Einheitsschule vs. Gesamtschule? – Statement von Sebastian Mostertz (Zentrumspartei)

Hauptredaktion [ - Uhr]

50-mostertz-sebastian-picMit Bezug zum Begriff „Einheitsschule” hatten wir u.a. auch Landtags­abgeordnete von der Zentrumspartei um ihre Meinung gefragt. Hier die Antwort von Sebastian Mostertz:

Zu Recht wird das Thema „Schule“ und „Bildung“ gerade in diesen Tagen heftig diskutiert.

Doch die gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir ganz eindeutig stehen, sind nicht mit neuartigen Schulkonzepten von LINKE, SPD und GRÜNE zu lösen.

Derartige theoretische Modelle sind nun mal nicht eins zu eins übertragbar von einem Staat auf den anderen. Da können noch so viele Studien zitiert werden…

Glauben LINKE, SPD und GRÜNE ernsthaft, dass man dadurch mehr qualifizierte Abiturienten/innen hervorbringt?

Angenommen, sie glauben es wirklich: Soll es dann noch mehr Studiengänge geben, die mit einem Numerus Clausus (NC) besetzt werden und tausende von Abiturienten/innen dazu zwingen, zu warten, bis ein Platz frei wird?

Diese Konzepte sind einfach nicht bis zum Ende durchdacht! Das gilt ebenso für das „Turbo-Abi“ und auch viele andere politische Themen, die von den noch Regierenden „erarbeitet“ wurden.

ZENTRUM spricht sich deshalb nach wie vor für das bewährte dreigliedrige Schulsystem aus, jedoch mit folgenden Forderungen:

  • Mehr Lehrer => Kleinere Klassen => Gezieltere Förderung!
  • Die Lehrinhalte müssen stärker an der Praxis/den Anforderungen der Wirtschaft orientiert sein!
  • Insbesondere an den Hauptschulen sind verstärkt Sozialarbeiter vorzusehen, die sich den gesellschaftlichen Schwierigkeiten der Schüler annehmen und Perspektiven aufzeigen! Hierbei muss jedoch FORDERN UND FÖRDERN gelten. Es scheitert heute bei der Berufseinstellung weniger an den fachlichen Qualifikationen, als an den – eigentlich selbstverständlichen – Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Fleiß und Disziplin.

Auch bei diesem Thema gilt unser Appell: „ZURÜCK ZUR VERNUNFT!“

14 Kommentare zu “Einheitsschule vs. Gesamtschule? – Statement von Sebastian Mostertz (Zentrumspartei)”
  1. Was ist vernünftig? Darunter versteht jeder was anderes.

    Was zählt sind Fakten und harte Tatsachen. Alles andere ist Geschwätz.

    Gerade in Deutschland bestimmt die Herkunft, also ob „5 Kinder im HartzIV-Haushalt“ oder „Ein Kind im Akademikerhaushalt“ den weiteren Bildungsweg.

    Soviel zum Thema „Abstempeln der Gesellschaft“. Die Stempel haben eher Politiker, Lehrer und Bürokraten in der Hand, schon lange bevor ein Kind seinen Schulabschluss erhält.

    Wenn es wenigstens gleiche Chancen in Form von Aufnahmeprüfungen gäbe. Nein, man hängt das Schicksal eines Kindes an der verbindlichen Grundschulempfehlung eines Lehrers.

    Diese Entscheidungsfreiheit der Schulformwahl den Eltern abzunehmen kommt doch einer Entmündigung gleich.

    Die Folgen der Einsortierung, für die die Eltern die Vernunft abgesprochen wird, müssen sie allerdings in der Folge tragen: Sie müssen ihr Kind u.U. durch die Schule ihrer Nicht-Wahl bringen.

    Und solch ein politischer Sachverstand, solch ein System basiert auf Vernunft?

  2. Lieber Herr Mostertz,

    Sie wollen nicht begreifen! Wie sollen Menschen sich entwickeln, wenn man sie separiert und demotiviert?

    Bis zum nächsten Wahlkampf haben Sie das sicher verstanden!

    Ganz nach dem politischen Motto „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Wir Mönchengladbacher werden sehen! Ich bin mir sicher: Sie lernen schnell!

  3. Liebe Kommentatoren/-innen,

    wenngleich nicht alle Kommentare positiv gemeint, sondern vielmehr bewusste Fehlinterpretationen meiner Aussagen waren, bin ich froh, dass Sie dennoch alle die Bedeutung dieses Themas erkannt haben.

    Nachdem nun einige weitere Ansichten mitgeteilt wurden, möchte ich nachfolgend nochmals in aller Kürze ergänzend Stellung nehmen:

    Mein Einsatz gilt dem Ziel, dass ein jeder junger Mensch – unabhängig seiner Herkunft! – die bestmöglichen Bildungschancen erhält und seine Talente optimal einsetzen kann.

    Um dies zu erreichen sehe ich die primäre Notwendigkeit, die vorherrschenden gesellschaftlichen Schwierigkeiten zu lösen. Diese sind das Kernproblem, nicht die fachliche Ausbildung!

    Wie viele Leute denken heute: „Schau mal, die haben schon das fünfte Kind; da sieht man doch gleich, dass die alle mal Hartz IV-Empfänger werden, genauso wie Ihre Eltern!“

    Unsere heutige Gesellschaft stempelt Menschen also bereits ab, bevor man Ihnen überhaupt die geringste Chance gewährt, sich zu beweisen und zu verwirklichen!

    Diese Ungerechtigkeit möchte ich nicht hinnehmen! So ist auch der Slogan „ZURÜCK ZUR VERNUNFT“ gemeint!

    Leider schaffen es die „Großen“ nicht, dieses Kernproblem anzugehen. Vielleicht haben Sie auch nicht den Mut dazu…

    ZENTRUM hat sich bereits in der Weimarer Republik für grundlegende Sozialgesetze eingesetzt, die bis heute Gültigkeit haben. ZENTRUM ist die Partei, die Ihre Wertevorstellungen bis heute beibehalten hat und vertritt.

    Aus diesem Grund habe ich mich für ZENTRUM entschieden!

    In der Hoffnung auf eine deutliche, positive Veränderung des politischen Geschehens verbleibe ich

    Mit freundlichen Grüßen
    Sebastian Mostertz

  4. Der Vergleich zwischen Guantanamo und unseren Hauptschulen von Jürgen Becker und Didi Jünemann passt!

    Man kann hier auf BZ unter „Anhören! Rüttgers, Kraft Guantanamo und Hauptschulen“ in dieses Stück Polit-Kabarett reinhören.

    Sehr empfehlenswert fürs Realitätsverständnis, besonders für die Leute von der Zentrumspartei und ihre Spitzenkandidaten.

  5. Abitur ist Abitur. Was soll das Gerede von qualifizierten Abiturienten?

    Ein NC dient meines Erachtens doch nicht dazu, die Qualität der Unibildung zu steigern, sondern den Zugang zu bestimmten Fächern zu regeln.

    Oder glaubt Herr Mostertz wirklich, das ein Einserschnitt in Religion, Sport oder Sozialwissenschaften einen hervorragenden Mediziner ausmachen?

    Gerade die Forderung, das sich schulische Ausbildung mehr an den Anforderungen der Wirtschaft ausrichtet, zeigt die Kurzsichtigkeit. Wirtschaft lässt sich auch in Billiglohnländern erfolgreich betreiben und das Know-How dazu billig einkaufen.

    Deutschland sollte versuchen den Wissenschaftlichen Vorsprung zu wahren.

    Das geht aber nicht durch Förderung einer Elite, die dann mit BWL- und Jurastudium nach Gebührenordnung an der Gewinnoptimierung arbeitet.

    Und Eigenschaften wie Unpünktlichkeit, Faulheit und Disziplinlosigkeit, über einen Kamm geschoren, gerade Hauptschülern vorzuwerfen, zeugt im Angesicht von Tausenden erfolgreich absolvierten Praktika von einem seltsamen Menschenbild und wie von anderen hier erwähnt von Standes- oder Kastendenken.

  6. Vorweg erst einmal ein Danke schön an die BZMG-Redaktion: Meine Verwirrung um den Begriff „Einheitsschule“ wurde durch Ihre Anfrage und Antworten der Parteien geklärt.

    Klar ist mir nun folgendes:

    Die Gesamtschule ist wegen ihrer Differenzierung keine Einheitsschule.

    Statt die Kinder auf 3 Schultypen aufzuteilen ab Grundschule, lernen diese gemeinsam unter einem Schuldach so lange wie möglich, wobei sich auch hier im Laufe der Jahre die Einteilungen nach Haupt- und Realschulabschluss oder zum Abitur in einer Oberstufe ergeben.

    Also von einer Vereinheitlichung von Kindern kann keine Rede sein. Der Begriff Einheitsschule führt in die Irre.

    Herr Mosterz hat ja erst einmal Recht: Ordnung, Pünktlichkeit und Fleiss sollte generell an jeder Schule Grundlage sein, egal welche Schulform.

    Und auch eine gute Schulausbildung haben zweifellos alle Kinder verdient. Die Politiker streiten sich offenbar, welche Schulform hierfür geeignet ist.

    Zur Gesamtschule gehen meist Kinder mit Haupt- oder Realschulempfehlung. Trotzdem bringen es viele Kinder dort bis zum Abitur.

    Deutschland beklagt, dass künftig Abiturienten fehlen (Ärztemangel, Lehrermangel) und daher sollte die Zentrumspartei doch eigentlich froh sein, wenn durch die Gesamtschule mehr Abiturienten hervorgebracht werden.

    Da bei uns ein Zentralabitur herrscht, kann ich auch keine zweitklassigen Abiturienten hieraus sehen. Oder was meint Herr Mostertz sonst mit „weniger qualifizierten Abiturienten?“.

    Herr Mosterts Befürchtung, dass tausende von Abiturienten auf Uniplätze warten müßten, wenn es durch die Gesamtschulen immer mehr Abiturienten gäbe, ist nicht stimmig, weil wie alle wissen die Kinderzahl im ganzen Land zurückgeht.

    Bei rückgehender Kinderzahl sterben als erstes Grundschulen, dann werden die weiterführenden geschlossen – also werden dann doch auch zwangsläufig die Zahl der Studenten weniger.

    Daneben bekommen ausgerechnet die Akademiker zu wenig Kinder. Aber gerade aus diesen Familien kommen doch derzeit die meisten Studenten.

    Also die Argumentation der Zentrumspartei stimmt nicht mit den Fakten überein, die man dauernd in der Presse lesen und im Fernsehen hören kann.

  7. Ich bin leider etwas enttäuscht von der Zentrumspartei, da ich doch gehofft hatte, dass sie es vielleicht mal schafft in Mönchengladbach etwas zu verändern.

    Wenn ich mir aber gerade zum Thema „Bildung“ das Statement von Herrn Mostertz durchlese, frage ich mich ernsthaft womit sie glauben, dass sie sich von anderen Parteien unterscheiden?

    Da kann ich ja ebensogut die CDU wählen! – Herr Mostertz, Sie bieten mir keine Alternative an!

  8. Das Statement von Herrn Mostertz empfinde ich als ehrlich.

    Über Bildung und Erziehung lässt sich immer gut streiten, aber die Kritik an der Zentrumspartei ist überzogen.

    Natürlich brauchen wir im Schulsystem Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Doch das sind große Worte.

    Die Realität sieht leider anders aus: Wer die Entwicklung der Städte betrachtet, stellt eine zunehmende Ausgrenzung nach sozialen Verhältnissen fest, mit anderen Worten: es gibt die bürgerlichen Viertel und die Wonviertel der sozial Ausgegrenzten. Soziologen sprechen von Segregation, so der Fachbegriff. Hier muss die Politik ansetzen: die Stadtentwicklung darf nicht länger die Spaltung der Gesellschaft hinnehmen.

    Doch was ist in den von CDU/FDP/SPD/Grün-geführten Großstädten geschehen: Die Besserverdienenden (darunter übrigens sehr viele Grüne) ziehen weg oder sondern sich ab. Dies setzt sich später in der Entscheidung über den Schulbesuch der Kinder fort.

    Ich kenne keinen fortschrittlichen Pädagogen, der sein Kind „absichtlich“ auf eine Schule schickt, die einen schlechten Ruf genießt. Keiner tut es. Warum eigentlich nicht?

    Es kann nur darum gehen, jede Schulform besser zu machen, besonders die Hauptschule, deren Ruf ja nun ramponiert ist.

    Von daher sind die Ansätze der Zentrumspartei gar nicht so schlecht.

    Jeder Schüler hat eine gute Schulausbildung verdient, nichts anderes meint diese Partei. Von daher ist Herr Mostertz eine gute Wahlalternative.

  9. Beim Lesen einiger Kommentare gewinnt man den Eindruck, dass die Stellungnahme von Herrn Mostertz in Bezug auf Schule & Bildung bewußt falsch interpretiert wird!

    Wenn Lehrinhalte dem späteren Berufsleben angepasst werden, bedeutet das doch nicht, dass damit eine Heranzüchtung der zukünftigen Arbeitnehmer/innen zu willenlosen Werkzeugen der Wirtschaft erfolgt – im Gegenteil!

    Es kann doch niemand bestreiten, dass es im bisherigen System viele Lücken und Fehlerquellen gibt; wieso steigt von Jahr zu Jahr die Zahl der Schüler/innen, die zu Beginn ihrer Ausbildung vom Arbeitgeber“nachgeschult“ werden müssen?

    Selbst fundamentales Wissen fehlt: Dreisatz oder Prozentrechnen – wie geht das?

    Außerdem hat Herr Mostertz Recht, wenn er ausführt, dass für viele Azubis Charaktereigenschaften wie Pünktlichkeit, Fleiß und Disziplin Fremdworte geworden sind! Dies sind Tatsachen – wer davor die Augen verschließt, hat immer noch nicht begriffen, wohin unsere Gesellschaftet driftet!

    Es klingt geradezu zynisch, wenn Herrn Mostertz dann auch noch unterstellt wird, dass er mit seinen Vorschlägen gegen eine solidarische oder humane Gesellschaft eintritt!

    Die heutigen Zustände haben doch erst dazu geführt, dass sich Egoismus und Gleichgültigkeit immer mehr verbreiten…

    Wenn Herr Mostertz also die Missstände beim Namen nennt, so hat dies nichts damit zu tun, dass er jungen Menschen die Chance auf sozialen Aufstieg bzw. berufliche Verwirklichung abspricht; sie zu willenlosen Werkzeugen der Wirtschaft degradieren noch Abiturienten die Studienplätze streichen möchte sondern Vorschläge unterbreitet, die aus einer Sackgasse herausführen!

  10. Das Zentralabitur belegt die Erfolge der Gesamtschule. Nun wird deswegen die These in den Raum geworfen, dass Deutschland eine Flut von unqualifizierten Studenten drohen könnte.

    Das Kernproblem: zu frühe „Einsortierung“ in gut – mittel – schlecht flankiert von verbindlichen Grundschulempfehlungen.

    Die 29 großen Industriestaaten (OECD) kritisieren das 3-gliedrige Schulsystem (nur in Deutschland und Österreich gibt es weltweit eine solch frühe Selektion von Kindern) und prangern in schöner Regelmässigkeit die fehlende Chancengleichheit an.

    Unterschiedliche Berichte hierzu sind auf der BZMG übrigens leicht zu finden: Stichwort wie „Grundschulempfehlung“ einfach unter „FINDEN“ eingeben und schon kommen Artikel hierzu.

    Bei der Argumentation der Zentrumspartei kommt mir spontan die indische Kastenlehre in den Sinn.

    Bei „Vernunft“ verlasse ich mich lieber auf wissenschaftlich belegte Studien und internationale Vergleiche. An dieser Stelle widerspreche ich: Wir reden NICHT von theoretischen Modellen.

    Wir reden vielmehr von historisch-gewachsenen Bildungssystemen: In Deutschland ging man den Weg der Selektion der Schulen, weltweit dagegen den Weg der Selektion in den Schulen.

    In allen anderen Ländern ist somit die vielfach geforderte individuelle Förderung schon wesentlich früher passiert als in Deutschland. Das wird nun auch in Deutschland dank internationaler Schulvergleiche erkannt.

    Und das soll nun innerhalb des 3-gliedrigen Schulsystems, das 10-jährige Kinder einsortiert, nachgeholt werden. Ein Widerspruch in sich.

  11. Wenn ich sowas lese, wird mir als Lehrerin, Mensch und auch als Mutter einer vierjährigen Tochter kalt.

    Die schulische Bildung soll also stärker auf die produktionstechnischen bzw. wirtschaftlichen Erfordernisse ausgerichtet werden (ist das nicht FDP?). Mehr Bildung für Leute mir mehr Geld? Was für ein Ziel soll damit verfolgt werden?

    Will man nur funktionierende und willige Arbeitnehmer der Wirtschaft zur Verfügung stellen?

    Reicht das um Mensch zu sein? Und was ist mit denen die nicht funktionieren wollen, weil sie keine Perspektiven mehr haben? Will ich als Mutter so eine Art von Bildung? Ich sage definitiv NEIN HERR MOSTERTZ!

    Das wäre Verrat am Ideal einer humanen und solidarischen Gesellschaft. Nur weil sie sich ins gemachte Nest setzen konnten und ihnen alles in den Schoss fällt, heißt das nicht das Menschen mit weniger finanziellen Mitteln keine Chance haben sollten!

    Ich bin wirklich froh darüber, dass Leute wie sie sich bei der Zentrumspartei breit machen (dürfen) und sich damit selbst von der wirklichen Politik ausschließen (sprich einer RICHTIGEN Partei anschließen)!

    Gott sei Dank können wir bei der anstehenden Landtagswahl darüber abstimmen! Man darf die Hoffnung nicht aufgeben!

  12. In den Medien wird in NRW immer häufiger von den mangelnden Studierfähigkeiten der insgesamt zu wenigen Abiturienten und dem allgemein schlechten Bildungsniveau der Schulabgänger berichtet.

    Herr Mostertz von der Zentrumspartei behauptet wir brauchen nicht mehr und besser ausgebildete Abiturienten mit dem Hinweis, dass es zur Zeit angeblich nicht genug Studienplätze gibt.

    Was für eine Schlussfolgerung! Ist diesem jungen Mann von der Zentrumspartei eigentlich klar, dass er damit tausenden von jungen Menschen die Chance auf sozialen Aufstieg und berufliche Verwirklichung abspricht?

    Hat Herr Mostertz seine ungerechten Vorschläge eigentlich bis zu Ende durchdacht?

    Er selbst will doch bestimmt auch nicht auf Bildung verzichten!?

    Mich wundert, dass man so etwas in einer Partei sagt, die ihre christlichen Werte so vor sich herträgt.

    Das Ganze erscheint mir – als nicht besonders religiöser Mensch – ziemlich unchristlich mindestens aber unsozial und alles Andere als fair!

  13. @ Pinkus

    Ihren Aussagen kann ich mich nur anschliessen.

    Bei Herrn Mostertz klingt etwas durch, das fatal an Redewendungen wie „auf die Höhere Schule gehen“ erinnert.

    Er sollte einmal bei den Kollegen von der Piraten-Partei nachlesen.

    Absolut zu empfehlen! Schade, dass es noch so eine junge Partei ist. Aber, die werden ihren Weg gehen.

  14. Ich bin als Sozialarbeiter an einer Hauptschule tätig und kann nur hoffen, dass mehr Sozialarbeiter eingestellt werden, damit wir die täglichen Schwierigkeiten der SchülerInnen angemessener bearbeiten können.

    Allerdings erliegt Herr Mosterts einem neoliberalen Irrtum!

    Gefordert und gefördert wurde in der Schule schon immer!

    Wie soll die Vermittlung schulischer Bildung und insbesondere Erziehung auch sonst funktionieren?

    Und trotzdem, Herr Mostertz, es ändern zu wenig SchülerInnen ihre Einstellungen bezüglich der auf sie zukommenden Arbeitswelt, um erfolgreich in ihr bestehen zu können. Das sehe ich jeden Tag in der Schule, das hört man und das liest man überall.

    Aber warum ist das tatsächlich so?

    Ganz einfach Herr Mostertz.

    Wenn man Schülergruppen zusammenstellt, in der bestimmte Einstellungen „von zu Hause aus“ vorherrschen, werden diese Gruppen ihre Einstellungen, wie von außen gewünscht, kaum verändern.

    Was diese Jugendlichen brauchen, ist der Kontakt zu Gleichaltrigen mit anderen Wertvorstellungen, damit sie diese als sinnvoll und erfolgsversprechend schätzen lernen und in der Folge für sich selbst übernehmen.

    So funktioniert Pädagogik und deshalb brauchen wir mehr Gesamtschulen!

    Herr Mostertz, auch Sie sind keine Wahlalternative für mich!

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