B90/DIE GRÜNEN: Hajo Siemes

Hauptredaktion [01.05.2009 - 12:58 Uhr]

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2 Kommentare zu “B90/DIE GRÜNEN: Hajo Siemes”
  1. Sehr geehrter Herr Haler,

    Danke für Ihre Anfrage in der Bürgerzeitung, die ich hiermit gerne beantworte.

    Zunächst einmal zur Sanierung der Sportstätte Puffkohlen.

    Laut Sportstättenentwicklungsplan der Stadt Mönchengladbach, ist die Bezirkssportanlage Puffkohlen nur gering sanierungsbedürftig. Das nun die Sportvereine eine Sanierung und Kunstrasenflächen fordern, hat mit dem Vorhaben der CDU/FDP, „Giesenkirchen 2015“ zu tun.

    Dieses Vorhaben das Sportgelände aufzugeben, zu bebauen und im ehem. Freibadgelände neu zu errichten, ist durch ein Bürgerbegehren gescheitert.

    Ich war auch gegen dieses Vorhaben und habe mich dem Bürgerbegehren angeschlossen. Geblieben ist der Wunsch bei den Sportvereinen, neue Kunstrasen-Spielfelder zu bekommen. Ein dringender Bedarf, die Anlage Puffkohlen zu sanieren hat es bis dahin nicht gegeben.

    Allerdings haben jetzt in Absprache mit den Fußballvereinen alle Politiker im Stadtbezirk Giesenkirchen versprochen, sich dafür einzusetzen, dass die Anlage Puffkohlen saniert wird und ein Kunstrasenspielfeld erhält.

    Dafür hatten SPD und Grüne Finanzmittel aus dem Konjunkturpaket II (also Bundesmittel) beantragt, um den städtischen Haushalt nicht zu belasten.

    Diese Vorgehensweise wurde von CDU und FDP abgelehnt. Jetzt muss die Sanierung, wenn sie durchgeführt wird, von der Stadt bezahlt werden. Dafür ist es aber notwendig, dass die Anlage Puffkohlen in der Sanierungsbedürftigkeit höher eingestuft wird. Ich werde mich dafür weiterhin einsetzen.

    Und nun zum zweiten Anliegen, der Renaturierung des Freibadgeländes:

    Nach unserem Willen wäre das Freibad Giesenkirchen nie geschlossen worden. Die Schließung habe ich aber leider schon bei der Übernahme des Freibades durch die NVV auf uns zukommen sehen.

    CDU und FDP im Rat der Stadt MG haben sich mit der Übertragung an die NVV aus der Verantwortung herausgezogen. Die NVV hat keine Vorsorgepflicht gegenüber den Bürgern der Stadt und hat aus rein finanziellen Erwägungen nach wenigen Jahren das Freibad geschlossen.

    Gesundheitliche und soziale Aspekte für einen Erhalt, spielten dabei für die NVV keine Rolle.

    Dies habe ich damals in meinem Redebeitrag gegen eine Übernahme durch die NVV schon deutlich zum Ausdruck gebracht. Leider ist es nun so gekommen und eine Sportstätte, die von vielen Menschen genutzt wurde und einen sehr guten Ruf hatte, ist nun geschlossen.

    Allerdings wurde nie geprüft, ob es eine andere Lösung statt der Schließung gibt. Die anderen Bäder (Wickrath und Volksgarten) wurden zum Teil mit erheblichem Aufwand modernisiert.

    Warum nicht auch in Giesenkirchen? Warum wurde nicht überlegt, ob es eine Rückübertragung oder eine Übernahme durch andere geben könnte? Wäre es nicht auch möglich dieses Bad als ein kleineres, naturnahes Bad, eingebunden in die Landschaft weiter zu betreiben?

    Leider haben „Die Grünen“ keinen Vertreter im Aufsichtsrat der NVV sitzen, um den Sachverhalt dort zu klären.

    Wir werden uns aber weiter mit dem Thema auseinandersetzen. Sollte dann der Schließung bereits Taten gefolgt sein (Abriss und Rückübertragung der Liegenschaft an die Stadt) werden wir uns dafür einsetzen, dass der ehemalige Standort des Freibades, mit in das angrenzende Landschaftsschutzgebiet integriert wird.

    Wir werden nicht vorauseilend nun den Abriss fordern, bevor nicht alle anderen Möglichkeiten eines Erhaltes und Betriebs als Badelandschaft geprüft wurden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hajo Siemes

  2. Wir wissen aus Ihrem Abstimmungsverhalten, Sie sind und arbeiten für eine Sanierung des Sportplatzes Puffkohlen.

    Was aber tun Sie konkret für eine mögliche Renaturierung des alten Freibadgeländes?

    Spielen Sie hier etwa auf Zeit?

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