Stadt will ÖPNV-Anbindung an Regiopark verbessern

Red. Odenkirchen [ - Uhr]

Demnach soll bereits zum Fahrplanwechsel im Juli die derzeit noch lückenhafte Anbindung an den ÖPNV durch Ausweitung insbesondere in den Morgen- und Abendstunden für den Schichtdienst in den ansässigen Unternehmen ausgebaut werden.

Das verkündete  Oberbürgermeister Norbert Bude heute am Rande der Jahrespressekonferenz der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG).

Eine entsprechende Beratungsvorlage wird die Verwaltung zur Beschlussfassung für den Rat am 22.05.2013 jetzt auf den Weg bringen.

Die Politik hatte durch entsprechende Beschlussfassung die Verwaltung aufgefordert, die ÖPNV-Anbindung des Regiopark zu verbessern.

So sollen zukünftig auch die Linien 097 sowie die SB1 und Linie 016 in den Regiopark führen. Die Betriebszeiten der Linie 002 werden ausgedehnt.

Dabei ist auch der Ortsteil Wickrath, in dem viele Beschäftigten des Gewerbegebietes wohnen, in die Linienführung eingenommen.

Die Vernetzung mit anderen Linien an den Knotenpunkten Marienplatz und ZOB werden ebenfalls verbessert, damit die Beschäftigten auch weiter mit dem ÖPNV in ihre Heimatstadtteile gelangen.

Den Maßnahmen zur Verbesserung der ÖPNV-Anbindung ging eine repräsentative Umfrage der derzeitig Beschäftigten voraus.

Das Ergebnis: 65 Prozent der Beschäftigten verfügen nicht über ein eigenes Fahrzeug und sind auf den ÖPNV angewiesen. „Die Umfrageergebnisse haben zur Erkenntnis geführt, die Anbindung des positiv sich entwickelnden Gewerbegebietes verbessern zu müssen.

Diese Erkenntnis wird auch durch die Arbeitsverwaltung und die WFMG, mit der wir hier sehr gut kooperieren, geteilt.“, so Oberbürgermeister Norbert Bude.

„Die mit dem ÖPNV-Ausbau verbundenen Kosten sind volkswirtschaftlich betrachtet vertretbar, da wir durch die Ansiedlung der Firmen vielen Menschen eine Chance auf einen Arbeitsplatz bieten, die bisher arbeitslos waren und Transferleistungen erhielten.

Dies entlastet den städtischen Haushalt dauerhaft z.B. bei den Kosten der Unterkunft, die wir für Bezieher von Hartz-IV-Leistungen bezahlen“, betont er.

Die Verwaltung hat in der Beratungsvorlage für den Rat Kosten von 201.500 Euro (2013) und 440.000 Euro (2104) für eine bedarfsgerechte ÖPNV-Anbindung ermittelt.

In dem interkommunalen Gewerbegebiet, das die Stadt gemeinsam mit der Nachbarkommune Jüchen entwickelt, arbeiten rund 2.000 Leute.

Etwa 1.600 Beschäftigte kommen aus Mönchengladbach. Ansiedlungen großer Firmen wie DHL und Esprit sowie demnächst auch Zalando machen das Gewerbegebiet zu einem der großen Logistik-Standorte in der Region.

Ein Kommentar zu “Stadt will ÖPNV-Anbindung an Regiopark verbessern”
  1. Ist prima, dass die Leute wenigstens einigermaßen brauchbare Busverbindungen bekommen. Wie das nach 22.00 und ab 5.00 mit Anschlüssen aussieht, darauf bin ich gespannt.

    Klar, dass das kostet. Nicht zu knapp.

    OB Bude meint:

    „Dies entlastet den städtischen Haushalt dauerhaft z.B. bei den Kosten der Unterkunft, die wir für Bezieher von Hartz-IV-Leistungen bezahlen“, betont er.“

    Richtig. Das war es dann auch schon. Die Leute sind aus der Arbeitslosenstatistik und entlasten den Haushalt. Soweit so gut. Für die Betroffenen und auch die Stadtkasse.

    Aber: Wie viele Aufstocker gibt es? Was kommt an Lohnsteuer, nach Einkommensteuer braucht man wahrscheinlich nicht zu fragen, bei der Stadt an?

    Aussage: „Die Umfrageergebnisse haben zur Erkenntnis geführt, die Anbindung des positiv sich entwickelnden Gewerbegebietes verbessern zu müssen.

    Diese Erkenntnis wird auch durch die Arbeitsverwaltung und die WFMG, mit der wir hier sehr gut kooperieren, geteilt.“, so Oberbürgermeister Norbert Bude.“

    Klasse. Dass vernünftige Busverbindungen gebraucht werden, da kommt man ohne Umfrage nicht drauf?

    Da hätte die WFMG schon bei der Planung von selber drauf kommen müssen. Dass die meisten Leute, die da arbeiten, sich keinen BMW oder Mercedes, sondern maximal nen Pedal-Porsche leisten können ist doch wohl klar.

    Hauptsache der OB kann die Gelegenheit nutzen seine WFMG (Dr. Schückhaus) für selbstverständliches, das auch noch zu spät kommt, zu loben.

    Wäre übrigens mal interessant die Kalkulation zu erfahren die dem Logistik-Park zu Grunde liegt. Was kommt für die Stadt da unterm Strich raus? In Euro und Cent. Das sollte endlich mal veröffentlicht werden, statt immer nur wolkige Statements abzugeben wie toll das alles ist.

    Die Berechnungen muss es doch geben. Warum hat man weder zu Esprit/Fiege, DHL und jetzt Zalando noch nie ein paar Eckdaten veröffentlicht? Mit irgendwas muss die WFMG/Stadt doch rechnen, sonst packt man sowas doch gar nicht erst an.

    Profit auch für die Stadt nach Abzug aller Kosten oder nur für die Unternehmen?

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