Eine gute Nachricht für die Theaterfreunde?

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

vorhang.jpgDie Krefelder CDU hat ihre Meinung geändert und will den Vereinigten Städtischen Bühnen mit 492.000 Euro helfen. Damit bringt sie die Mönchengladbacher CDU in Zugzwang und schiebt ihr den Schwarzen Peter für ein eventuelles Scheitern zu. Die Krefelder knüpfen ihre Zusage an die Bedingung, dass Mönchengladbach den restlichen Betrag der insgesamt fehlenden 900.000 Euro aufbringt.

Der zusätzliche Finanzbedarf entstand dadurch, dass statt der eingeplanten 2 Prozent Gehaltssteigerungen der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst bei 5,1 Prozent lag. Da die in den Vorjahren gebildeten Rücklagen inzwischen aufgebraucht worden waren, musste sich die Theaterleitung an die Städte Mönchengladbach und Krefeld wenden, damit der Fehlbetrag ausgeglichen wird.

Der Generalintendant Jens Pesel hatte wohl schon mehrfach auf die zusätzlichen Ausgaben aufgrund der Gehaltsteigerungen hingewiesen. Seitens der Politk wurde dies offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen.

CDU und FDP in Mönchengladbach haben bisher kategorisch eine zusätzliche Zahlung abgelehnt.

BZMG berichtet bereits mehrfach darüber:

http://www.bz-mg.de/index.php/fdp-zum-theater-es-bleibt-beim-zuschuss-von-105-millionen-euro/

http://www.bz-mg.de/index.php/luxus-theater-nur-fur-die-gesellschaftliche-elite/

http://www.bz-mg.de/index.php/vereinigte-buhnen-grune-fordern-lohabschluss-zu-ubernehmen/

http://www.bz-mg.de/index.php/hat-das-theater-monchengladbach-krefeld-noch-eine-zukunft/

Als Vorsitzender des Theaterkuratoriums hat der Mönchengladbacher Oberbürgermeister Norbert Bude für den 9. Dezember eine Sitzung des Kuratoriums einberufen. Daran teilnehmen werden neben ihm der Krefelder Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) und die Kulturdezernenten Gert Fischer aus Mönchengladbach und Roland Schneider aus Krefeld, sowie die Theaterleitung.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Mönchengladbacher CDU bis zu diesem Termin positioniert.

3 Kommentare zu “Eine gute Nachricht für die Theaterfreunde?”
  1. @madi.hauk
    Ich hätte erwartet, dass auch über die Kosten von END geschrieben worden wäre. Denn da wurde Geld echt zum Fenster rausgeworfen. – Das wäre besser für das AZ angelegt gewesen.

    Jetzt zum Theater über das Theater:

    Ob die Gladbacher CDU noch einlenkt bleibt abzuwarten: Dies geht jetzt nicht mehr ohne Gesichtsverlust.

    Norbert Post brüstet sich ja gerne mit seiner sozialen Einstellung. Das er aber allen Bedürftigen hilft, habe ich noch nicht mitbekommen. Ob er sich für das Theater einsetzt? Siehe oben.

    Und ob Herr Terhorst so alleine gehandelt hat, bezweifle ich. Wenn ich mir die Internetseite der JU ansehe, hat man doch ein sehr hohe Meinung zu Post. – Alles abgesprochen?

    Warten wir ab, wie’s weitergeht.

  2. Ich möchte der Redaktion für ihre tolle Zeitung im Internet beglückwünschen !

    Unser Theater ist für MG ein grosses Aushängeschild,und landesweit sehr bekannt!

    Wir haben zum Teil Spitzenkräfte in den jeweiligen Sparten!

    So etwas darf man nicht kaputtsparen!

    Auch für die kleinen Gäste sind sehr gute Angebote da!

    Ich bezeichne mich nicht als elitär, sondern freue mich auf gute Stücke,die von jedermann bezahlt werden können !

    Hoffentlich haben wir daran noch lange Freude !

  3. Theater, Theater …Wahlkampf…Theater, „schaut her Bürger, wir achten auf die Kosten…“

    Natürlich wird auch die CDU in Mönchengladbach einlenken.

    Selbstverständlich wird dem Theater auch weiterhin unter die Arme gegriffen, es ist ja schließlich bedürftig.

    Bedürftigen hilft man doch gerne in Mönchengladbach.

    Und es ist für die Allgemeinheit da, das Theater.

    Auch und gerade für die Jugend, für deren Bildung, sie lechzen danach schreiben die Freunde des Theaters.

    Die Theaterbesucher sollten der Kern unseres Gemeinwesens sein, meinen sie.

    Spricht da nicht doch eine gewisse Hochnäsigkeit? Elitäres Denken ist nicht verboten.

    Was wohl der andere Kern unserer Realität dazu meint?

    Zur Unterstützung des Arbeitslosen-Zentrums dieser Stadt Mönchengladbach.

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