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Sonnige Aussichten – Auch in Mönchengladbach?

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

solardach-vb[pmvie] Lokaler Beitrag zum Klimaschutz: Der Kreis Viersen unterstützt die Erzeugung von Solarstrom durch die Vermietung geeigneter Dachflächen von Kreisgebäuden an private Investoren.

Im Rahmen eines nationalen Wettbewerbs konnten Bewerber ihre Konzepte einreichen. Mittlerweile haben die Vertragspartner Niederrheinwerke ReEnergie GmbH aus Grefrath und die Enervat Niederrhein UG aus Kempen vier Anlagen in Betrieb genommen.

„Ich werte die Vermietung unserer Dachflächen an zwei im Kreis Viersen ansässige Firmen als Beweis für die Leistungsfähigkeit unserer heimischen Wirtschaft“, sagt Kreisdirektor Dr. Andreas Coenen. Entscheidend für die Wahl der Vertragspartner war ein innovatives Gesamtkonzept. Dies können beide Bewerber vorweisen.

Die Photovoltaik-Anlagen sind montiert auf folgenden Dächern:

  • Kreishaus in Viersen,
  • Berufskolleg in Kempen,
  • Franziskusschule in Süchteln sowie Baubetriebshof in Süchteln.
  • Eine weitere Anlage wird auf dem Dach des Berufskollegs in Dülken noch errichtet.

Der Solarstrom wird in die Netze der örtlichen Versorger eingespeist. Die größte Anlage befindet sich auf dem Dach des Berufskollegs in Kempen an der Kleinbahnstraße; sie leistet 304,425 Kilowatt-Peak (kWp).

In der Photovoltaik wird die maximal mögliche Leistung eines Solargeneratores bei Standardbedingungen als Peak-Leistung definiert, sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt, Peak) angegeben.

Die Niederrheinwerke zeichnet für die Anlage in Viersen verantwortlich, die Enervat für die beiden in Süchteln und in Kempen.

Enervat hat für diese drei Anlagen über 2000 Hochleistungsmodule deutscher Herstellung verwendet, die mit ca. 450 kWp und etwa 400.000 KWh jährlich den Strombedarf von über 110 Haushalten aus Sonnenenergie bereitstellen.

Die Anlage auf dem Kreishaus in Viersen ist seit Ende Dezember in Betrieb. Sie hat eine Leistung von 74,1 kWp. Die Anlage soll jährlich 64.000 kWh Strom produzieren, was dem jährlichen Strombedarf von ca. 18 Haushalten entspricht. Die Einsparung an umweltschädlichem Kohlendioxid CO2 beträgt ca. 50 Tonnen im Jahr.

Enervat Niederrhein UG:
Die Firma hat ihren Sitz in Kempen-St.Hubert an der Bellstraße 27. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und ist befasst mit Beratung, Erstellung und Umsetzung innovativer Energiekonzepte sowie der Beteiligung an anderen Unternehmen. Langfristiges Ziel der Firma ist es, einen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung des Bedarfs an Elektro-Mobilität durch weitgehend transportverlustfreie, dezentrale und schadstoffarme Stromerzeugung zu leisten.

Der erzeugte Photovoltaikstrom soll dabei langfristig zum Betrieb von Elektroautos verwendet werden, für die entsprechende „Tankstellen“ in der Nähe der Stromerzeugungsanlagen errichtet werden sollen.

Niederrheinwerke ReEnergie GmbH:
Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine 2009 entstandene Kooperationsgesellschaft der ReEnergie Niederrhein GmbH mit den Niederrheinwerken Viersen GmbH und den Gemeindewerken Grefrath GmbH. Die Firma hat sich auf Errichtung und Betrieb sogenannter „Bürger-Solarkraftwerke“ spezialisiert. Hierbei wird interessierten Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich direkt durch Erwerb eines Anteils am Solarkraftwerk oder indirekt durch Gewährung eines Darlehens zur Finanzierung der Errichtung eines Solarkraftwerks an
Errichtung und Betrieb einer Solaranlage zu beteiligen.

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Kommentar der Redaktion:

Verschlafen Wirtschaftsförderung, Politiker und Verwaltung „sonnige Aussichten“ auch in Mönchengladbach? Oder sind die Bemühungen der Verantwortlichen ausreichend?

Fehlt es am Geld, am Umsetzungswillen, an gestalterischer Kraft oder Wissen? Lesen Sie hierzu:

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