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„Weißgott“

Andreas Rüdig [ - Uhr]

Dr. Gottfried Weiß ist Arzt, Chirurg, um genau zu sein. Vor 30 Jahren hat er Lieselotte Kleinereich, der Lebensgefährtin des pensionierten Polizeikommissars Rudolf-Günther Böhnke, das Leben gerettet.

Aus Dankbarkeit gab ihm Böhnke damals das Versprechen, jederzeit für ihn da zu sein.

Heute muß sich Weiß als Arzt vor Gericht verantworten. Bei verschiedenen Operationen ist es zu Todesfällen gekommen. Böhnke fühlt sich verpflichtet, dem Mediziner zu helfen.

Lehmkuhl ist Jahrgang 1952. Im Raum Aachen geboren, hat er nach seinem Jura-Studium dort lange Zeit als Journalist gearbeitet. Dieser berufliche Hintergrund ist diesem Buch in vielerlei Hinsicht deutlich anzumerken.

Der Roman ist ein Regionalkrimi. Von der fiktiven Seestadt einmal abgesehen spielt er in Huppenbroich, einem Ortsteil von Simmerath in der Eifel, wo Böhnke seit seiner Pensionierung wohnt und lebt.

Greift Lehmkuhl auf reale Ereignisse zurück? Die Recherche im Internet ergibt, daß es wohl einen vergleichbaren Fall, wie er in diesem fiktiven Fall beschrieben wird, im Jahre 2006 im niederrheinischen Wegberg gegeben hat.

Sehr gründlich und umfangreich sind – auch das kennen wir bereits von Lehmkuhl – die Beschreibungen und Schilderungen der Sachverhalte. Da geht der Journalist mit Lehmkuhl durch.

Nur das Ende ist dramatisch, ja sogar tragisch. Zusammen mit Lieselotte fällt Böhnke seinem eigenen Ehrgeiz zum Opfer. Ist damit das Ende der Reihe um Böhnke eingeläutet? Wird Lehmkuhl in Zukunft Kriminalromane ohne ihn veröffentlichen? Wir dürfen gespannt sein.

Kurt Lehmkuhl: Weißgott; Gmeiner Verlag Meßkirch 2017; 314 Seiten; ISBN: 978-3-8392-2139-6


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