- BürgerZeitung für Mönchengladbach und Umland 1.0 - http://www.bz-mg.de -

Fracking – Gefahr auch für Mönchengladbach?

[1]Mit „Fracking“ (Hydraulic Fracturing) wird eine spezielle Verfahrens­technik bezeichnet, mit der Erdgas, auch „Unkonventionelles Erdgas“ oder „Schälgas“ genannt, aus Gesteinsschichten gesprengt und gefördert wird.

Hierzu werden Chemikalien in großen Mengen in das Erdreich gepumpt. Die genaue chemische Zusammensetzung fällt unter das Betriebsgeheimnis der gasfördernden Konzerne.

Von bis zu 200 verschiedenen Substanzen ist die Rede. Fest steht, dass bei diesem Verfahren auch toxische Stoffe zum Einsatz kommen. Als Wasserzusätze werden z.B. Xylol, Toluol, Benzol und andere Chemikalien eingesetzt. Sie sind toxisch, teilweise kanzerogen und biozid.

Biozide sind nichtlandwirtschaftliche Pestizide. Anders als die irreführende Silbe „Bio“ evtl. suggeriert keineswegs das, was man als Laie daraus ableiten könnte. Viele der Substanzen sind wassergefährdend, die Gefahren insbesondere für das Grundwasser und in der Folge für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung im weiten Umkreis dieser Förderanlagen bedeuten.

Die Gefahren werden klein geredet, doch zeigen sich in den USA, wo dieses Verfahren bereits vor Jahren politisch gewollt gefördert wurde, die Risiken für Mensch und Umwelt. Giftstoffe im menschlichen Blut, verseuchtes Grundwasser verursacht Schäden im Pflanzen- und Tierreich, toxisches, brennbares Trinkwasser.

Besonders schlimm: Ist das Wasser einmal verseucht, kann es nicht mehr 100%ig gereinigt und entgiftet werden. Es bleibt für Generationen verseucht. Deshalb setzt in den USA ein erstes Umdenken ein. Einige Bundesstaaten haben diese Methode zur Erdgasförderung inzwischen verboten.

Daneben birgt diese Methode die Gefahr künstlich erzeugter Erdbeben.

Anwohner solcher bereits in Deutschland existierender Förderfelder liegen schon heute im Rechtsstreit mit Konzernen, klagen über Risse in Hauswänden.

Der Skandal: Umweltverträglichkeitsprüfungen sind nach geltendem Bergrecht erst ab dem Zeitpunkt der Gewinnung von Erdgas erforderlich. Allerdings auch erst dann, wenn das tägliche Fördervolumen 500.000 Kubikmeter Erdgas übersteigt.

Eine Novellierung des überalterten, vom Preußischen Bergrecht von 1865 (!) abgeleiteten Bundesberggesetzes wird seit langem immer wieder gefordert.

Während sich die Bundesregierung mit einem Verbot schwer tut, im NRW-Landtag die Diskussionen noch weitestgehend von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen ablaufen, hat Frankreich kurzer Hand Fakten geschaffen:

Innerhalb von nur 2 Monaten wurde die Fracking-Methode in Frankreich verboten.

Was wird in Deutschland geschehen? In NRW vertritt z.B. die Bergbauabteilung der Bezirksregierung Arnsberg sehr strikt die Interessen der Bergbautreibenden.

Sie hat, vollkommen unbemerkt von der Öffentlichkeit, bereits 19 Bergbauberechtigungen zur Aufsuchung von Erdgas in NRW erteilt.

Mittlerweile haben sich erdgasfördernde Unternehmen riesige Gebiete gesichert, in denen nach Gas gesucht werden soll – auch Mönchengladbach (hier ist es Wintershall) liegt in solch einer Förderregion.

Christian Wilk, Journalist des ZDF-Magazins „ZOOM“ hat einen höchst informativen Bericht gedreht, in dem Anwohner, Wissenschaftler, Konzernmitarbeiter und Politiker zu Wort kommen. Es wird gezeigt, wie „Fracking“ auch in Mönchengladbach ablaufen könnte.

30 lohnenswerte Minuten, die  sehr nachdenklich machen und nach denen sich viele Fragen aufdrängen.

Besonders perfide: sogenannte „bergfreie Bodenschätze“ wie Erdgas sind nicht Bestandteil des Grundeigentums.

Im Klartext: was sich unter dem Grund und Boden der Bürger befindet, gehört ihnen nicht.

Auch bei dem sogenannten „Unkonventionellen Erdgas“ gilt der alte Satz: Bergrecht bricht Grundrecht!

Hier der Link zum Film von Christian Wilk: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1487400/ZDFzoom-Gefaehrliche-Gier#/beitrag/video/1487400/ZDFzoom-Gefaehrliche-Gier [2]

9 Kommentare (Öffnen | Schließen)

9 Kommentare Empfänger "Fracking – Gefahr auch für Mönchengladbach?"

#1 Kommentar von Professor am 14. November 2011 @ 10:28

was soll ich sagen…? Überall den Molli machen.
Find ich alles nicht so gut.
Ich schau mir später mal den Film an.

#2 Kommentar von Der vom Morken am 14. November 2011 @ 14:22

Tja, wie bei der Braunkohle. Der Bergbautreibende handelt angeblich zum Wohle der Allgemeinheit. Deshalb darf der erbarmungslos seine komplette Raffgier zutage fördern und alles so zurecht biegen wie es ihm passt.

Für dieses Verhalten werden immer Ausreden und wohlgesetzte Worte gefunden, dass es nicht anders geht. Gerne auch: Alternativlos.

Das Bergamt einschreiten? Fehlanzeige. Politiker? Fehlanzeige – bis auf ganz wenige Ausnahmen. Verwaltungen? Fehlanzeige.

Alle diese Erwähnten erzählen sich gegenseitig und uns im besonderen, dass es keine gesetzliche Grundlage gibt einzuschreiten! Wenn ein Konzern sagt, dass das ungefährlich ist, wird es schon stimmen.

Die direkt betroffenen Bürger müssen sehen, wie sie klar kommen. Hilfe gibt es keine. Vielleicht wenige Ausnahmen, die aber viel zu wenige sind.

Wie fragte ein Mitarbeiter von Exxon (Link): „Sind Sie nicht bereit ein gewisses Restrisiko zu tragen?“

Gewinne für die Konzerne, irreversible gesundheitliche und Umweltschäden in schwindelerregender Milliardenhöhe (wie schon bei den AKWs, Atommüllendlagerstätten und Braunkohle und vor allem auch dem politikergestützten CCS-Traum der Energiekonzerne) für die Bevölkerung und nachfolgende Generationen.

Das unschöne Wort „Ewigkeitsschäden“ gibt es im Vokabular dieser Konzerne (und Politiker?) gar nicht erst.

Dafür sind WIR alle zuständig.

Nun auch Fracking. Millionen Liter massiv verseuchtes Wasser werden einfach in der Erde
verpresst. Keinen stört es! Keine Behörde, Umweltamt, Ministerium oder was auch immer schreitet ein. Ausrede: es gibt keine gesetzliche Grundlage!

Warum wird eine solche nicht ruck zuck geschaffen? Bei dem Chemiecocktail dürfte das ein leichtes Unterfangen sein – wenn man es wirklich wollte. Waschen Sie mal ihr Auto auf der Straße – na, dann ist aber was los von wegen Umwelt- und Wasserschutz!!

Perfide: Die Fracking-Claims wurden heimlich still und leise schon lange abgesteckt. Das Bergrecht ist auch dabei auf Seiten der Konzerne.

Warum wurde das uralte, während der Nazi-Diktatur modifizierte Bergrecht nicht schon lange geändert? Der Braunkohletagebau wurde nach dem Krieg wieder aufgenommen. Schutz der betroffenen Bevölkerung? Fehlanzeige. Diese „Tradition“ soll nun beim Fracking fortgesetzt werden.

Lasst Euch nicht für dumm verkaufen.

Glückauf!

#3 Kommentar von Pincopallino am 15. November 2011 @ 09:46

Nicht erst seit das ZDF die Themenreihe „Burnout – der erschöpfte Planet“ aufgegriffen hat, zu der auch der oben angegebene Beitrag zählt, stellt sich immer mehr die Frage, was wir hier eigentlich tun.

Wir beuten den Planeten rücksichtlos aus, vernichten Ackerboden, Grundwasser, holen Bodenschätze unter Einsatz hochgiftiger Substanzen aus den tiefsten Tiefen der Erde, und meinen trotzdem, dass das alles so richtig ist?

Wir verhalten uns so, als gäbe es nach uns keine weiteren Generationen mehr, so dass wir uns berechtigt fühlen, alles zu nehmen, was irgendwie verfügbar ist – ohne Rücksicht auf Verluste jeglicher Art.

Wie lange wird es wohl noch dauern, bis wir begreifen, dass wir dabei sind, unseren eigenen Lebensraum unwiederbringlich zu zerstören? Vielleicht werden wir ja Recht behalten und sind tatsächlich eine der letzten Generationen auf diesem Planeten, der eigentlich genug für alle zu bieten hätte, wären wir (in den Industriestaaten) nur nicht so unersättlich und rücksichtslos, würden wir nur nicht nach immer mehr und mehr verlangen.

Ein beispielhafter Satz aus dem ZDF-Zweiteiler “Burnout – Verschollen am Kap“ [kann man hier ansehen: [3]„Verschollen-am-Kap—Teil-1“ ], macht die Situation sehr deutlich: „Öl kann man ersetzen, Wasser nicht – niemals!“

Werden wir (und hier sind vor allem die Menschen in Industrieländern gemeint) noch rechtzeitig begreifen, dass wirtschaftliches Wachstum zulasten der Umwelt und zulasten der sog. Dritten Weltländern nichts weiter als Selbstmord auf Zeit bedeutet?

#4 Kommentar von Winfried Kroll am 15. November 2011 @ 12:35

Liebe Redaktion Politik & Wirtschaft,

in Ihrem Artikel beklagen Sie „…im NRW-Landtag die Diskussionen noch weitestgehend von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen ablaufen…“.

Zur Erleichterung der Meinungsfindung hier zwei Pressemitteilungen der SPD-Landtagsfraktion zum Thema:

Düsseldorf, 26. Juli 2011

André Stinka: Erdgas-Fracking stellt derzeit unkalkulierbares Risiko dar

Zu der aktuellen Diskussion über die unkonventionelle Erdgas-Förderung mit dem sog. „Fracking-Verfahren“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andre Stinka:

„Wir halten Erdgas-Fracking derzeit für zu gefährlich. Die Risiken für das Grundwasser und die Trinkwasserversorgung sind zu groß. Hinzu kommen noch weitere Probleme wie die großen Mengen von Abwasser und ein hoher Flächenverbrauch“, erklärte André Stinka.

Die Erfahrungen aus den USA zeigten, dass bei den aktuellen Verfahren Chemikalien eingesetzt werden, die für Umwelt und Trinkwasser eine große Gefahr darstellten. Insgesamt sei die Fracking-Technik nicht ausgereift genug, um eine Erdgasgewinnung in deinem dicht besiedelten Gebiet zu genehmigen.

Es sei richtig gewesen, Erdgas-Fracking ausführlich im Landtag zu prüfen. „In Zeiten unsicherer Energieversorgung müssen alle Alternativen geprüft werden. Aber auch in diesem Fall gilt, dass Gesundheit und Sicherheit Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen haben“.

Düsseldorf, 12. Oktober 2011

Rainer Schmeltzer und Wibke Brems: CDU und FDP machen taktische Spielchen statt Sachpolitik

Zum Verhalten von Fraktionen der CDU und FDP im heutigen Wirtschaftsausschuss bezüglich einer gemeinsamen Positionierung des Landtags NRW zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas in NRW mittels Fracking erklären SPD und Bündnis 90/Die Grünen:

„Eine breite parlamentarische Linie zu Fracking in NRW ist heute im Wirtschaftsausschuss leider parteitaktischen Spielchen der Opposition zum Opfer gefallen. CDU und FDP lehnten den Antrag von SPD und GRÜNEN ab, der Umweltverträglichkeitsprüfungen in allen Phasen und an allen Standorten für diese umstrittene Methode sowie Transparenz und Einbindung der öffentlichen Stellen forderte.

Punkte, die die CDU in NRW gegenüber Presse und Bürgerinnen und Bürger vor Ort immer wieder lautstark vertritt, aber im Parlament handelt sie anders. So starteten CDU und FDP in Niedersachsen eine Bundesratsinitiative, die Umweltverträglichkeitsprüfung nur auf besondere Schutzgebiete beschränken will. Zugleich wird die Abgabe für die Förderung von unkonventionellem Erdgas in Niedersachsen abgeschafft.

Damit fördern CDU und FDP Fracking durch die Hintertür und lassen die Interessen der Menschen außen vor. „Das ist ein absolut widersprüchliches Verhalten“, erklärt Wibke Brems MdL, energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion.

Auch die im rot-grünen Antrag enthaltene Unterstützung der Initiative des Bundesumweltministers und ihres eigenen Parteivorsitzenden Norbert Röttgen, der eine Risikostudie in Auftrag geben wird, lehnte die CDU heute im NRW-Wirtschaftsausschuss ab.

„Diese Totalblockade der CDU aus rein taktischen Gründen offenbart, dass sie nicht an Politik für die Bürger, sondern an reinem Oppositionsverhalten interessiert ist“, kommentiert Rainer Schmeltzer, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

„Dies ist ein fatales Signal an die Menschen vor Ort. Die Koalition begrüßt daher die Bundesratsinitiative der Landesregierung für eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung. Dies ist richtig und muss im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von NRW weiter verfolgt werden.“

#5 Kommentar von Sabine Cremer am 15. November 2011 @ 17:00

Ich möchte an dieser Stelle darauf aufmersam machen, dass DIE LINKE. Mönchengladbach sich schon seit einem Jahr mit dem Thema Fracking befasst.

Über den Umweltausschuss konnte auch die Stadtverwaltung zu diesem Thema sensibilisiert werden und steht seither im Informationsaustausch mit der Bezirksregierung Arnsberg, was den Sachstand in Mönchengladbach betrifft.

Wir haben dazu mehrere Pressemitteilungen rausgegeben, die hier jeweils nachgelesen werden können:

[4]
[5]
[6]
[7]
[8]

Auch unsere Landtags- und Bundestagsfraktion beschäftigen sich schon seit einiger Zeit mit dem Thema. Die Pressemitteilungen dazu sind auf den jeweiligen Webseiten einzusehen.

Aktuell ist es unseres Wissens so, dass momentan ein Gutachtenverfahren zum Thema läuft.

Die Ergebnisse sollen im Sommer 2012 zur Verfügung stehen und bis dahin, soll es keine Genehmigungen irgendwelcher Art mehr geben.

Ebenfalls möchte ich darüber informieren, dass auch wir für eine Änderung des Bergrechts sind und uns auf allen Ebenen aktiv dafür einsetzen.

#6 Kommentar von Hannelore Huber am 16. November 2011 @ 17:50

Interessant was Ex-Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) zum Fracking auf abgeordnetenwatch.de mitteilte:

„Bezüglich möglicher Risiken bei der Gewinnung von unkonventionellem Erdgas geht die Bundesregierung nach jetzigem Kenntnisstand davon aus, dass bei Beachtung der geltenden technischen Sicherheitsvorschriften und aktuellen Umweltstandards keine wesentlichen Unterschiede zur Gewinnung von konventionellem Erdgas bestehen.

Gegenteilige wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse hierzu liegen der Bundesregierung gegenwärtig nicht vor.“

Die Frage, warum nur Lobby-Informationen für weitere Informationen genannt werden, wird leider gar nicht beantwortet.

[9]

#7 Kommentar von prisac am 16. November 2011 @ 19:42

hallo
redaktion,

seien sie doch bitte so nett
und lesen doch dort mal nach:
[10]
und sollten sie statt braunkohle in mönchengladbach schiefer finden …

eine gute idee,
ist diese methode beim besten willen nicht …
und anfangs des jahres wollte die eu auch
ein gutachten in auftrag geben
[11]
wo das ist,
such ich aber
nun nicht raus.

fun and sun

pri and sac

#8 Kommentar von Der vom Morken am 16. November 2011 @ 23:02

Sehr geehrte/r Prisac

Was meinen Sie mit diesem kryptischen Satz:

„und sollten sie statt braunkohle in mönchengladbach schiefer finden …“ ?

Das eine schließt das andere nicht aus.

Glückauf!

#9 Kommentar von Igor Markus Tischlik am 6. Juli 2012 @ 23:53

Brennstoff im Trinkwasser Mönchengladbach

Das französische Parlament beschloss am 30. Juni 2011, die umstrittene Erdgasförderung per Fracking offiziell zu verbieten. Mit 176 zu 151 Stimmen wurde das Gesetz verabschiedet. Frankreich ist damit weltweit das erste Land mit Fracking – Verbot.

Unternehmen, die bereits Fördergenehmigungen auf französischem Land innehaben, müssen bis Ende August 2011 der Regierung mitteilen, welche Fördermethoden sie anwenden.

Falls es sich dabei um Fracking handeln sollte, oder auch wenn die Unternehmen der Aufforderung zur Erklärung nicht nachkommen sollten, verfällt ihre Genehmigung automatisch. Ein europäischer Meilenstein !

Erdgasfördernde Unternehmen haben sich riesige Gebiete gesichert, in denen nach Gas gesucht werden soll – auch in Mönchengladbach

Multi-Konzerne wie Exxon, BNK Petroleum, Mingas und Wintershall sind dabei, Ihre Fracking – Claims abzustecken. Mit Fracking – so die Energieunternehmen – lasse sich die Wirtschaft ankurbeln. Auch Arbeitsplätze könnten durch Fracking geschaffen und grüne Energiequellen erschlossen werden.

Jedoch ! – Fracking nicht ohne Chemikalien

Die sog. Frac – Flüssigkeit (oder Fracking-Flüssigkeit) soll zu 98 Prozent aus bis zu 20.000 Litern Wasser (pro Fracking – Vorgang), etwas Quarzsand und 0,2 Prozent Chemikalien bestehen. Letztere werden soweit bekannt benötigt, um die Pumpwege freizuhalten. Ein gewisser Teil der Frac – Flüssigkeit könnte, so engagierte Kritiker, im Boden zurück bleiben.

Soweit bisher bekannt, ist die mengenmäßige Zusammensetzung der Bohrflüssigkeit bis dato ein Geheimnis der Öl- und Gasindustrie.
Die Frac -Flüssigkeit soll, so Widersacher, krebserregende, die Hormone verändernde und stark das Wasser gefährdende Toxine enthalten.

Gasfirmen sollen Josh Fox 100.000 Dollar geboten haben, damit er ihnen sein Land für die Erdgasförderung mittels Fracking verpachte. Fox lehnte ab und entschloss sich stattdessen: Einen beherzten Dokumentarfilm mit dem Titel „Gasland“ zu drehen. Er wollte Menschen zeigen, was Fracking für Auswirkungen haben kann.

Bei den Dreharbeiten stieß er auf Leitungswasser, das auf Grund eines hohen Methananteils leicht entzündlich aus den Hähnen floss. Wasserflächen voller giftiger Abfallstoffe. Chronisch kranke Anwohner, die in unterschiedlichen Bohr-Gebieten dieselben auffälligen Symptome aufwiesen.

Die politisch Verantwortlichen der Stadt Mönchengladbach sollten daher mit äußerster Skepsis und menschlichem Verstand diesem Vorhaben entgegen treten.

Ich fordere für die Bürger von Mönchengladbach in diesem Fall Transparenz, Offenlegung aller bestehenden Fakten.

Kein FRACK verseuchtes Trinkwasser in Mönchengladbach !