Die multimediale Mit-Mach-Zeitung für Mönchengladbach & Umland ... wirtschaftlich und politisch unabhängig ... aber nicht unpolitisch ...


Aspekte des Wählens • Teil XIV: Volker Pispers‘ Analysen von vor 10 Jahren aktueller denn je [mit Video]

Glossi [ - Uhr]

[02.05.2017] Moin Leute. Es ist genau 10 Jahre her, als der gebürtige Rheydter Volker Pispers, eineinhalb Jahre nach Bildung der ersten GroKo unter Angela Merkel im WDR eine seiner messerscharfen Analysen zu den „Aktionen“ der damaligen Minister von CDU, CSU und SPD auf die Bühne brachte.

Mehr oder weniger kamen sie alle in seinem „Ritt“ durch die damalige Politik vor. Damals bestand das Kabinett nämlich aus „Köpfen“ und „Köpfchen“, von denen einige heute noch unser Leben „mitgestalten“.

  •    Bundeskanzlerin: Angela Merkel (CDU)
  •    Arbeit und Soziales: Franz Müntefering (SPD)
  •    Auswärtiges: Frank-Walter Steinmeier (SPD)
  •    Bildung und Forschung: Annette Schavan (CDU)
  •    Landwirtschaft, Verbraucherschutz: Horst Seehofer (CSU)
  •    Familie, Senioren: Ursula von der Leyen (CDU)
  •    Finanzen: Peer Steinbrück (SPD)
  •    Gesundheit: Ulla Schmidt (SPD)
  •    Inneres: Wolfgang Schäuble (CDU)
  •    Justiz: Brigitte Zypries (SPD)
  •    Umwelt, Naturschutz: Sigmar Gabriel (SPD)
  •    Verkehr, Stadtentwicklung: Wolfgang Tiefensee (CDU)
  •    Verteidigung: Franz Josef Jung (CDU)
  •    Wirtschaft und Technologie: Michael Glos (CSU)
  •    Wirtschaftliche Zusammenarbeit:  H.  Wieczorek-Zeul (SPD)

Manche haben trotz Direktmandat noch innerhalb der Wahlperiode dieser 1. Bundes-GroKo die Segel gestrichen, einige davon, um einen noch lukrativeren Job „in der Wirtschaft“ anzunehmen und nun zu Lobbyisten zu avancieren.

Leider hat Pispers Ende 2015 aufgehört und damit eine Lücke hinterlassen, was er als zeitliche „unbefristete Pause“ bezeichnete.

Würde er heute wieder auf die Bühne kommen, würde es vielfach reichen, nur einige Namen auszutauschen und alles wäre wieder aktuell. Sicherlich auch seine Parteien-Neutralität.

Denn es gab keine Partei und kaum einen Spitzenpolitiker – gleich welcher „Farbe“ – denen er nicht das „mitgab“, was sie verbockt hatten. Viele seiner Zuhörer bedachten das mit großem, zustimmendem Applaus.

So kurz vor den Wahlen scheint es angebracht sich 30 „Pispers-Minuten“ noch einmal anzuschauen, um danach festzustellen, was sich seit 10 Jahren geändert hat und was man als Bürger (= Wähler) nach der Landtagswahl 2017 in NRW und der Bundestagswahl im September 2017 erwarten darf oder befürchten muss, wenn man seine Stimme dem einen oder dem anderen Kandidaten und der einen oder anderen Partei „schenkt“.

Denn mit der Stimme ist das so wie mit Geschenken im alten Kinderspruch: „Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen“. Nur, das mit dem „Wiederholen“ bei Stimmen geht leider nicht.

Das ist dann Wasser auf die Mühlen derer, die sagen, dass „die ja sowieso machen, was die wollen“ und nicht wählen gehen.

Und so ganz falsch liegen diese Leute dann auch wieder nicht, denn auf allen politischen Ebenen vertreten die „Auserwählten“ die Auffassung: „Ihr habt uns Eure Stimme gegeben, also können wir damit machen, was wir wollen“.

Hier also ein Ausschnitt aus Pisper‘ 10 Jahre alter Auftritt, der tendenziell auch heute noch aktuell ist.

Das wollt‘ ich nur mal gesagt haben.

Euer Glossi

 

 

 

Bisher keine Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.