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Bürger sorgen sich um Wasserressourcen • Düngegesetzgebung am 24. November im Bundesrat

Hauptredaktion [ - Uhr]

Die langjährigen Diskussionen um Nitrate und andere Schadstoffe im Grundwasser treiben den Verbrauchern zunehmend Sorgenfalten auf die Stirn.

Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Langzeitstudie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“ (TWIS) vom Institut für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung (I.E.S.K).

Die Belastung des Grundwassers dringt laut Studie immer stärker in das öffentliche Bewusstsein ein. 43 Prozent der Befragten befürchten, dass sich die Qualität der Trinkwasserressourcen verschlechtern könnte. Als Verursacher nennen sie die Landwirtschaft und die Industrie.

Aus Sicht des Verbandes kommunalers Unternehmen (VKU) werden seit Jahren zu viel Gülle und Mineraldünger auf den Feldern ausgebracht.

Die derzeitigen gesetzlichen Vorgaben reichen bei weitem nicht aus, um die Nitratproblematik in den betroffenen Regionen in den Griff zu bekommen.

Auch die am Freitag im Bundesrat zur Entscheidung stehende Stoffstrombilanzverordnung – der letzte Baustein der Düngegesetzgebung – wird in der vorliegenden Fassung das Problem nicht lösen.

Wasserversorger werden dann gezwungen sein, zukünftig Grundwasser sehr aufwändig aufzubereiten zu müssen.

Und das kann in den betroffenen Regionen für Unternehmen und Verbraucher kostspielig werden.

VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche: „Es ist bereits fünf nach zwölf. Die Zeit für Einführungs- und Probephasen ist längst vorbei. Wenn diese Verordnung so verabschiedet wird, verlieren wir erneut wertvolle Jahre für den Gewässerschutz. Gewässerqualität kann man nicht schönrechnen. Die Regelungen müssen zwingend angepasst werden.“

Hintergrund TWIS

Die Studie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“ – kurz TWIS (Trinkwasserimagestudie) ermittelt seit 2007 per Online-Dauerbefragung monatlich repräsentative Aussagen zur Preis- und Qualitätswahrnehmung und Nutzung von Trinkwasser in Deutschland. Im Gegensatz zu klassischen Umfragen werden mit dieser Art der Studie Meinungsprozesse und Einflüsse im Zeitverlauf besonders sichtbar.

 


Ein Kommentar zu “
Bürger sorgen sich um Wasserressourcen • Düngegesetzgebung am 24. November im Bundesrat”
  1. Die industrielle, nicht biologisch ausgerichtete Landwirtschaft ist mittlerweile der Totmacher von Natur und Mensch.

    Ständiges Ausbringen von riesigen Güllemengen, sogar innerhalb von Wasserschutzgebieten (wie beobachtet) sowie der großflächige Einsatz von Pestiziden und Krautvernichtern zerstören derzeit die landwirtschaftlich genutzten Flächen und vergiften die Nahrung der Menschen.

    Inzwischen ist in den Städten mehr artenreiche Natur zu finden als auf den landirtschaftlich genutzten Arealen.

    Beobachtungen von Biologen belegen sogar, dass auf Industriebrachen mittlerweile artenreichere Tier- und Pflanzengesellschaften vorkommen als auf den Flächen, die von den Bauern mit Gülle und anderen Giften gesegnet werden.

    Es ist allerhöchste Zeit, dass die EU hier einschreitet. CDU, FDP und und die zukünftige Splitterpartei SPD kümmern sich in unserer Republik lieber um industrielles Wachstum. Die Natur hat keinerlei Stellenwert.

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