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Hans Jonas • Teil VI: Der Mensch hat ein schwieriges Verhältnis zur Natur

D. Pardon [ - Uhr]

Eine Katze fragt nicht „Wer bin ich“ – oder etwa doch?

Wer weiß schon, was eine Katze denkt – über sich und über andere Katzen, über Mäuse und Hunde, Sonne und Mond, Gräser und Kratzbäume und über dieses rätselhafte Lebewesen Mensch.

Da ist er wieder, dieser Hang des Menschen alles zu hinterfragen, gleich ob es sich um das Denkvermögen einer Katze handelt oder um das gesamte Weltbild.

Die Welt aus der eigenen Sichtweise zu beschreiben beinhaltet auch eine Distanz zur Umwelt. Der Mensch beobachtet und nimmt sich damit auch aus dem Geschehen heraus; er steht als Beobachter von Naturphänomenen damit außerhalb der Natur.

Er sucht die Natur zu verstehen, so wie man die Funktion einer Maschine erklärt. Und wenn er denn glaubt, alles verstanden zu haben, kommt das nächste Problem…

Der deutsche Philosoph Martin Heidegger (1889 – 1976) vertrat die Auffassung, dass mit der Technik auch eine veränderte Auffassung der Welt einhergeht.

Technik ist für den Menschen nicht nur Mittel zum Zweck, Technik ist Mittel zur Nutzbarmachung der Natur. Mit Technik gestaltet der Mensch seine Umwelt.

Heidegger sah darin auch eine Bedrohung für die Menschheit.

Intensiv beschäftigte sich Hans Jonas mit den Gedanken Heideggers.

Warum entwickelt der Mensch Technik, die auch zerstörerisch wirkt?

Ein neues Verhältnis zu Mensch und Natur ist zu finden.

Anschaulich beschrieb Professor Illies am 05.09.2014 in seinem Vortrag in der Hans-Jonas-Gesamtschule Jonas‘ Lösungsweg und Antwort als logische Konsequenz.

(Fortsetzung in Hans Jonas Teil VII)

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