflung (oder Wut?) die Zähne ausgebissen.

Ganz ehrlich, das war überfällig! Jetzt soll nur ja niemand kommen und sagen „dafür haben die Geld“.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass nicht irgendein neunmalkluger Ratsherr fragt, wann die neue Möblierung von wem beschlossen worden sei …

Möglich ist bei manchen Politikern schließlich alles.

Das wollt’ ich nur mal gesagt haben.

Euer Glossi

Übrigens: Wenn jetzt auch noch die häßlichen hölzernen und kaum noch zu lesenden Namensschildchen verschwinden würden, die vor jeder Sitzung aufgestellt werden, wäre das Ganze (im Rahmen der Möglichkeiten) wirklich „rund“.

Schließlich sollten die Ratsmitglieder spätestens nach einer Sitzung wissen, wohin sie gehören … 

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