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„Scharfe Brise“ nur ein warmes Lüftchen, in der Komödie in der Steinstr. zu Düsseldorf

Herbert Rommerskirchen [ - Uhr]

Laut Inhaltsangabe im Abendheft sollte es doch eine junge Sommerkomödie mit Showeffekt werden, was hier angeboten wurde.

Was der Erfinder dieses „Werkes“ sich hat einfallen lassen, kann man noch nicht einmal als Schmierenkomödie bezeichnen.

Hier ist nun einmal nichts, was als Bezeichnung für dieses Machwerk zu verwenden wäre.

Kein Privattheater von Rang wird doch so etwas seinem Publikum vorsetzen.

Wie so etwas in die Komödie kommt, frage ich mich nach so vielen Jahren als begeisterter Zuschauer verzweifelt.

Wird von der Theaterleitung nicht mehr vor Annahme eines Stückes dasselbe gelesen und eventuell mit Freunden oder Künstlern besprochen?

Schon der Inhalt, wenn man das als solchen bezeichnen könnte, hätte doch zur Ablehnung führen müssen.

Ein bisschen (fast) nacktes Männerfleisch,  ein goldfarbenes Stripperhöschen, ist das Alles?

Ein Freibad ohne Besucher, alles verlottert, soll attraktiv gemacht werden.

Dazu dienen außer der etwas overjahrigen Chefin ein mittelalterlicher Beau , ein etwas dümmlicher Kollege als Bademeister, als dritter ein arbeitsuchender Student, der dann

die Chose retten soll.

Dazu wird dann  ein  Unterhaltungsprogramm geplant.

Das ist die Handlung, die infolge noch dümmlicherer Dialoge, nicht vorhandener Dramaturgie und Regie zu gähnender Langeweile führt.

Da nutzen auch die mehr oder minder deutlichen Anspielungen auf homosexuelle Dinge nicht,  das hat sich doch mittlerweile abgenutzt.

Der Höhepunkt des Abends aber dann die Show.

Da hüpfen neckische Matrosen im Strip über die Bühne, da knallt eine alte Frau zu einer Darstellung eines schrecklichen Löwen, der nur in einer Kindervorstellung auf einem

Billigst-Jahrmarkt vorstellbar wäre, mit der Peitsche.

Da gibt es ein Funkenmariechen-Trio, das jedes echte Funkenmariechen zu lautstarker Empörung veranlassen würde.

Das Ganze in einer Endlosfolge von „Man müsste nochmal 20 sein“-

Es nahm kein Ende.

Schmerzhaft laute „Musik“

Ein Teil des Publikums erfreute sich offensichtlich hieran, ein größerer Teil reagierte resigniert.

Die Darsteller taten ihr Bestes, konnten aber zum Vorerwähnten wenig  trotz großen Einsatzes verbessern.

Aykut Kayacik als ältlicher, molliger, verliebter Bademeister,

Slim Weidenfeld als junger Springinsfeld,

Dennis Wilkesmann als leicht dümmlicher 2. Bademeister,

Birgit Bockmann als Wirtin.

Sie taten mir herzlich leid.

Fazit:

Ein miserables Machwerk, daran hätte wahrscheinlich auch ein anderer Regisseur nichts

ändern können.

Die schlechteste Aufführung, die ich in der Komödie gesehen habe.


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