REIHE Konstituierung 2014 • Teil I: Verpflichtung von OB Hans Wilhelm Reiners (CDU) • Reiners warnt vor „Tricksereien“ und „kleinlichem Gezänk“[mit Video]

Bernhard Wilms [ - Uhr]

Geht es nach der Stimmung, die vor Beginn der Konstituierung am 04.07.2014 herrschte, könnte es eine der harmonischeren Ratsperioden im Mönchengladbacher Rat werden.

Da begrüßten sich ehemals politische Gegner, die sich bislang kollegial distanziert verhalten hatten, plötzlich als „wirkliche Freunde“, die sich teilweise schon auf facebook, Twitter & Co. als solche „geoutet“ hatten.

Einziger Wehrmutstropfen schien die Tatsache zu sein, dass man im Rat nun nicht mehr ganz „unter sich“ ist, weil es durch das Votum der Wähler am 25.05.2014 dazu kam, dass Einzelkandidaten anderer Parteien die Möglichkeit gegeben wurden, in Mönchengladbach kommunalpolitisch aktiv zu sein.

Die Jugendorganisationen der „Etablierten“ forderten „Gemeinsam gegen Intoleranz“ und positionierten sich „gegen Pro NRW und NPD“ im Rat.

Die Demonstration fand breite Zustimmung der Ratsmitglieder, die sich nach dem ökomenischen Gottesdienst zum obligatorischen Gruppenbild auf der Rathaustreppe versammelten.

Nachdem Pressesprecher Wolfgang Speen, die letzten „Ausrichtungen“ vorgenommen hatte, nahmen für einige Minuten die Fotografen das Heft des Handelns in die Hand. Irgendwer hatte eine Leiter organisiert, wodurch sie für eine kurze Zeit fast „über den Ratsmitgliedern“ standen.

Eröffnet wurde die erste Sitzung der IX. Ratsperiode von Erika Gols (SPD) als dem lebensältesten Ratsmitglied. Sie nahm auch die anschließende Verpflichtung von OB Hans Wilhelm Reiners (CDU) vor.

Diese Zeremonie und die bemerkens­werte Antrittsrede von Hans Wilhelm Reiners verfolgten viele Bürger von der sehr gut besetzten Zuschauertribüne aus. Unter ihnen wurde mit Horst Hübsch (CDU) nur ein ehemaliges Ratsmitglied gesichtet.

Reiners betonte u.a., dass die unmittelbar gewählten Ratsmitglieder und er für sechs Jahre einen Vertrauensvorschuss erhalten hätten, der ein kostbares Gut sei und dem man gemeinsam gerecht werden müsse.

„Kleinliches Gezänk“, „Tricksereien“ und „Entscheidungsschwächen“ würden die Bürger als Vertrauensmissbrauch einstufen und nicht als Fehler nachsehen, heißt es in seiner Rede die hier zum DOWNLOAD zur Verfügung steht.

 

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