Hat das Theater Mönchengladbach-Krefeld noch eine Zukunft?

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

vorhang.jpgCDU-Politiker aus Mönchengladbach und Krefeld sind sich einig: Kein zusätzliches Geld für das Theater.
 
Die Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktionen aus Krefeld und Mönchengladbach lehnen es ab, mehr Geld für die Vereinigten Städtischen Bühnen zur Verfügung zu stellen.

Nach ausführlicher Diskussion der Vorlagen aus der jüngsten Sitzung des Theaterkuratoriums, in denen ein Nachschlag für die Spielzeit 2008/2009 und eine Erhöhung des Etats für die Spielzeit 2009/2010 gefordert werden, verständigten sich die Fraktionsvorsitzenden Wilfrid Fabel (Krefeld) und Rolf Besten (Mönchengladbach) und die kulturpolitischen Sprecher beider Fraktionen, Hans-Peter Kreuzberg (Krefeld) und Wolfgang Dreßen (Mönchengladbach), darauf, ihren Fraktionen zu empfehlen, für das Theater keine zusätzlichen Mittel bereit zu stellen.

„Die finanzielle Situation unserer Städte lässt einen solchen Schritt nicht zu. Wir erwarten vom Theater äußerste Sparanstrengungen“, sagen die CDU-Politiker übereinstimmend.

Da sich die FDP bereits auch geweigert hat, den Vereinigten Städtischen Bühnen das erforderliche Geld zur Verfügung zu stellen, stellt sich für die Bürger in Mönchengladbach und Krefeld die Frage nach der Zukunft des Theaters.

Unverständlich ist in diesem Zusammenhang, dass die Stadt für das zeitlich begrenzte Projekt ‚END‘ 100.000 Euro an Sachleistungen zur Verfügung gestellt hat und dem Theater nicht die benötigten Gelder bewilligen will.

Das Theater hat einen Bildungsauftrag und dient der geistigen Entwicklung, auch unserer Kinder.

Das Projekt ‚END‘ ist eher etwas für eine spezielle Kunstelite.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Mehrheitsfraktionen CDU und FDP in den weiteren Haushaltsberatungen mit dem Thema Theater umgehen und ob das Theater weiterhin im bisherigen Umfang bestehen bleiben kann.

Norbert Bude, Vorsitzender des Theaterkuratoriums hat daraufhin

Oberbürgermeister Norbert Bude, Vorsitzender des Theaterkuratoriums äußert Kritik an der Haltung der CDU-Fraktionsvorsitzenden in Mönchengladbach und Krefeld zum Theateretat und ruft eine Sondersitzung des Kuratoriums ein.

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