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In Mönchengladbach leben rund 2.400 Flüchtlinge • Mehrere neue Notunterbringungseinrichtungen usw. sollen Provisorien wie „Zeltstadt“ in Neuwerk oder Discounter-Markt ablösen

Aktuelle Zahlen zur Flüchtlingssituation in Mönchengladbach stellte gestern (27.10.2015) Sozialdezernentin Dörte Schall dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren vor.

„Die Stadt unternimmt derzeit sämtliche Anstrengungen, um Planungssicherheit bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu schaffen“, betonte sie mit Blick auf die Liste der neuen Notunterbringungseinrichtungen, Erweiterungsbauten und geplanten Neubauten, welche die maroden Unterkünfte am Bockersend oder an der Hardter Straße ablösen sollen.

Ziel ist auch, die bisher genutzten Turnhallen in der Wilhelm-Strauß-Straße, in Wanlo und Am Torfbend wieder für den Schul- und Vereinssport freizugeben.

Auch die Zeltstadt am Gathersweg in Neuwerk (aktuell 170 Flüchtlinge des Landes) soll durch die neuen Unterkünfte aufgegeben werden.

Ebenso der als Notunterbringung von der Stadt angemietete Aldi-Markt an der Aachener Straße 699 mit 80 Plätzen.

Alle Planungen hängen davon ab, dass es keine dramatischen Veränderungen bei den Zuweisungen gibt.

Rund 400 Plätze bietet die neue Notunterbringungseinrichtung in Modulbauweise im Volksgarten an der Krall’schen Wiese, die seit Montag errichtet wird und voraussichtlich Anfang bis Mitte Dezember in Betrieb gehen soll.

Eine Unterbringung gleichen Typs im Nordpark 260 gegenüber dem Hockeypark kann bereits in etwa drei Wochen bezogen werden.

Hier handelt es sich um eine Notunterkunft, die die Stadt an das Land – ebenso wie das benachbarte TiN – vermietet. Auch hier stehen insgesamt rund 400 Plätze zur Verfügung.

Darüber hinaus steht seit August der Erweiterungsbau am Fleener Weg mit 90 Plätzen zur Verfügung.

Außerdem sieht die weitere Planung Neubauten in der Mülforter Straße mit 200 Plätzen und im Luisental vor. Demnach stehen zukünftig zusätzlich 752 Plätze für Flüchtlinge zur Verfügung.

„Wir hoffen sehr, dass wir durch diese Planung schon bald die Containerbauten an der Hardter Straße und am Bockersend aufgeben und abreißen können“, so Dörte Schall weiter.

Aktuell leben in Mönchengladbach rund 2.400 Flüchtlinge, wobei 1.441 in städtischen Unterkünften und zusätzlich weitere 800 in Wohnungen und 350 in den Notunterkünften des Landes leben.

„Erfreulich ist eine deutliche Steigerung der Flüchtlinge in von ihnen selbst angemieteten Wohnungen, die über eine Vielzahl von Privatpersonen angeboten und vermittelt werden konnten“, erklärte Dörte Schall im Ausschuss.

Schalle bedankte sich vor allem bei den Hilfsorganisationen, dem DRK und THW sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für deren unermüdlichen Einsatz in der Bewältigung der Situation. Ohne deren Hilfe, wäre diese Herkulesaufgabe nicht zu schultern.

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In Mönchengladbach leben rund 2.400 Flüchtlinge • Mehrere neue Notunterbringungseinrichtungen usw. sollen Provisorien wie „Zeltstadt“ in Neuwerk oder Discounter-Markt ablösen"

#1 Kommentar von Brummbär am 23. November 2015 @ 10:51

Die Flüchtlingsströme sind die logische Folge dessen, was durch Kriege und deren Folgen im Nahen und Mittleren Osten und auch Afrika verursacht wurde und wird.

Es ist unglaublich, was uns alles unter dem Deckmantel der „Humanität“, Befreiung von Völkern (wovon außer von Bodenschätzen und Geld?) und „Friedensmissionen“ (= Krieg) verkauft wird.

Die Wahrheit ist eine andere, als das was man uns da wortreich andrehen will.

Gerade haben sich Ex-Drohnenpiloten in einem offenen Brief an Obama gewandt. Sie geben darin besonders dieser Exekutionsform (inklusive vieler Zivilisten als „Kollateralschaden“) die Schuld am Terror und seiner Ausbreitung.

Ist das verwunderlich? Drohnen sind auch nichts als Terror. Terror vor allem für die unschuldige Zivilbevölkerung, die immer wieder Opfer solcher Angriffe wurde. Oder ist Terror von den selbsternannten „Guten“ kein Terror? Dass sich die Eskalation immer mehr hochschaukelt ist zwar nicht akzeptabel aber logisch und nachvollziehbar.

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Auch in Afghanistan und Pakistan geht das Töten per Drohnen weiter. Wen interessiert das? Dort gibt es jeden Tag Terror, wie er nun auch in Europa in Paris geschah. Wer Wind sät, wird Sturm ernten, wenn alles so ist, wie uns berichtet wird.

Durch diese Drohneneinsätze wird Hass geschürt. Dann wundert man sich über zornige (nicht nur junge) Männer, die zum IS überlaufen?

Friedensnobelpreisträger Obama hat das Drohnenprogramm massiv ausgeweitet, und es soll bis 2019 nochmal um 50% erhöht werden! Dann sollen täglich statt „nur“ 61 Flügen mindestens 90 erfolgen.

Deutschlands Rolle dabei wird nie thematisiert, denn ohne Ramstein, das wir auch noch mit finanzieren „dürfen“, wären diese Tötungen per Knopfdruck gar nicht möglich.

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Genauso wie Kriegseinsätze, die von deutschem Boden, von dem angeblich nie wieder Krieg ausgehen sollte (!) aus erfolgen. Spätestens seit dem völkerrechtswidrigen Jugoslawienkrieg sind die Hemmungen pro Krieg bei deutschen Politikern gefallen.

Wir gönnen uns sogar einen Bundespräsidenten mit ausgeprägter Vorliebe zu Ausführungen zum und über Frieden, der aber keine Gelegenheit auslässt zu erklären, dass Deutschland auch mal zu den Waffen greifen muss. Gerne auch international. Er spricht von Verantwortung, wenn er Krieg meint. Das klingt besser.

Ganz nach dem Motto: Ein bisschen Frieden ein bisschen ballern. Letzteres darf auch etwas mehr sein und deutsche Soldaten sollen stolz sein ihr Vaterland oder was auch immer gerade ansteht, verteidigen zu dürfen.

Wie sagte er doch tatsächlich: „Manchmal muss ein junger Mensch alles geben und wenn es das eigene Leben ist. Diese Bereitschaft ist selten geworden …“ (unerträglicher Rest im Link) Hallo!!!

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Noch zu den Drohnen. Besonders übel: Ob die Beschuldigten, die auf Obamas Liste sind und zum Abschuss freigegeben werden, auch schuldig sind, interessiert die westliche Welt und USA-Verbündete keinen Deut. Die USA haben einfach recht. Warum eigentlich?

Die mörderischste Terror-Kampagne der Gegenwart

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Ob Drohnenkrieg, Krieg oder „nur“ Destabilisierung.

Ich möchte auch nicht in einem zerstörten Land leben. Ohne Wasser, Strom, medizinische Versorgung. Ich möchte auch nicht jahrelang in bitterster Armut in einem Flüchtlingslager „leben“ müssen. Genau das wird Millionen Menschen wissentlich zugemutet. Von Erlebnissen wie Tod, Verletzungen und Vertreibung noch ganz zu schweigen.

WANN zählt endlich Frieden für die Menschen mehr als die Gier und der Zugriff auf die Ölvorkommen oder andere Bodenschätze, die viel Geld bringen! Warum gönnt man allen diesen Ländern, denen diese ganz eindeutig gehören, die Erträge daraus nicht? Vor allem WER gönnt sie diesen nicht?

Tatsache ist, dass Menschen, die damit überhaupt nichts zu tun und keinen Nutzen davon haben (ob amerikanische, deutsche, französische, syrische, irakische und viele weitere Soldaten), in diesen Kriegen verheizt werden, damit sich eine kleine „Elite“ die Taschen füllen kann.

Es ist eine Lüge, dass die Freiheit verteidigt wird. Es werden Ressourcen erobert und dafür Menschen getötet, verletzt (was manchmal schlimmer ist als der Tod!) und deren Heimat zerstört.

Eine einzige Schande, dass wir uns von einigen Profiteuren aufeinander hetzen lassen, die uns auch noch für dumm verkaufen.

… und dann wundert man sich über Flüchtlingsströme?