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Organisierter und „verordneter“ Frohsinn vs. Karneval „vor Ort“ – AWO Volksgarten zeigt, wie es geht

Red. Neuwerk [ - Uhr]

Beim Karneval scheiden sich die Geister. Abgesehen von jenen, die überhaupt nichts „mit Karneval am Hut haben“, gerne auch am Rosenmontag die Arbeit von Kollegen übernehmen oder aus dem Rheinland flüchten, unterscheidet man gerne zwischen „organisiertem Karneval“ und „Straßenkarneval“.

Während die einen die Veranstaltungen der Karnevalsgesellschaften eher als „verordneten“ Humor werten, die von Freunden dieser Form der organisierten Unterhaltung lediglich in Ermangelung eigener Spontanität und fehlendem Mutterwitz besucht werden, sehen die anderen im Straßenkarneval vornehmlich Gründe für ungehemmten Alkoholmissbrauch und Verfall von Sitten und Gebräuchen.

Beide Karnevalistenlagern müsste man entgegnen:

Gäbe es Humorverordnungen auf Rezept, dann würde dies mit Sicherheit zu Kostenersparnissen im Gesundheitswesen führen. Gesundheitsschädlich ist Lachen auf Karnevalssitzungen jedenfalls nicht und sinnlos Betrunkene ohne späteres Erinnerungsvermögen sind eher die Ausnahme.

Gäbe es nicht die Straßenkarnevalisten, würden nicht nur die vielen Veedelszöch vor gähnender Langeweile aussterben, sondern auch das, was man allgemein mit „Spaß an der Freud“ umschreibt.

Am besten, man vereint die Vorzüge beider „Lager“: Jenseits der teuren von Karnevalsgesellschaften eingekauften Künstler blühen nämlich in vielen kleinen Veranstaltungen Talente auf, die zu normalen Zeiten verborgen bleiben, aber in kleinem Kreis einfach nur mitreißend sind.

Nicht karnevalsitisch orgaisierte Menschen, die einfach „Spaß an der Freud“ haben, singen und schunkeln und deren gute Laune auf zurückhaltendere Menschen überspringt und Menschen, die mit kleinen Unterhaltungseinlagen in geselliger Runde glänzen und den Applaus ernten, den auch „echte Künstler“ auf großen Bühnen bekommen.

Solche Klein-Veranstaltungen verbinden Organisation und Eigenkreativität auf geniale Art und Weise. Wären diese kleinen Veranstaltungen nicht, wäre der Karneval mit Sicherheit um einiges ärmer.

Ein schönes Beispiel solcher im wahrsten Sinne „volksnahen“ Veranstaltungen beschreibt der Bericht über die Karnevalsfeier der AWO Volksgarten.

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